Close

Arbeitsproben

Eine Branche im Umbruch
Tausendsassa Immobilienverwalter
Der Mittelstand entdeckt die Cloud
Flexible Mitarbeiter als Erfolgsfaktor
Zehn gute Gründe für Office 365
Cyberkriminelle steigern ihre Aktivitäten
Warum das Microsoft Surface Pro 4 die Ärzteschaft erfreut
Enormes Potential in der virtuellen Welt
Die Bewältigung der Bilddatenmengen
Langnese-Iglo optimiert mit EDI/edifact das interne und externe Kommunikationskonzept
Transportgeräte Kowalski ist jetzt neuer Hyster Partner
Wie sich der Lafis LEHF 70 im Flughafeneinsatz bewährt
Neue Kodak Produkte für Radiologie, Workflow und Netzwerklösungen
Mähroboter werden zum Trendprodukt bei Gartenbesitzern
Ein offenes Steuerungskonzept lässt bei Mercedes-Benz die Bänder laufen
Neue Kromschröder Schürlochbrenner für die keramische Industrie
Ray Sono AG verlässt sich bei MPLS auf Lösung von Access:Seven
Mit Pegasus PCA finden Schmerzpatienten in den normalen Alltag zurück
Becker+Hach: Systemgedanke sichert Erfolg im In- und Ausland
Bei Hecker Glas in Dortmund ist Glas nicht Glas
Ideen als Kapital für die Wirtschaft
Bernd Baumanns ist ein Brennstoffhändler mit langer Tradition
Innovationen in der Logistik
Für den Fotografen Christian Klar hat sich mit Yuneec Coptern eine neue Welt eröffnet
Luxus für die Ohren
Raman El Atiaoui ist der Gesamtsieger des Neuen Fotowettbewerbs Masters of Germany Wedding Photography
Olympus Botschafter Brendan de Clercq hat die Olympus OM-D E-M5 Mark II im Profieinsatz
Die Ennepetaler Schubert-Gruppe beliefert Kunden auf vier Kontinenten
Drucken wird zentral und mobil
Grüne Umwelt als Kulturgut

 

 

Eine Branche im Umbruch

Die Branche der Immobilienmakler vollzieht derzeit einen dramatischen Wandel.
Dafür sind vor allem Gesetzesänderungen verantwortlich.

Ver­läss­liche Zahlen darüber, wie viele Im­mo­bilien­mak­ler derzeit in Deutsch­land tätig sind, gibt es nicht. Während eine Frank­furter Tageszei­tung 2014 die Zahl 10.000 in den Raum stellte, nen­nt das On­line-Por­tal mak­lerverzeich­nis.org im Ok­to­ber 2015 eine Zahl von 30.000 reg­istri­erten Mak­lern. Vor allem zwei Gründe dürften diese weit au­sei­nan­der­lie­gen­den Zahlen erk­lären: Zum ei­nen zählt die Branche viele „Einzelkämpfer“, die sich kein­er berufsständischen Or­gan­i­sa­tion angeschlossen haben, zum an­deren üben viele Im­mo­bilien­mak­ler ihre Tätigkeit nicht als Full­time-job aus, son­dern ar­beit­en beispiel­sweise – um in der Branche zu bleiben – auch noch als Im­mo­bilien­ver­wal­ter.

De­ment­sprechend un­möglich ist es, den Ge­sam­tum­satz der deutschen Im­mo­bilien­mak­ler an­näh­ernd zu schätzen. Ei­nen er­he­blichen An­teil daran haben einige Großun­terneh­men. Branchen­pri­mus ist laut Statis­tik­por­tal statis­ta.de die Sparkassen-Fi­nanz­gruppe mit einem Net­toum­satz von cir­ca 388 Mil­lio­nen Eu­ro im Jahr 2014. Es fol­gt der Edel-Im­mo­bilien­mak­ler En­gel & Völk­ers mit knapp über 110 Mil­lio­nen Eu­ro und LBS Im­mo­bilien Nord­west mit et­wa 82 Mil­lio­nen Eu­ro.

Fest ste­ht, dass sich die Branche derzeit verän­dert. Als ei­nen der wesentlichen Fak­toren dafür nen­nen Ex­perten den im Koali­tionsver­trag der aktuellen Regierungs­parteien als Ziel ge­nan­n­ten Fach- und Sachkun­de­nach­weis für Mak­ler. Er soll den Zu­gang zum Mak­ler­beruf reg­ulieren und gewisse Stan­dards in der Branche sich­er­stellen, denn der Beruf ist bis­lang nicht geschützt und die Erteilung ein­er Gewer­beer­laub­nis gemäß § 34c der Gewer­be­ord­nung reichte, um sich Im­mo­bilien­mak­ler nen­nen und als solch­er han­deln zu dür­fen. Ein ent­sprechen­der Ge­setzen­twurf wird derzeit in Ber­lin be­r­at­en. Er soll dazu bei­tra­gen, die Spreu vom Weizen zu tren­nen, und es sch­warzen Schafen und un­qual­i­fizierten Ak­teuren er­sch­w­eren, in den Beruf einzustei­gen. Hin­ter­grund der Forderung nach ein­er besseren Qual­i­fizierung für Im­mo­bilien­mak­ler dürfte sein, dass deren Be­r­a­tungsleis­tung in jüng­ster Ver­gan­gen­heit im­mer kom­plex­er ge­wor­den ist. Schon längst beschränken sich Mak­ler nicht mehr auf das ein­fache Nach­weisen von Im­mo­bilien oder das Ein­stellen von Im­mo­bilien­dat­en in ein Ex­posé oder ins In­ter­net. Sie begu­tacht­en Im­mo­bilien, analysieren den Markt, prüfen Un­ter­la­gen, analysieren vorhan­dene Mi­etverträge, geben Hin­weise zum Kaufver­trags­recht und un­ter­stützen den Kun­den bei Be­darf, die passende Fi­nanzierung zu fin­d­en.

Für nicht ab­se­h­bare Fol­gen für die Branche hat darüber hi­naus die Ein­führung des Besteller­prinzips ge­sorgt, das vom Nachricht­en­magazin „Der Spiegel Ende” Mai als „die Vertrei­bung des Mak­lers aus dem Paradies“ bezeich­net wurde. Die Neuregelung, die am 1. Ju­ni in Kraft ge­treten ist, be­t­rifft die Pro­vi­sio­nen für Im­mo­bilien­mak­ler bei der Ver­mittlung von Woh­n­raum. Sie sie­ht vor, dass Woh­nungsver­mittler von den­jeni­gen bezahlt wer­den sollen, die die Leis­tung des Mak­lers bestellen. Da dies in der Regel die Be­sitz­er/Ver­mi­eter ein­er Woh­nung sind, fürchtet die Branche ei­nen dra­ma­tischen Auf­trags­rück­gang, wenn die Ver­mi­eter zukünftig selbst ak­tiv nach Mi­etern suchen. Es wun­dert nicht, dass die In­teressen­vertre­tun­gen der Im­mo­bilien­mak­ler sich kri­tisch zu dies­er Ge­setzesän­derung äußern. „Das Besteller­prinzip ist ein poli­tisch­er Ir­r­weg und völ­lig prax­is­fer­n“, warnte beispiel­sweise Jens-Ul­rich Kießling, bis Ju­ni Präsi­dent des Im­mo­bilien­ver­bands Deutsch­land IVD. „Die Pol­i­tik macht den Mak­ler zum Sün­den­bock ein­er ver­fehl­ten Woh­nungspol­i­tik.“

 


 

Tausendsassa Immobilienverwalter

Rund vier Fünftel des Vermögens der Deutschen besteht aus Immobilien und Grundstücken. Ein Zehntel davon, also rund eine Billion Euro, betreuen und verantworten Immobilienverwaltungen.

Nach An­gaben des Statis­tischen Bun­de­samtes, die auf dem Zen­sus 2011 basieren, gab es im vori­gen Jahr ins­ge­samt rund 40,5 Mil­lio­nen Woh­nun­gen in Deutsch­land. Davon be­fan­den sich rund ne­un Mil­lio­nen Ei­gen­tums­woh­nun­gen in Woh­nung­sei­gen­tümerge­mein­schaften, 2,3 Mil­lio­nen Mi­et­woh­nun­gen in kom­mu­nalen Woh­nung­sun­terneh­men, 2,2 Mil­lio­nen Mi­et­woh­nun­gen in pri­vatwirtschaftlichen Un­terneh­men, 2,1 Mil­lio­nen Mi­et­woh­nun­gen in Woh­nungsgenossen­schaften und 1,3 Mil­lio­nen Mi­et­woh­nun­gen ge­hörten zu Un­terneh­men, dem Bund, dem Land oder zu Or­gan­i­sa­tio­nen ohne Er­werb­szwecke; alles Bereiche, die die Haupt­betä­ti­gungs­felder von Woh­nungsver­wal­tun­gen wider­spiegeln. Der Blick auf die Um­satzs­teuer­s­tatis­tik 2013 zeigt, dass es hi­erzu­lande rund 23.000 Un­terneh­men mit schätzungsweise über 100.000 haupt­beru­flichen Mi­tar­beit­ern gibt, die sich vorder­gründig mit der Ver­wal­tung von Grund­stück­en, Im­mo­bilien und Woh­nun­gen beschäfti­gen. Zah­len­mäßig do­miniert wird die Branche von klei­nen Un­terneh­men mit einem Jahre­sum­satz bis 100.000 Eu­ro. Diese sind zu et­wa 45 Prozent vertreten, er­wirtschaften allerd­ings lediglich rund drei Prozent des Ge­sam­tum­satzes, den der Dachver­band Deutsch­er Im­mo­bilien­ver­wal­ter (DDIV) in Ber­lin mit rund 19 Mil­liar­den Eu­ro bez­if­fert. Die durch­sch­nittliche Ver­wal­tung beschäftigt nach ein­er DDIV-Um­frage sieben Mi­tar­beit­er. Be­trachtet man die Zahl der Mi­tar­beit­er, so lässt sich fest­stellen, dass die Branche wächst. „Nach Aus­sage der be­fragten Un­terneh­men verzeich­nete im Jahr 2014 fast jede dritte Ver­wal­tung ei­nen Mi­tar­beit­erzuwach­s“, kom­men­tiert der DDIV ein Ergeb­nis sein­er Um­frage. Am häu­fig­sten er­weit­erten demzu­folge mittlere und große Ver­wal­tun­gen ihren Per­so­n­al­s­tamm, und über die Hälfte der großen Ver­wal­tun­gen kündigten für 2015 Neuein­stel­lun­gen an.

Vielfältige Ar­beit

Das in­haltliche Spek­trum der deutschen Haus- und Im­mo­bilien­ver­wal­tung ist vielfältig. Die Ar­beit fußt auf un­ter­schiedlichen ge­set­zlichen Regelun­gen. Zusät­zlich zu die­sen im Ge­setz ve­r­ank­erten Auf­gaben sind im Laufe der ver­gan­ge­nen Jahre neue Ve­r­ant­wor­tungs­bereiche hinzugekom­men. Sie be­tr­ef­fen beispiel­sweise die Ein­hal­tung neuer Regelun­gen und Ge­setzesän­derun­gen. Dazu ge­hören et­wa die Trink­wasser­nov­elle, das Mi­e­trecht, die Bau-, No­tar- und En­ergieeins­parverord­nun­gen, die Rauch­warn­meldepflicht oder die SE­PA-Um­stel­lung. Darüber hi­naus wer­den von mod­er­nen Im­mo­bilien­ver­wal­tern zahl­reiche Soft Skills er­wartet, wie et­wa ein großes Ein­füh­lungsver­mö­gen und eine ho­he Sozialkom­pe­tenz. „Im­mo­bilien­ver­wal­ter sind heute Ver­mö­gens­ber­ater, Kauf­mann, Rechts­ber­ater, En­ergie- und Sanierung­s­ex­perte, Bau­be­treuer, Mo­ti­va­tor, Ver­mittler und Psy­chologe in einem“, so der DDIV. Oft­mals über­sch­nei­den sich bei den Beschäfti­gen die Tätigkeit­en des Im­mo­bilien­ver­wal­ters und des -mak­lers. So schätzen Branch­en­ex­perten, dass et­wa sechs von zehn Ver­wal­tern auch im Bereich Woh­nungsver­mittlung tätig sind. Zwei Drit­tel davon in der Funk­tion als Mi­etver­wal­ter im Rah­men eines Mi­etver­wal­ter­ver­trages ohne Pro­vi­sion­san­spruch, ein Drit­tel als Mak­ler mit Pro­vi­sion­san­spruch.

Ver­schie­dene For­men

Ge­ht es allein um das Tätigkeits­feld der Ver­wal­tung, so wer­den ver­schie­dene For­men treuhän­derisch­er Im­mo­bilien­ver­wal­tung un­ter­schie­den:
WEG-Ver­wal­tung, das Kerngeschäft der meis­ten Un­terneh­men, bezeich­net die Ver­wal­tung von Ge­mein­schaft­sei­gen­tum von Woh­nung­sei­gen­tümerge­mein­schaften (WEG). Das Ge­mein­schaft­sei­gen­tum um­fasst dabei das Grund­stück und Teile, An­la­gen sowie Ein­rich­tun­gen eines Ge­bäudes, die von der WEG ge­mein­schaftlich genutzt wer­den und nicht im Son­der- oder Woh­nung­sei­gen­tum ste­hen.

Mi­ethausver­wal­tung: Mit der Ver­wal­tung von Räu­men oder Ge­bäu­den, die zu Wohnzweck­en an Dritte ver­mi­etet wer­den, be­fasst sich die Mi­et­shausver­wal­tung. Der Ver­wal­ter ver­tritt in die­sem Fall den Ei­gen­tümer und ko­or­diniert das Ver­hält­nis zwischen Mi­eter/Ei­gen­tümer. Je nach Ver­trags­ges­tal­tung und Um­fang kann das die tech­nische Ver­wal­tung des Ob­jektes (In­s­tand­hal­tung und In­s­tand­set­zung) eben­so ein­sch­ließen wie die Ver­wal­tung der Mi­et­zah­lun­gen und die Er­stel­lung der jähr­lichen Abrech­nun­gen.

Son­derei­gen­tumsver­wal­tung: Diese be­son­dere Art der Ver­wal­tung beschäftigt sich mit Woh­nun­gen in­n­er­halb ein­er WEG, die in sich abgeschlossene Räume sind. Auch bei ein­er Son­derei­gen­tumsver­wal­tung nimmt der Ver­wal­ter die Po­si­tion eines Stel­lvertreters des Ei­gen­tümers ein und ver­wal­tet zum Beispiel die Ver­mi­e­tung der Woh­nung an Dritte.

Gewer­bev­er­wal­tung: Die Gewer­bev­er­wal­tung bein­hal­tet die Ver­wal­tung von Räu­men und Ge­bäu­den, die nicht woh­nungswirtschaftlich genutzt wer­den. Dies sind zum Beispiel Büro- und Ver­wal­tungs­ge­bäude, Kaufhäus­er, Einkauf­szen­tren, Ärzte­häus­er und Lager­hallen. Auch hi­er fungiert der Ver­wal­ter als Stel­lvertreter des Ei­gen­tümers und be­treut in dessen Auf­trag die Ver­wen­dung und Ver­mi­e­tung der gewer­blich genutzten Grund­stücke und Ge­bäude.

Son­stige Ver­wal­tung: Die Ver­wal­tung und Ver­mi­e­tung von Gara­gen und Wohn­hei­men und die Ver­wal­tung von Im­mo­bilien­fonds wird un­ter dem Be­griff son­stige Ver­wal­tung zusam­menge­fasst.

Ge­sellschaftliche Auf­gaben

Neben der rei­nen Ver­wal­tung der Im­mo­bilien neh­men Im­mo­bilien­ver­wal­ter auch zahl­reiche ge­sellschaftliche und poli­tische Auf­gaben wahr. So spielen sie beispiel­sweise vor allem im Bereich der Woh­nung­sei­gen­tümerge­mein­schaften eine Sch­lüs­sel­rolle in Rah­men der en­er­getischen Sanierung, denn ger­ade WEGs bil­den in Sachen Sanierungs­fortschritte das Sch­luss­licht. Im­mo­bilien­ver­wal­ter kön­nen hi­er als Mul­ti­p­lika­toren agieren, die die Ei­gen­tümer bei der Auswahl der Maß­nah­men un­ter­stützen, sie über ver­füg­bare Zuschüsse und Kredite in­for­mieren und sch­ließlich auch die Bau­vorhaben durch­führen und be­gleit­en. Eine wichtige Rolle neh­men Im­mo­bilien­ver­wal­ter auch bei der Schaf­fung und Bere­it­stel­lung von al­ters­gerechtem Woh­n­raum ein. Bis zum Jahr 2020 wird der An­teil der über 65-Jähri­gen in Deutsch­land auf 23 Prozent stei­gen. Die­sem de­mo­gra­fischen Wan­del fol­gend, müssen in den kom­men­den fünf Jahren rund drei Mil­lio­nen Woh­nun­gen al­ters­gerecht umge­baut wer­den. Auch hi­er kön­nen Im­mo­bilien­ver­wal­ter, Ei­gen­tümer und Ge­mein­schaften auf notwendige Um­bau­maß­nah­men hin­weisen, um Woh­n­raum und Ge­mein­schafts­flächen an die Bedürfnisse ein­er äl­ter wer­den­den Bevölkerung anzu­passen.

 


 

Der Mittelstand entdeckt die Cloud

Mehr Flexibilität, höhere Produktivität, niedrigere Kosten

Als vor Jahren die ersten Cloud Dienste unter diesem Namen eingeführt wurden, trafen sie vor allem in der schäftswelt auf große Skepsis. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Nicht nur Privatmenschen nutzen Angebote aus der Cloud, zum Beispiel Foto- und Videoportale, immer mehr Unternehmen aller Größen greifen auf die virtuellen Möglichkeiten zurück. Sie haben die Chancen erkannt und sehen die zahlreichen Pluspunkte, die sich in Stichworten wie mehr Flexibilität, bessere Skalierbarkeit, erhöhte Sicherheit oder Kostenersparnis äußern.

Obwohl es in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern nach wie vor mehr Vorbehalte gegen Clouddienste gibt, wuchs der Markt im vergangenen Jahr – wie bereits in den Vorjahren – „moderat“. Dies geht aus dem Cloud Monitor 2015 hervor, der von der Bitkom Research GmbH im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG erstellt wurde. Beachtenswert ist, dass Cloud Computing nicht mehr eine Domäne der Großunternehmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern ist; von denen laut Cloud Monitor 2015 inzwischen zwei Drittel in der Cloud vertreten sind. Vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten haben beim Cloud Computing zuletzt reichlich Boden gut gemacht: Ihr Anteil lag 2014 bei 41 Prozent. Das entspricht einem Zuwachs von 15 Prozent seit 2011, dem Jahr, in dem der Cloud Monitor erstmals veröffentlicht wurde. Noch deutlicher fiel der Zuwachs bei den Unternehmen mit mehr als 100 und weniger als 2.000 Mitarbeitern aus. Hier registrierte die Bitkom Research GmbH ein Plus von 23 auf mittlerweile 55 Prozent. „Der Business Case für Cloud Computing wird sich gerade in Verbindung mit anderen Megatrends wie Big Data und Mobility zukünftig noch stärker herauskristallisieren. Damit ist für den Markt ein weiteres Wachstum vorgezeichnet“, heißt es im Fazit des Cloud Monitor.

Auch das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen IDC sieht einen deutlichen Aufwärtstrend beim Zugriff auf Cloud Dienste. In einer im Juli veröffentlichten Studie sagt IDC für die kommenden Jahre weltweit ein zweistelliges Wachstum des Cloud Marktes voraus. Damit soll im Jahr 2018 erstmals die Marke von 200 Milliarden US-Dollar geknackt werden. Deutschland wird dann den Prognosen zufolge mit einem durchschnittlichen Plus von 26 Prozent pro Jahr einen Anteil von rund 7,9 Milliarden US-Dollar zu dieser Summe beitragen. Was mit Blick auf die oben genannten Zahlen durchaus realistisch erscheint. So stellt auch die IDC-Studie fest, „dass das Interesse an einer Cloud-basierten Unternehmens-IT in den letzten Jahren in Deutschland stark zugenommen hat“.

Dem Wandel begegnen

„Die einzige Konstante ist der Wandel“. Eine Binsenweisheit, die sich jedoch vor allem mit Blick auf die in den Unternehmen eingesetzten Technologien immer wieder bewahrheitet. Beeinflusst von den unterschiedlichsten Faktoren nimmt der technologische Wandel mehr und mehr Tempo auf. Märkte und das Kundenverhalten verändern sich immer schneller. Die fortschreitende Digitalisierung und technologische Neuerungen revolutionären Ausmaßes, zu denen zum Beispiel das Internet der Dinge oder letztlich auch die Einführung von Cloud Diensten gehören, wirken sich rasant und unmittelbar auf die Unternehmen aus. Globale wirtschaftliche Entwicklungen und die sich wandelnde Arbeitswelt mit dem Trend zu mehr Mobilität bleiben in der Regel nicht ohne Folgen. Folgen, die von den Unternehmen nicht ignoriert werden dürfen, wenn sie sich weiterhin im Markt behaupten wollen.

Technologie und technologische Möglichkeiten sollte dabei als Bausteine verstanden werden, um den Wandel und seine möglichen Folgen frühzeitig vorherzusehen und analysieren, ihn schnell und effizient managen und mit geeigneten Maßnahmen darauf reagieren zu können. Grundsätzlich sollte Technologie dazu dienen, das (Geschäfts)Leben einfacher zu machen und Unternehmer in die Lage versetzen, ihre Prozesse flexibel an die sich wandelnden Bedürfnisse anzupassen; gleichgültig ob die gesamte IT-Infrastruktur als Motor erfolgreicher Geschäftstätigkeit verstärkt werden muss oder ob es darum geht, neue Mitarbeiter, zusätzliche Rechner, mobile Geräte oder neue Anwendungen einzufügen, damit die Angestellten ihre Arbeit so gut wie möglich machen können.

Viele Mittelständler haben in den vergangenen Jahren erkannt, dass Cloud Technologien ihnen große Flexibilität bringen und sie dabei unterstützen, schnell und effektiv auf Veränderungen reagieren zu können. Gleichzeitig versetzen sie Unternehmen in die Lage, ihrer Konkurrenz immer eine Nasenlänge voraus zu sein. Zum Beispiel, wenn sie in CRM-Systemen oder in Marketing und Vertrieb intelligent genutzt werden, um Kunden besser zu verstehen und Kundenkontakte zu intensivieren. Ein wesentlicher Vorteil von Cloud Technologien ist, dass sie vom Unternehmen keine „Alles-oder-nichts-Strategie“ fordern. Sie können nach und nach ausgebaut werden, wachsen mit dem Unternehmen mit, können bei Bedarf aber auch schnell wieder eingestellt werden, wenn es in der ein oder anderen Abteilung kriselt. Ideal sind Cloud Lösungen dort, wo häufig im Projektgeschäft gearbeitet wird. Cloud Dienste lassen sich hervorragend als hybride Werkzeuge mit den vorhandenen Anwendungen und der existierenden Infrastruktur im Haus kombinieren. Jeder Unternehmer kann selbst entscheiden, welche Software und welche Daten er auf den Computer am Arbeitsplatz speichert, welche er webbasiert auf eigenen Servern in einer Private Cloud zur Verfügung stellt und auf welche Daten er den Zugriff bei einem Anbieter von Cloud Lösungen in Form einer Public Cloud ermöglicht. Investitionen bleiben so überschau- und kalkulierbar und vor allem zukunftssicher.

Spezialisierte Partner

Die oben erwähnte IDC-Studie hebt neben den reinen Zahlen zum aktuellen und zukünftigen Cloud Markt vor allem die Bedeutung eines Ökosystems für alle am Prozess beteiligten Partner besonders heraus. Dieses Ökosystem müsse sich durch Spezialisten und Branchenkenner auszeichnen, die Innovationen und die Digitalisierung in unterschiedlichen Unternehmen mitgestalten können. Im Markt haben sich inzwischen zahlreiche kompetente Partner etabliert. Dazu gehören Telekommunikationsunternehmen ebenso wie Service Provider, Hostingunternehmen, Softwareanbieter oder große Systemhäuser, die entsprechende Lösungen allein oder gemeinsam mit weiteren Partner realisieren; oftmals weltweit und branchenunbhängig. Dieses Öko-Partnersystem bewährt sich Tag für Tag. Viele Anbieter stellt flexible Plattformen bereit, die individuelle Ansprüche erfüllen. Dadurch können Unternehmen bei Bedarf und an den eigenen Bedürfnissen orientiert Anteile aus Private Cloud und Public Cloud zu einer Hybrid Cloud kombinieren. Sie können Platform as a Service (PaaS), Infrastructure as a Service (IaaS), Software as a Service (SaaS) oder Anything as a Service bereitstellen. Allen Lösungsmodellen gemeinsam ist, dass sie die Investitionskosten senken, den Mitarbeitern zu mehr Produktivität verhelfen und dazu beitragen, dass Unternehmen auf neuen Wegen mit Partnern und Kunden kommunizieren. Pluspunkt der meisten Lösungen ist vor allem die Flexibilität, mit der sich die einzelnen Komponenten an die individuellen Notwenigkeiten des Unternehmens anpassen lassen. Hinzu kommt bei der Verwendung von Standardsoftware die Vertrautheit, mit der die Beschäftigten sich in der ihr bekannten Welt bewegen. Dadurch muss nur sehr wenig Zeit und Geld für zusätzliche Schulungen aufgewendet werden, und die Gefahr, dass der Betrieb ungewollt unterbrochen wird, ist äußerst gering. Auch die Sicherheit der Daten, von vielen Kritikern und Skeptikern als das zentrale Manko von Cloud Diensten genannt, ist bei seriösen Anbietern gewährleistet. Vor allem die Großunternehmen unter ihnen investieren vor dem Hintergrund der hohen Emotionalität und Sensibilität – und natürlich auch Notwendigkeit – beim Thema Datenschutz sehr viel Know-how und Kapital in diesen Bereich. Eine absolute Sicherheit lässt sich dennoch nicht gewährleisten. Das gilt jedoch auch für jede Datenanwendung in einem Unternehmen.

 


 

Flexible Mitarbeiter als Erfolgsfaktor

„Samstags gehört Vati mir.“ Vieles hat sich in der Arbeitswelt getan, seit 1967 unter diesem Slogan die 40-Stunden-Woche in Westdeutschland eingeführt worden ist. Einen erheblichen Beitrag zu den Veränderungen hat die digitale Revolution geleistet. Sie sorgte dafür, dass etwa im Jahr 2002 die Menschheit mehr Informationen digital als analog speicherte. Das digitale Zeitalter hatte begonnen, und mit ihm setzte ein dramatischer Wandel bezahlter Arbeit ein. Zwei wesentliche Pluspunkte des digitalen Arbeitens sind die erhöhte Flexibilität und Mobilität, die eine Vielzahl unterschiedlicher Computervarianten mit sich brachte. Kamen in den 90er-Jahren zunächst Notebooks als Alternative oder Ergänzung zum stationären Arbeitsplatzrechner auf den Markt, wurden diese in den 2000er-Jahren durch Smartphones und TabletPCs ergänzt. Diese stetige Zunahme des Einsatzes von Mobile Devices auch im Berufsleben sorgt dafür, dass Vati in vielen Branchen heute nicht nur am Wochenende Zeit für die Familie haben kann.

Flexiblere Arbeitszeit

Das bedeutet jedoch nicht, dass Arbeitnehmer ihre gesamte Arbeitszeit – oder einen Teil davon – genauso wie gewohnt von acht Uhr bis 16.30 Uhr, aber zu Hause statt im Betrieb, absolvieren. Die Arbeitszeit selbst ist flexibler geworden. Neue Arbeitszeitmodelle ermöglichen es, individuelle Freizeitbedürfnisse der Beschäftigten mit den Notwendigkeiten des Betriebes zu vereinbaren oder die individuell unterschiedlichen Arbeitsrhythmen der Belegschaft so um eine Kernarbeitszeit zu positionieren, dass für das Unternehmen ein optimales Ergebnis herauskommt. Dies ist nicht neu. Job-Sharing, Schichtarbeit und Arbeitszeitkonten sind einige der Stichworte, die zeigen, dass Arbeit schon lange kein starres Element im Leben der Menschen ist.

Flexiblere Mitarbeiter

Neu ist aber, dass dank der digitalen Technik der einzelne Arbeitnehmer flexibler geworden ist, vor allem hinsichtlich des Ortes, an dem er seine Arbeit erledigt. Er muss nicht mehr zwingend im Büro anwesend sein. Er kann ebenso gut im Home Office, unterwegs im Auto, beim Warten auf dem Flughafen oder während im heimischen Wohnzimmer das Fernsehgerät nebenbei läuft noch geschäftliche Dinge erledigen. Kurz gesagt: Arbeit wird zukünftig immer weniger an einen festen Ort gebunden sein, sondern sich zu jeder Zeit von jedem Ort der Welt aus erledigen lassen. Vor allem für Unternehmen, die international aufgestellt sind, ergeben sich so Vorteile. So spielt beispielsweise die Zeitverschiebung keine Rolle mehr, egal ob man mit Kollegen in den Niederlassungen im Ausland kommuniziert oder mit Kunden in fernen Ländern Kontakt aufnehmen will.

Arbeit unterwegs

Gewaltige Pluspunkte bringen Mobile Devices für Mitarbeiter im Außendienst ebenso mit sich wie für Personen, die viel im Unternehmen unterwegs sind. Sie können jetzt zum Beispiel in Echtzeit Informationen zu Lagerbeständen und Lieferfristen einholen, Kundenbestellungen direkt vor Ort ins System eingeben, fehlende oder falsche Einträge in der Kundenakte ergänzen oder Leerzeiten zwischen zwei Terminen dazu nutzen, Notizen zu ihren Tätigkeiten und Gesprächen unmittelbar im Anschluss an einen Kundenkontakt einzupflegen – die dann, sofern das Unternehmen ein Customer Relationship Management System (CRM-System) nutzt, augenblicklich auch anderen Mitarbeitern zugänglich sind.

Schnellere Prozesse

So werden Geschäftsprozesse beschleunigt, die Produktivität des einzelnen Mitarbeiters steigt, die Zufriedenheit des Kunden wächst und führt so zum Beispiel bei Reparaturabwicklungen oder Warenlieferungen zu erhöhter Kundenbindung. Zudem helfen Mobile Devices den Beschäftigten, Zeit zu sparen, weil sie den erforderlichen „Schreibkram“ sonst am Schreibtisch erledigen müssten. Dies wiederum führt zu höherer Zufriedenheit des Arbeitnehmers. Schließlich sorgen Mobile Devices dafür, dass Notizen genauer sind, wenn weniger Zeit bis zu ihrer Niederschrift vergeht.

Zuverlässiges Netzwerk

Auch wenn vieles dafür spricht, ist die Einführung flexibler Arbeitsmodelle mit Hilfe von Mobile Devices in der Praxis natürlich nicht so einfach, wie es nach den bisherigen Ausführungen scheinen mag. Abgesehen davon, dass in vielen Branchen, vor allem bei der Produktion an Maschinen, mobiles Arbeiten weitestgehend unmöglich ist, müssen auch dort, wo keine strukturellen Hindernisse stehen, bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Vor allem muss ein sicheres und zuverlässiges Netzwerk existieren, auf das externe Mitarbeiter jederzeit problemlos zugreifen können. Da hapert es aber vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Trotz der existierenden Möglichkeiten sind nach wie vor allem viele Handwerksbetriebe, Dienstleister und Freiberufler nur halbherzig digital unterwegs. Was nützt es, wenn Außendienstler A ein Dokument für eine Warenbestellung mit der neuesten Programmversion erstellt, speichert und an Verkaufsmitarbeiter B verschickt, wenn dieser das Dokument nicht öffnen kann, weil er die beiden letzten Aktualisierungen des Programms nicht mitgemacht hat? Eine einheitliche IT-Infrastruktur ist deshalb unabdingbare Voraussetzung für ein funktionierendes Arbeitsmodell mit flexiblen und mobilen Mitarbeitern.

Einheitliche IT

Einheitliche IT bedeutet dabei auf der einen Seite, dass alle Mitarbeiter, oder alle, die in Arbeits- oder Projektgruppen zusammengefasst werden, auf identische Softwarelösungen zugreifen können. Sicherlich ist es ein philosophische Entscheidung, und es gibt auch gute Gründe, um diesen Weg nicht zu gehen, aber idealerweise schafft man diese Voraussetzung durch Clouddienste. Zahlreiche Softwarespezialisten, Telekommunikationsanbieter, Service Provider und Systemhäuser haben sich in den vergangenen Jahren auf diese Angebote spezialisiert. Sie bieten in der Regel spezifische standardisierte Branchenlösungen, die sich auf jeden Einzelfall maßschneidern lassen. Nutzer können sich darauf verlassen, stets die aktuellste Software zu bekommen, und auch die Sicherheit der Datenanwendungen ist in der Regel auf einem deutlich höheren Niveau gewährleistet als in den meisten KMUs.

Angriffe nehmen zu

Demgegenüber steht die häufig geäußerte Angst davor, die Hoheit über seine Daten und seine Server zu verlieren. Es ist, wie gesagt, eine philosopische Frage. Aber man muss sich klar machen, dass die Anzahl von Hackerangriffen selbst auf kleine und kleinste Unternehmen explodiert. Das US-amerikanische IT-Sicherheitsunternehmen Check Point berichtet in seinem Security Report 2015 beispielsweise, dass „eine durchschnittliche Organisation 106 mal pro Stunde von unbekannter Malware betroffen ist, insbesondere durch das Herunterladen von Dateien – und das 24 Stunden am Tag, sieben Tage pro Woche.“ Diese für 2014 festgestellte Zahl ist 48 Mal größer als die für das Vorjahr ermittelte. Vor diesem Hintergrund dürfte der Nutzen einer zentralen Lösung in der Cloud allemal schwerer wiegen als die Angst, seine Unabhängigkeit zu verlieren.

Modernste Geräte

Zu einer einheitlichen IT-Infrastruktur gehören neben den Programmen selbstredend auch die Geräte, mit denen die Mitarbeiter ausgestattet werden. Hier treffen verschiedene Anforderungen aufeinander. Zum einen wollen viele Beschäftigte ihre privaten Mobile Devices auch im Betrieb nutzen. Oder umgekehrt: Viele Beschäftigte nutzen ihre dienstlichen Geräte auch für private Zwecke. Zum anderen erwarten die Menschen, die mit den Geräten arbeiten, einfache Handhabung, gewohnte Nutzerumgebung, minimale Abmessungen und wenig Gewicht wie bei TabletPCs oder Smartphones, gleichzeitig aber auch die Leistungsfähigkeit von Arbeitsplatz-Businessrechnern. Diese Anforderungen zu erfüllen, erweist sich vor allem vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Betriebssysteme gerade für kleine und mittlere Unternehmen als unmöglich – und sei es aus finanziellen Gründen. Immerhin müssten Schnittstellen für Windows, Linux und Mac OS X als Computersysteme und Windows Phone, iOS, Android, Bada, Symbian, Blackberry und Palm OS – um nur die wichtigsten zu nennen – geschaffen werden. Es empfiehlt sich daher auch bei diesem Thema, über eine Cloudlösung als Alternative zu existierenden Inhouse-Lösungen nachzudenken.

Positiver Nebeneffekt

Eine Cloudlösung, die den Einsatz aktuellster Technologien und neuester Gerätegenerationen ermöglicht, hat oftmals einen Effekt, der nicht in Geld aufzuwiegen ist: Das Renommee des Unternehmens als Arbeitgeber steigt. Das ist in einer Zeit, in dem viele Betriebe erfolglos auf Nachwuchssuche sind und um die Gunst neuer Mitarbeiter buhlen, ein nicht zu unterschätzender Faktor. Gleichzeitig steigt die Zufriedenheit der Mitarbeiter, wenn diese nicht durch Technikprobleme in ihrer Arbeit behindert werden. Zufriedenere Mitarbeiter sind in der Regel auch produktivere Mitarbeiter.

Großes Einsparpotential

Abschließend sei auf einen interessanten Aspekt hingewiesen, den eine Analyse des britischen Marktforschungsunternehmens YouGov hervorgebracht hat. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2013 sieht YouGov durch die Einführung flexibler Arbeit ein Einsparpotential von circa 34 Milliarden britischen Pfund (derzeit etwa 48 Milliarden Euro) für die britische Wirtschaft. Zustande kommt dieser Betrag zum Beispiel durch Einsparungen bei den Reisekosten, durch den Einsatz von freien Mitarbeitern und Outsourcing oder durch die Reduzierung von Grundstücks- und Gebäudekosten. So sagt beispielsweise das australische Beratungsunternehmen Deloitte Access Economics, dass für drei „Fernarbeiter“ ein Schreibtisch im Betrieb abgeschafft werden kann, bzw. dass jeder „Fernarbeiter“ zwischen 2,8 und 9,3 Qudratmeter Bürofläche einspart – und damit Bau-, Renovierungs- und Energiekosten. Beeindruckender als die Zahlen ist bei der YouGov Analyse allerdings die Tatsache, dass mehr als ein Drittel der befragten Entscheider flexible Arbeitsmodelle überhaupt nicht als Möglichkeit gesehen haben, um Kosten zu senken.

 


 

Cyberkriminelle steigern ihre Aktivitäten

Es gibt viele Argumente für standardisierte Prozesse in Unternehmen, aber auch ein ganz entscheidendes dagegen: Je strukturierter Abläufe sind, desto einfacher sind sie anzugreifen. Der moderne Hacker entspricht nicht dem romantischen Bild eines Nerds, der mit einer Glasbausteinbrille, koffeinhaltigen Getränken im Megapack und einem Dutzend Chipstüten neben dem Computer sitzt. Der moderne Hacker ist ein Krimineller, oftmals Mitglied einer Bande, der vor allem eines kann: Detaillierte Analysen von Computersystemen und den eingesetzten Programmen zu erstellen, Schwachstellen in den Strukturen aufzuspüren und Daten auszuspähen. „Wir haben es schon länger nicht mehr mit einzelnen Hackern oder so genannten Skript Kiddys zu tun, die versuchen in Systeme einzubrechen, um schlicht zu schauen, ob es funktioniert“, stellt auch Susanne Dehmel in ihrem Blog beim Branchenverband Bitkom fest. „Die Cyberkriminalität ist eine boomende und ausdifferenzierte, arbeitsteilig vorgehende und effizient organisierte Industrie geworden.“

Wichtigste Waffe im Kampf gegen Unternehmen und Organisationen ist Malware. Dabei handelt es sich um schadhafte Software, die zu Störungen im System führt; im schlimmsten Fall werden Server lahmgelegt und Webseiten blockiert, oder mit deren Hilfe Daten gestohlen werden können. Grundsätzlich ist zwischen neuer Malware und Zero-Day-Malware zu unterscheiden. Während neue Malware auf bereits bekannten Skripts oder Programmen basiert, wird Malware für Zero-Day-Attacken ganz individuell geschrieben. Sie ist einzigartig und auf ein ganz spezielles Netzwerk zugeschnitten. Schlimmstenfalls versucht das eingeschleuste Schadprogramm, permanent neue Berechtigungen bis zu Administratorrechten zu bekommen, um dann die Kontrolle über das gesamte Netzwerk zu übernehmen. Da Zero-Day-Attacken aufwändiger und kostspieliger sind als Variante eins, ist davon auszugehen, dass Zero-Day-Attacken vor allem benutzt werden, um ausschließlich klar definierte Ziele zu erreichen.

Die Geschichte von Angriffen mit schadhafter Software ist lang: 1988 wurde die digitale Welt erstmals mit einem Computerwurm konfrontiert, dem nach seinem Programmierer Robert T. Morris benannten Morriswurm. Damit begann der Kampf der Guten gegen die Bösen, derjenigen, die Systeme schützen, gegen diejenigen, die unbefugt in diese Systeme eindringen wollen. Dem Morriswurm folgten etliche weitere Würmer, Viren und Trojaner, die es zu großer Popularität brachten und Schäden in Millionenhöhe verursachten. Zu den bekanntesten gehören Melissa (1997), I love you (2000), Zeus (2007), das von der Hackergruppe Dragonfly entwickelte Schadstoffprogramm Havex (2013), die Malware Flame (2012 ) oder Bitcoin (2014).

Die andere Seite, die Seite der Guten, blieb nicht untätig. Mit der Einführung von Firewalls und später Next-Generation Firewalls, Stateful Packet Inspection, Anti-Virus-Software, Virtual Private Networks, URL-Filtering, Threat Intelligence und Verfahren aus dem Bereich Mobile Security, um auch hier nur einige Meilensteine zu nennen, wurden Programme und Verfahren gegen Angriffe realisiert. Doch über die Jahre hinweg wird dieser Zweikampf dadurch bestimmt, dass die Cyberkriminellen meistens im Vorteil sind. Ihr Einfallsreichtum und das technische Wissen führen dazu, dass die Verteidiger in den allermeisten Fällen nur reagieren können, also dem Problem immer hinterherhinken. Selbst wenn es gelingt, Malware zu erkennen und Signaturen zu erstellen, mit denen sie bei weiteren Angriffsversuchen theoretisch zu identifizieren wäre, machen Hacker dies in der Praxis schon durch die Programmierung minimaler Änderungen unmöglich – und der Wettlauf beginnt von vorn.

Ein Wettlauf, den Unternehmen weltweit absolut ernst nehmen müssen. Denn, so das Resümee eines Herstellers von Security-Software, der abertausende von Vorfällen bei Kunden analysierte und die erschreckenden Ergebnisse in einer Studie zusammenfasste, „im Jahr 2014 explodierten die Angriffe durch unbekannte Malware. In noch nie da gewesener Häufigkeit lanciert, verfolgte neue Malware offensichtlich ein einziges Ziel: das Stehlen von Daten.“

Es sind nicht nur Großunternehmen wie Sony, Deutsche Telekom oder jüngst TalkTalk in Groß-Britannien, die Angriffen ausgesetzt sind. Laut Beratungsunternehmen PwC war gut jedes fünfte Unternehmen schon mindestens einmal Ziel einer Cyber-Attacke. Besonders unterschätzt werden die Gefahren im Mittelstand. So stellte Hartmut Thomsen, Vorsitzender des Vereins Deutschland sicher im Netz (DsiN), Anfang Oktober im Rahmen der IT-Sicherheitsmesse it-sa fest: „Der Schutz im Mittelstand vor Cyberangriffen stagniert trotz wachsender Digitalisierung.“ Mit dieser weiter fortschreitenden Digitalisierung in den Unternehmen steigt die Zahl der Bedrohungen und realen Angriffe. Immer wieder kommen neue Gefahrenquellen hinzu. Derzeit bietet beispielsweise der steigenden Zugriff auf cloud-basierte Anwendungen Hackern neue Angriffsflächen. Der Trend, Mobilität und Flexibilität zu unterstützen und Arbeit dezentral zu organisieren bringt ebenfalls neue Gefahrenquellen mit sich. Jährlich werden millionen neuer Smartphones, TabletPCs und Notebooks gekauft, von denen ein erheblicher Prozentsatz unterwegs beruflich oder im Home-Office genutzt wird. Cyberkriminelle finden in diesen Geräten willkommene Einfallspforten in Unternehmensnetzwerke.

Wie dynamisch sich die Angriffe im Cyberspace entwickeln, zeigt die erwähnte Studie: Ihr zufolge ist eine durchschnittliche Organisation 106 mal pro Stunde von unbekannter Malware betroffen, insbesondere durch das Herunterladen von Dateien – und das 24 Stunden am Tag, sieben Tage pro Woche. Diese für 2014 festgestellte Zahl ist 48 Mal größer ist als die für das Vorjahr ermittelte. Erstaunlicherweise handelte es sich bei über der Hälfte der Downloads um infizierte PDFs, lediglich zwei Prozent waren Office-Files. Zudem stellt die Studie fest, dass 96 Prozent der Organisationen mindestens eine hochriskante Applikation nutzten, 86 Prozent der Organisationen auf schadhafte Webseiten zugriffen (und zwar fast drei Mal so häufig wie 2013), 83 Prozent der Organisationen bestehende Bot-Infektionen (siehe unten) hatten, 81 Prozent der Organisationen einen Fall von Datenverlust erlitten und 42 Prozent der Unternehmen einen Vorfall mit mobiler Sicherheit verzeichneten. Alarmierend sind auch die von einem unabhängigen IT-Sicherheitsinstitut veröffentlichten Zahlen. Denen zufolge stieg der Summe weltweit festgestellter Malware von 325 Millionen im November 2014 auf rund 400.000 Millionen im September 2015. „Allein in den vergangenen Jahren wurde mehr Malware aufgedeckt als in den vorausgegangenen zehn Jahren zuvor“, hieß es dazu.

Als besonders problematisch erweist sich ein Angriff, wenn ein Computer oder Netzwerk infiziert und dadurch als Bot (oder auch Zombie genannt) Teil eines Botnets wird. Ein Bot/Zombie erlaubt einem Dritten, die Kontrolle über bestimmte (im ungünstigsten Fall alle) Funktionen des Rechners zu übernehmen. Das Botnet verbindet eine Vielzahl dieser infizierten Rechner. Es wird von einer Einzelperson oder einer kriminellen Bande missbraucht, um Spam-E-Mails zu verbreiten, Angriffe auf andere Computer oder das Ausrollen von DDoS-Attacken zu starten. DoS ist die Abkürzung für Denial-of-Service (übersetzt etwa Dienstblockade oder Dienstverweigerung). Das zusätzliche D in DDoS steht für Distributed und weist darauf hin, dass der Angriff von mehreren verteilten Rechnern aus erfolgt. DDoS’ haben, im Gegensatz zu einer „einfachen“ Denial-of-Service-Attacke (DoS), immense Schlagkraft und können Webserver oder ganze Netzwerke regelrecht lahmlegen. Typische DDoS-Angriffe zielen regelmäßig auf die Überlastung des Access-Link, der Ressourcen der Firewall, der Web- und der Datenbankserver. DDoS haben sich in der Wirtschaftskriminalität zu einem gefragten Tool entwickelt: 2014 wurden der erwähnten Studie zufolge 48 solcher Angriffe Pro Tag registriert, im Jahr davor lediglich acht – das entspricht einer Versechsfachung.

Auch beim Thema Bot ist eine extrem dynamische Entwicklung zu beobachten: Im Vergleich zu 2013 stieg die Bot-Häufigkeit um nahezu 67 Prozent, im Vergleich zu 2012 verdoppelte sie sich sogar fast. In Sachen Datendiebstahl ging es bei den Bot-Aktivitäten vor allem um den unerlaubten Zugriff auf Bankzugangsdaten oder andere sensitive Informationen, das Außer-Kraft-Setzen von System-Sicherheitsfunktionen, die Installation von Malware, das Erschleichen eines Fernzugriffs oder das Öffnen einer Hintertür für spätere Attacken. Bedrohlich ist die Tatsache, dass Botnet-Entwickler mit ihren Aufgaben wachsen. So wurden 2014 beispielsweise die bis dahin als extrem sicher geltenden Mac-Computer von Apple Ziel eines Botnet-Angriffs, dem viele Tausend Geräte zum Opfer fielen. Dies war sicherlich eine Reaktion auf die international steigende Nutzung von Apple-Geräten und zeigt, dass kein Nutzer sich mehr sicher fühlen kann. Durch Weiterentwicklungen der kriminellen Software werden die infizierten Computer zudem im Sinne der Hacker leistungsfähiger, und Angriffe können inzwischen sogar automatisiert durchgeführt werden. War es beispielsweise früher nur möglich, dass ein Computer ein Passwort knackte, ist inzwischen durch Modifizierung von Source-Codes auch verteiltes Cracking durch mehrere Computer möglich geworden. Angreifer kommen dadurch heute viel schneller zum Ziel.

Immer beliebter für Angriffe wird bei Hackern in jüngster Vergangenheit Open Source Software (OSS). Sie macht es Kriminellen aus zwei Gründen besonders einfach: Zum einen ist ihr Quellcode für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Er kann daher von jedermann geändert oder erweitert werden. Zum anderen wird OSS in der Regel als Freeware von Enthusiasten angeboten. Da in den meisten Fällen kein Geschäftsmodell mit Gewinnerzielungsabsicht dahinter steht, sind erfahrungsgemäß nicht viele Ressourcen für die intensive Wartung sowie das Entdecken und Stopfen von Sicherheitslücken vorhanden.

In falscher Sicherheit wiegt sich, wer glaubt, dass ihn dieses Thema nicht zu interessieren brauche, da er keine OSS-Anwendungen nutzt. Man muss nicht bewusst mit OSS umgehen, indem man zum Beispiel mit WordPress oder einem der unzähligen Plug-ins dafür eine Homepage gestaltet, man wird auch bei der täglichen Arbeit und der Nutzung von Onlineangeboten ständig mit OSS konfrontiert. Ein populäres Beispiel für die damit verbundene Gefahr ist die MediaWiki-Plattform, auf der die Online-Enzyklopädie Wikipedia und tausende anderer Wiki-Seiten in aller Welt basiert. Hier wurde im vorigen Jahr ein Defekt im Code festgestellt, der Cyberkriminellen das Einspeisen von Schadsoftware in jede wikipedia.org-Webseite und in andere, interne oder webseitige Wiki-Seiten auf MediaWiki ermöglichen konnte. Vor dem Hintergrund von rund 94 Millionen Besuchern pro Monat und rund zwei Millionen mit Wikipedia verlinkten Seiten bedarf es wenig Phantasie, um sich vorzustellen, welcher Schaden bei einem Hackerangriff hätte entstehen können.

 


 

Zehn gute Gründe für Office 365

Sie suchen ein Tool, das Ihnen ermöglicht, jederzeit, von überall aus und mit den verschiedensten Geräten auf Ihre Dokumente und Projekte zuzugreifen, Kontakt zu den Mitgliedern Ihres Teams aufzunehmen und dringende Arbeiten zu koordinieren, so als säßen Sie an Ihrem PC im Büro? Dann ist Office 365 die richtige Lösung. Die aktuellste Version dieser millionenfach eingesetzten Software von Microsoft vereint bekannte Anwendungen wie Word, Excel, PowerPoint und Outlook mit praktischen Businessprogrammen wie Exchange Online, SharePoint Online und Skype for Business (zuvor: Lync) sowie der Cloud-Lösung OneDrive. Durch stetige Aktualisierungen, die optimale Anpassung an die Bedürfnisse des Unternehmens und individuelle Erweiterungsmöglichkeiten entstehen neue und moderne Möglichkeiten des Arbeitens – vor allem dort, wo es auch externe Arbeitsplätze gibt und in kleinen und mittelständischen Unternehmen, in denen es keine eigene IT-Abteilung gibt. Haben Sie Zweifel, ob sich Office 365 auch für Sie eignet? Hier sind zehn gute Gründe, die Sie überzeugen werden.

  1. Preiswerte Alternative für den Lizenzerwerb

Office 365 lässt sich individuell auf die Bedürfnisse jedes Unternehmens maßschneidern. Sie kaufen nur so viele Lizenzen, wie Sie tatsächlich benötigen, statt Geld für ungenutzte Lizenzen auszugeben oder nicht bezahlte Lizenzen widerrechtlich zu nutzen. Ändern sich die Bedingungen, zum Beispiel wenn neue Mitarbeiter eingestellt werden oder wenn Aufgabenbereiche im Unternehmen wechseln, kann Office 365 flexibel und schnell an die neue Situation angepasst werden. Microsofts neue Lizenzpolitik schützt Anwender dabei sowohl vor Über- als auch vor Unterlizenzierung.

  1. Kosten für eigene Server-Infrastruktur entfallen

Alle mit Office 365 erzeugten Daten werden unabhängig von eigenen Unternehmensservern in der Cloud gespeichert und gesichert. Dazu will man laut Microsoft ab 2016 auch deutsche Rechenzentren in Magdeburg und Frankfurt am Main nutzen. Um die Betreuung der Daten und der Server, um Wartung und Backups kümmern sich die Mitarbeiter des Rechenzentrums und der Datentreuhänder. Investitionen zum Aufbau, zum Betrieb und zur Instandhaltung einer eigenen Server-Infrastruktur entfallen damit.

  1. Individuelle Paket-Varianten stehen bereit

Office 365 steht in mehreren Paket-Varianten bereit, die abhängig von den Unternehmens- und IT-Anforderungen gebucht werden können. Jeder dieser leistungsabhängigen Tarife garantiert eine 99,9-prozentige Verfügbarkeit und zuverlässige hohe Sicherheit.

  1. Schutz und Sicherheit nach deutschen Standards

Mit Office 365 werden Daten physikalisch und digital bestmöglich geschützt. Microsoft Exchange Online integriert Antiviren- und Antispam-Anwendungen. Regelmäßige und zuverlässige Backups erhöhen den Schutz der Daten, eine erstklassige Notfallwiederherstellung und verbindliche Datenschutzrichtlinien versprechen zusätzliche Sicherheit. Zudem unterstützt Office 365 die Einhaltung firmenspezifischer Regeln und Richtlinien. Standardvertragsklauseln der EU und eine Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung stehen als optionale Vertragsergänzungen kostenfrei zur Verfügung.

  1. Einfache Integration in die Unternehmens-IT

Die Integration von Office 365 in die Unternehmens-IT ist auch für unerfahrene Nutzer ohne IT-Spezialisten möglich. Das Paket bietet KMUs dazu unter anderem eine verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung und die sogenannte Verwaltungskonsole. Dort können alle Dienste schnell und einfach gesteuert werden. So lassen sich mit wenigen Mausklicks beispielsweise neue Nutzer und Zugriffsrechte einrichten oder E-Mail-Regeln definieren.

  1. Eine Lizenz gilt für bis zu fünf Geräte

Eine Benutzerlizenz erlaubt jedem Anwender, das Office-Paket auf maximal fünf Endgeräten einzusetzen. So kann Office 365 zum Beispiel auf zwei Windows-Rechnern im Büro, einem Surface für unterwegs, einem MacBook und einem kompatiblen Smartphone im privaten Bereich installiert werden. Dank der hohen Kompatibilität ist gewährleistet, dass die Anwednungen auf jedem Gerät und mit jedem benutzten Betriebssystem in der selben Weise formatiert werden.

  1. Zahlreiche Apps erhöhen die Produktivität

Über die normale Funktionalität hinaus lässt sich Office 365 durch zusätzliche Apps erweitern, die den Mehrwert des Paketes steigern. So gibt es zum einen Apps, die die Nutzung der Software auf unterschiedlichen Geräten ermöglichen, zum anderen stehen Business-Applikationen bereit, die zum Beispiel dazu beitragen, konkrete Aufgabenstellungen innerhalb von Unternehmen zu lösen, die bei der Suche nach Dokumenten helfen oder dazu beitragen Projekte zu verwalten und zu dokumentieren.

  1. Die Flexibilität des Arbeitens wird erhöht

Office 265 erhöht die Flexibilität der Mitarbeiter und verwandelt Smartphones oder Tablets in mobile Büros, mit denen der Nutzer jederzeit nicht nur auf die Dokumente zugreifen kann, sondern auch auf Mails und den Kalender mit Outlook. Wer häufiger in Gegenden arbeitet, in denen kein mobiler Internetzugang möglich ist, kann Dateien und Anwendungen regelmäßig synchronisieren und dadurch auch auf dem Mobilgerät offline auf den aktuellen Stand zugreifen. Zudem können die Mitarbeiter Dokumente gleichzeitig bearbeiten und geplante oder auch spontane Onlinemeetings durchführen.

  1. Projekte lassen sich optimal überschauen

Mit Office 365 lassen sich alle Projekte überschauen, die Zugriffe verwalten und alle beteiligten Personen, Änderungen und Informationen schnell aufspüren. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn für bestimmte Projekte externe Mitarbeiter integriert werden sollen. Dann kann beispielsweise mit schnell einzurichtenden Teamwebsites eine Nachrichtenzentrale geschaffen werden, die einen Überblick über Besprechungsnotizen, E-Mail-Nachrichten gibt. Zeitaufwändiges und umständliches Scrollen in langen Mailverläufen gehört damit der Vergangenheit an. Wer noch mehr Tools benötigt, kann auch auf Gruppenkalender, Teamchat und Videotelefonie zurückgreifen.

  1. Verbesserte Kommunikation über Skype

Während die Vorgängerversion Lync es nur zuließ, Audio- Video- oder Webkonferenzen innerhalb des Lync-Systems durchzuführen, kann mit der neuen Skype for Business Variante auch mit Teilnehmern kommuniziert werden, die nur die kostenlose Skype Anwendung nutzen, aber nicht im Besitz von Office 365 oder Lync sind. Weitere nützliche Features sind hier die Anwesenheitsinformation in Echtzeit, virtuelle Whiteboards und die Bildschirmfreigabe, die vor allem der Verbesserung der Kommunikation mit dem Kunden dienen. 

 


 

Warum das Microsoft Surface Pro 4 die Ärzteschaft erfreut

Viele Ärzte sind frustriert: Zwar hat die Digitalisierung schon längst auch die Welt der Medizin erfasst, aber die Wahrscheinlichkeit, stets und von überall auf notwendige Informationen zugreifen zu können, geht derzeit noch gegen null – insbesondere in Krankenhäusern und großen Praxen, in denen Patientendaten auf zentralen Servern gespeichert sind. Denn es ist bislang nahezu unmöglich, mit nur einem einzigen, möglichst mobilen Gerät auf alle Datenbanken und Informationen zugreifen zu können. Dabei wachsen mit dem Fortschreiten der Medizintechnik auch die Ansprüche an die technologischen Fähigkeiten der Ärzte, auch im Hinblick auf den Umgang mit Computern zu Informations- und Kommunikationszwecken. Gleichzeitig sollen sie patientenorientierter arbeiten und in der Lage sein, schnell auf das Informationsbedürfnis der Patienten zu reagieren.

Um alle Anforderungen und Erwartungen erfüllen zu können, müssten Ärzte mit einer Kombination aus Smartphones, Tablets, Notebooks und stationären Computern ausgestattet sein. Dies ist in der Praxis natürlich unmöglich. Die Frustration der Ärzteschaft ist daher nachvollziehbar. Wenig Erstaunen ruft deshalb das Ergebnis einer Umfrage der US-amerikanischen Non-Profit-Organisation Healthcare Information and Management Systems Society (HiMSS) hervor. Sie vertritt weltweit über 50.000 Mitglieder und fasste bereits im vorigen Jahr eines der Umfrageergebnisse so zusammen: „Ärzte wünschen sich mobile Geräte, die Sicherheit, hohe Geschwindigkeit und einfache Bedienung auf vergleichsweise kleinen Bildschirmen garantieren.“ Diese gab es bislang nicht in der von den Medizinern gewünschten Art. Die Reaktion der Ärzte auf diesen Mangel nennt das Unternehmen Epocrates, ein Spezialist für die Entwicklung medizinischer Apps, ein modernes Rätsel: „Obwohl Ärzte nur allzu gern von den Vorteilen profitieren würden, die ihnen mobile Geräte bieten, verzichtet ein Großteil darauf, weil es ineffizient und zu teuer ist und weil die permanente Unterbrechung des Workflows durch das ständige Umschalten zu anderen Geräten mehr negative als positive Effekte mit sich bringt.“

Zufriedene Nutzer

Mit der Einführung des Microsoft Surface Pro 4 hat sich diese Situation geändert: Das Produkt repräsentiert eine neue Generation mobiler Geräte, auf die die Ärzteschaft lange gewartet hat. Erste Nutzer aus dem Medizinbereich waren schnell davon überzeugt, dass das Microsoft Surface Pro 4 in seinem kleinen Gehäuse alles bietet, um andere Geräte wie traditionelle Tablets, Notebooks und stationäre Computer komplett zu ersetzen. Einigkeit unter den Anwendern herrschte vor allem darin, dass das neue Surface die Leistungsfähigkeit und Effektivität verbessert. Nutzer müssen jetzt nicht mehr mit mehreren unterschiedlichen Geräten jonglieren, um auf zentrale Daten zugreifen zu können. Mit seinem hochauflösenden Display und seinem Präzisionsstift unterstützt das Surface Pro 4 die Nutzer und macht den Zugriff auf die gewünschten Daten so angenehm wie auf einem Desktop-Computer. Dabei läutet vor allem der mitgelieferte Stift eine neue Ära der Bedienfreundlichkeit auf einem mobilen Endgerät ein, denn viele medizinische Datenanwendungen, etwa Charts von Krankengeschichten, sind per Touch- und Wischbewegung nur äußerst schwierig zu steuern.

Erwähnenswert ist darüber hinaus, dass das Gerät mit einem kompletten Windows Betriebssystem ausgestattet ist und sich so in jede standardisierte Krankenhaus- und Praxissoftware integrieren lässt. Damit ermöglicht das Gerät den Ärzten gleichermaßen die gewünschte Mobilität und den Zugriff auf umfassende Informationen genau an dem Ort, wo beides gebraucht wird. Hier liegt ein bedeutender Unterschied zu Geräten, die auf iOS- oder Android-Basis arbeiten. Sie lassen sich nicht ohne Probleme in jede Krankenhaus-Software integrieren und laufen oftmals nur in einer „Light“-Version, die den Ärzten nur einen Teil der erforderlichen Funktionen bietet.

Sieben Pluspunkte

Bei den Ärzten, die bereits die Gelegenheit hatten, Praxiserfahrungen mit dem Surface Pro 4 oder seinem Vorgänger Surface Pro 3 zu sammeln, kristallisierten sich sieben Pluspunkt für den Einsatz des Microsoft-Produktes heraus:

1.) Verbesserung der individuellen Erfahrung. Ärzte wollen nicht mit Technik kämpfen. Aber genau das war erforderlich, wenn sie ihren Standort veränderten und sich im Büro, im Kranken- oder Konferenzzimmer und auf den verschiedenen Stationen immer wieder neu in Geräte und Anwendungen ein- und ausloggen mussten. Vor allem dort, wo Firewalls eingesetzt werden, war die Arbeit mit mobilen Geräten oftmals unnötig kompliziert. Zudem wirkte sie sich negativ aus das Verhältnis zum Patienten aus, weil die Ärzte diesen beim Eingeben von Pinnummern und Passwörtern den Rücken zudrehen mussten.

2.) Unterstützung individueller Vorlieben. Das Surface Pro 4 unterstützt die von den jeweiligen Nutzern bevorzugte Art und Weise zu arbeiten und ihre individuellen Vorlieben beim Gebrauch mobiler Endgeräte. Das Gerät kann per Touch- oder Stiftsteuerung genutzt werden. Ein besonderer Pluspunkt ist hier die hohe Präzision des Stiftes. Mit ihm lassen sich auch kleinste Menüpunkte sicher und schnell aufrufen. Weiterhin kann der Nutzer bei Bedarf eine Tastatur anstecken. Zudem lassen sich per USB-Anschluss weitere externe Eingabequellen wie Mikrofone nutzen. Diese Tatsache ist deshalb hervorzuheben, da USB 2.0 eine gängige Technologie ist, die aber zum Beispiel mit einem iPad nur sehr umständlich über den Umweg eines weiteren Zubehörs genutzt werden kann. Die Handschrifterkennung sorgt schließlich dafür, dass der Arzt schnell Krankenakten ergänzen, Dokumente unterschreiben, sich Notizen machen oder Bilder mit Anmerkungen versehen kann.

3.) Die Anforderungen am Behandlungsplatz werden erfüllt. Neben den präzisen und flexiblen Eingabeoptionen unterstützt Surface die Nutzung des kompletten Bestandes elektronischer Patientenakten, und zwar über alle Fachbereiche hinweg. Dank der Nutzung des Windows Betriebssystems stehen dem Arzt dabei auch Dateien zur Verfügung, die mit Geräten anderer Betriebssysteme unter Umständen nicht geöffnet und gelesen werden könnten. Außerdem versetzt es den Arzt in die Lage, vom Ort der Behandlung aus, also beispielsweise in der Notaufnahme, am Krankenbett oder im Behandlungszimmer, die Integration neuer Fallakten ins System zu starten. Werden neue Informationen oder Daten hinzugefügt oder muss der Arzt etwas bestellen, kann dies mit Surface direkt erledigt werden, ohne dass der Arzt einen stationären Computer suchen muss.

4.) Die Produktivität wird erhöht. Dadurch, dass Surface dem Arzt alle benötigten Daten genau dort zur Verfügung stellt, wo sie benötigt werden, erhöht sich die Effizienz der ärztlichen Tätigkeit. Die Folge ist, dass der Arzt mehr Patienten pro Tag behandeln kann. So wurde beispielsweise in einer Gemeinschaftspraxis, in der fast 80 Ärzte arbeiten, festgestellt, dass sich die Zeit zum Dokumentieren des Blutdrucks auf 33 Sekunden senken lässt, die Zeit zum Dokumentieren der Körpertemperatur auf 13 Sekunden. Diese Verbesserungen führten dazu, dass pro Patient etwa eine bis anderthalb Minuten eingespart werden. So konnte sich jeder Arzt bei einer Taktung von zehn bis 20 Minuten pro Patient um einen Patienten pro Tag mehr kümmern. Darüber hinaus wird Zeit dadurch gespart, dass die Ärzte nicht mehr wie Detektive nach Informationen suchen müssen. Dieser Zeitgewinn kann genutzt werden, um die Interaktion mit dem Patienten effektiver zu gestalten.

5.) Die Genauigkeit wird erhöht. Die Verbesserung der ärztlichen Effektivität sorgt wiederum für eine Erhöhung der Genauigkeit, mit der die elektronischen Fallakten im System geführt werden. Einerseits sind die Angaben präziser, die ein Arzt zu einem aktuellen Patienten macht, wenn dies bereits unmittelbar während oder kurz nach der Behandlung geschieht. Andererseits können durch Befragungen während der Behandlung fehlende Angaben aus früheren Behandlungen und Gesprächen ergänzt und mögliche Falscheintragungen korrigiert werden. Standardisierte, und über das Surface abrufbare Fragenkataloge tragen zudem dazu bei, dass keine Punkte vergessen werden. Alles in allem wird es dem Arzt auf diese Weise erleichtert, richtige Schlüsse im Sinne des Patienten zu ziehen. Das trägt zur Verbesserung der Qualität der Behandlung bei und wirkt sich positiv auf das Vertrauensverhältnis aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient wiederkommt, steigt.

6.) Vereinfachte Integration. Surface benutzt ein Windows Betriebssystem. Damit ist im Vergleich zum iPad die Integration in ein vorhandenes Patientenakten-Managementsystem auf Windows-Basis einfacher und kostengünstiger. „Ich kann die vorhandene Software und alle Tools nutzen, um das Surface zu konfigurieren, die ich auch zum managen meines Desktops und meines Servers einsetze“, sagt ein Arzt, der seit geraumer Zeit das Surface Pro 4 in seiner Praxis benutzt. Auch in Krankenhäusern und Großpraxen, in denen Systemadministratoren vielfältige Benutzerrechte vergeben, verschiedene Betriebssysteme miteinander kombinieren und immer wieder Updates für unterschiedliche System machen müssen, wird die Implementierung durch die Konzentration auf Windows-Software erleichtert und geht kostengünstiger vonstatten. Aus den gleichen Gründen wird die Nutzung von Cloud-Diensten ebenfalls vereinfacht und verbessert. Dies gilt auch für Anwendungen von Drittanbietern auf dem Surface, denn Microsoft garantiert durch Cloud-Synchronisation dieselbe Leistungsfähigkeit wie bei anderen Geräten.

7.) Verbesserung des Wohlfühlerlebnisses für Patienten. Dadurch, dass das Surface die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht erleichtert, können Ärzte ihre Behandlungen persönlicher gestalten, als wenn sie einen Desktop-Computer benutzen. Gleichzeitig kommt Patienten die Zeit zugute, die die Ärzte dadurch gewinnen, dass sie sich unmittelbar vor der Behandlung über die komplette Krankengeschichte informieren können und so stets auf dem aktuellsten Stand sind. Schließlich versetzt Surface Ärzte in die Lage, ihre Patienten durch Fotos und Graphiken detaillierter an ihrer Krankengeschichte teilhaben zu lassen und ihnen Diagnosen und Behandlungsvorschläge besser erläutern zu können.

Fazit

Betrachtet man alle Vorteile, lässt sich leicht die Prognose stellen, dass mehr und mehr Krankenhäuser und Arztpraxen zukünftig Surface einsetzen werden. Durch die Möglichkeit, ein einziges Gerät für alle Computererfordernisse zu nutzen, können sie gleichzeitig Geld sparen, die Behandlungen verbessern und die Zufriedenheit der Patienten steigern. Darüber hinaus erfüllt Surface auch im Hinblick auf das Design, die Sicherheit, die Handhabung, die Konnektivität und die Integrationsfähigkeit in bestehende Systeme die meistgenannten Wünsche, die Mediziner für mobile Geräte äußern. Und natürlich wirkt sich der Einsatz des Gerätes auch positiv auf den wichtigsten Erfolgsfaktor für Ärzte aus: ihr Verhältnis zum Patienten. 

 


 

Neue Geschäftsmodelle durch Augmented Reality, Virtual Reality und 360°-Kameras

Enormes Potential in der virtuellen Welt

Die Zahl neuer Einsatzmöglichkeiten von Bildern in der digitalen Welt wird größer und größer. Anwendungen wie Augmented und Virtual Reality (erweiterte und künstliche Wirklichkeit) haben zum Beispiel in jüngster Zeit in mannigfaltiger Weise Einzug in den Alltag gehalten. Einen neuen Schub erhält diese Entwicklung durch die Präsentation immer neuer 3D-Kameras. Davon profitieren können neben den Nutzern vor allem Fotografen und Handelsunternehmen. Für die öffnen sich vollkommen neue Geschäftsmodelle.

Was sind AR und VR?

Wenn Sie schon einmal eine Fußballübertragung im TV verfolgt haben, dann hatten sie bereits Kontakt mit Augmented Reality, denn die virtuelle Abseitslinie oder die bunten Kreise und Linien, die die Bewegungen einer Vierer- oder Fünferkette darstellen, sind eine ganz schlichte Form der erweiterten Realität. Diese Variante ist allerdings in der Regel nicht gemeint, wenn über Augmented Reality philosophiert wird. Dann geht es vielmehr darum, per zuvor installierter Software Zusatzinformationen in ein Bild oder zu einem realen Objekt zu projizieren, das auf einem Monitor erscheint. Unter Monitor sind dabei zum Beispiel die Bildschirme von Smartphones und Tablets zu verstehen, es können aber auch Brillen wie die Moverio von Epson, Google GlassBrillengläser oder – in jüngster Zeit immer häufiger online und im Bekleidungshandel am PoS zu beobachten – spezielle interaktive Spiegel sein. Das kalifornische Unternehmen CG Brothers, das auf die Entwicklung computergenerierter Inhalte für alle Arten von Medien spezialisiert ist, hält sogar Kontaktlinsen für AR-tauglich. Diese Anwendungen haben gemeinsam, dass der Nutzer eine (im Gerät bereits integrierte oder zusätzliche) Kamera benötigt, um ein Bild zu scannen und damit der AR-Software die Möglichkeit zu geben, bestimmte Muster zu erkennen und dahinter „verborgene“ digitale Inhalte wie Texte, Videofilme, Audioclips oder 3D-Modelle anzuzeigen.  

Virtual Reality hingegen meint, dass sich der Anwender mit Hilfe einer entsprechenden VR-Brille in einen abgeschlossenen virtuellen Raum begibt. Er riecht, hört und fühlt die reale Umgebung natürlich noch, aber er sieht nicht mehr, wohin er sich bewegt und was um ihn herum geschieht. Obwohl die VR-Technologie nach wie vor in den Kinderschuhen steckt, gibt es mittlerweile ein nennenswertes Angebot an VR-Brillen. Das Angebot variiert hinsichtlich Qualität, Leistungsfähigkeit und Einsatzmöglichkeiten. Schon für wenige Euro können Bastler Bausätze wie Google Cardboard für ihr Smartphone kaufen. Wer mehr Geld investieren will, hat die Qual der Wahl: Mit der VR One Plus von Carl Zeiss, der Vive von HTC, der LG 360 VR, der Discovr Gear von Samsung, der Oculus Gear VR, der Oculus Rift oder der seit einigen Wochen in Deutschland verfügbaren Mixed-Reality-Variante HoloLens von Microsoft stehen hochwertige Produkte renommierter CE/IT-Unternehmen bereit, für die durchaus Preise in vierstelliger Höhe aufgerufen werden.

Vielfältige Anwendungen

Ob „Augmented“ oder „Virtual”: Fest steht, dass beide Technologien inzwischen aus den Kinderschuhen herausgewachsen und in der Gesellschaft angekommen sind – und mit „Mixed Reality (MR)“ auch bereits ein neuer Begriff für diese Anwendungen gefunden wurde. Immer mehr Unternehmen setzen die Möglichkeiten ein, um beispielsweise Produktentwicklungen und Arbeitsabläufe effektiver zu gestalten, Schulungen durchzuführen oder crossmediale Marketinginstrumente zu entwickeln. Vorreiter sind hier die Automobil- und die Tourismusbranche sowie die Medizin. Erfreulich für Fotografen und den Handel: Die entsprechenden Inhalte müssen produziert, die passenden Geräte verkauft werden. Dabei sagen Experten einen immensen Anstieg der Nachfrage nach 3D-Inhalten voraus – am Computer erzeugt oder in der Realität mit der Kamera aufgenommen.

Großer Optimismus

Das wirtschaftliche Potential ist nicht abzuschätzen, aber verschiedene Prognosen bestätigen diesen Optimismus. So wollen beispielsweise deutsche Unternehmen laut einer Gemeinschaftsuntersuchung von Deloitte, dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT und dem Digitalverband Bitkom aus dem Mai 2016 in den nächsten vier Jahren knapp 850 Millionen Euro in innovative Anwendungen aus dem VR- und MR-Bereich investieren. Das Online-Portal Statista geht davon aus, dass sich der weltweite Absatz von Virtual Reality-fähigen Heimdisplays (zum Beispiel Monitore oder Brillen) von 14,9 Millionen Stück in diesem Jahr bis 2018 auf 38,8 Millionen Stück mehr als verdoppeln wird, und dass allein in Deutschland der Gesamtumsatz mit Virtual Reality bis zum Jahr 2020 von 160 Millionen Euro (2016) auf 290 Millionen Euro anwachsen wird. Dabei wird sich vor allem der Content mit einer Steigerung von 30 Millionen Euro auf 730 Millionen Euro besonders rasant entwickeln. Das Onlineportal Zukunftdeseinkaufens.de hat bereits im vorigen Jahr in einer Umfrage herausgefunden, das 78 Prozent (also drei von vier) der potentiellen Kunden bereit sind, Produkte in der Umgebung oder Bilder zu scannen und so Informationen über Preis und Verkaufsort erhalten.

Wie blitzartig Steigerungszahlen und Umsatzzuwächse zu erzielen sind, hat die Veröffentlichung der Pokémon Go App am 13. Juli 2016 bewiesen: Laut YouGov, einem internationalen Marktforschungs- und Beratungsunternehmen, hatten allein in Deutschland seit der Einführung 7,7 Millionen Nutzer (rund elf Prozent der Gesamtbevölkerung) das Spiel auf eines ihrer Geräte heruntergeladen und installiert, von denen Anfang Oktober immer noch 7,1 Millionen aktiv spielten. „Beeindruckend ist dabei die hohe Anzahl der In-App-Käufe“, stellt YouGov auf seiner Internetseite fest. „Mehr als 1,6 Millionen deutsche Pokémon Go Nutzer […] haben seit der Markteinführung Geld für In-App-Käufe ausgegeben. Jeder Zweite von ihnen gibt dabei zwischen einem bis 20 Euro aus, jeder Vierte zwischen 20 und 60 Euro. Rund jeder Zehnte (neun Prozent) sogar über 100 Euro.“

Beispiele aus dem Handel

Viele Handelsunternehmen haben inzwischen das Potential erkannt, das mit AR und VR zu erzielen ist. Hier einige Beispiele:
• Kunden des Bekleidungsherstellers Hugo Boss konnten im Rahmen einer Aktion eine „Hugo Boss Blue Magic“ Karte vor eine im Schaufenster angebrachte Kamera halten und nach dem Betrachten einer Fashion Show einen Gutschein gewinnen, den sie direkt im Laden einlösen können.
• Der Spielwarenhersteller Lego bietet seinen Kunden in vielen Shops einen speziell entwickelten AR-Kiosk an. Halten die Kunden eine geschlossene Verpackung vor die im Kiosk eingebaute Kamera, erscheint auf dem Bildschirm der Inhalt der Verpackung in zusammengebautem Endzustand.
• Sportschuhfabrikanten wie Adidas und Converse setzen AR ein, um potentiellen Kunden die Möglichkeit zu geben, am Point of Sale das gewünschte Schuhmodell nicht nur an sich selbst zu begutachten, sondern auch Farben und Ausstattungsvarianten beliebig zu ändern.
• Der größte deutsche Parkettproduzent Hamberger Flooring hat in seinem Showroom in Stephanskirchen für seine Handelskunden einen digitalen PoS eingerichtet. Der bietet unter anderem die Möglichkeit, mit Hilfe einer 3D-Brille die 360-Grad-Perspektive des vom Kunden „gestalteten“ Wohnraums direkt zu begutachten.

Einkaufen im 3D-Modell

Virtual Reality Anwendungen bieten darüber hinaus die Möglichkeit, realistische Einkaufserlebnisse zu schaffen, ohne dass ein Laden tatsächlich in der realen Welt existieren muss. So entwickelt zum Beispiel der 2008 gegründete Onlineportalbetreiber kaufda (heute mehrheitlich im Springer Konzern angesiedelt und international unter dem Namen bonial.com aktiv) derzeit die App „kaufDA VR für Oculus Rift“. Bereits die derzeit noch aktuelle Vorversion bietet Features wie virtuelle 360°-Räume mit umfassendem 3D-Erlebnis. Die Panorama-Technologie ermöglicht Verbrauchern dabei das Eintauchen in die Produktwelt eines virtuellen Ladengeschäfts. Nutzer können durch den virtuellen Shop flanieren, Preise prüfen, Angebote betrachten und sich dabei beliebig in alle Richtungen drehen und umsehen. Auf Wunsch erhalten sie zusätzliche Produktinformationen. Favorisierte Produkte können sie vom Headset aus zum persönlichen Einkaufszettel auf das Smartphone übertragen. Für den Kunden bietet diese App laut Bonial.com Vorstand Christian Gaiser neben den genannten Funktionen zwei weitere Pluspunkte: „Der Nutzer muss zum Besuch des Geschäftes seine Wohnung nicht verlassen, und auch Einschränkungen durch Ladenschlusszeiten fallen weg.“

Gute Erfahrungen haben bereits Bekleidungshändler gemacht, die eine auf AR-Technologie basierende „virtuelle Anprobe“ in ihren Onlineshop integriert haben. Kunden halten sich in einem solchen Shop verschiedenen Untersuchungen zufolge vier bis fünf Mal länger auf als gewöhnlich und kaufen nicht nur Einzelteile, sondern komplette Looks. Dadurch steigt die durchschnittliche Höhe der Warenkörbe, was insgesamt zu einem etwa 20prozentigen Umsatzplus führt.

Potential für den Handel

Um AR und VR zu nutzen, muss man kein Konzern sein. Auch der einzelne Fotohändler oder der Studiofotograf kann von den Möglichkeiten auf vielfältige Weise profitieren. Mit Virtual Reality kann jeder stationäre oder Onlinehändler ­– das Beispiel kaufda zeigt es – (theoretisch) das komplette Sortiment der gesamten Fotobranche in einem virtuellen Geschäft anbieten, oder – realistischer – sein Angebot sinnvoll um Produkte erweitern, für die er keinen Platz im Lager oder am PoS hat. Das klingt nach viel Aufwand, aber mit einer geeigneten Ausstattung und einem kompetenten Dienstleistungspartner lassen sich heutzutage mehrere tausend Artikel pro Monat relativ kostengünstig in einen virtuellen Shop integrieren. AR-Angebote im Laden können dem Kunden zusätzliche Informationen zu Produkten liefern, seien es die verschiedenen Gehäusefarben eines neuen Kameramodells oder eine Darstellung der unterschiedlichen Ausstattungsvarianten eines modularen Taschen- und Rucksacksystems in realen Anwendungszenarien. Oder der Fotohändler kann den Workflow einer Panoramaaufnahme demonstrieren, vom Aufbau des Equipments über die detaillierte Erläuterung der Kamerafunktionen und -arbeitsweise bis zur finalen Bildbearbeitung am Rechner. Denkbar ist auch, dem Kunden seine Fotos in virtuellen Rahmen und Passepartouts zu zeigen oder Kunden per aufpoppendem Videofilm die Bedienung eines Fotokiosks zu erläutern. Weiteren Ideen sind kaum Grenzen gesetzt.

Zu den Pionieren beim Einsatz von VR gehört die Reisebranche. So erobern beispielsweise digitale Tools beim Reiseveranstalter TUI immer mehr die Beratungsfläche. Dazu zählen auch VR-Brillen, mit denen Kunden bereits erste Schritte im potentiellen Urlaubsziel machen können. Dank 360-Grad-Panoramen und 3D-Modus ist die Atmosphäre vor Ort schon im heimischen Reisebüro spürbar. Solche digitalen Tools sprechen laut TUI vor allem moderne, internetaffine Kunden an. Laut einer von TUI in Auftrag gegebenen Studie macht ein solches Erlebnis den Besuch im Reisebüro vor allem für junge Kunden attraktiver.

Die Produktion eines VR-Auftritts ist natürlich kosten- und zeitintensiv. Einfacher, schneller und preiswerter ist die Entwicklung von AR-Inhalten, die von vielen spezialisierten Dienstleistern angeboten wird. Einfachste Variante ist die Erweiterung von Printprodukten durch AR-Inhalte. So können beispielsweise Poster im Schaufenster, Anzeigen in der lokalen Tageszeitung, Prospekte und Werbebriefe so gestaltet werden, dass mit der entsprechenden App Zusatzinformationen oder „Belohnungen“ für den Kunden, etwa Gewinnspiele, abrufbar werden. Aktuelles Beispiel für eine solche Aktivität ist die Anfang Oktober gestartete Media Markt Soundwochen Imagekampagne. In deren Rahmen spickte der Konzern seinen Inhouse-Prospekt mit Augmented Reality Inhalten. Besitzer der entsprechenden App konnten so zusätzliche digitale Inhalte entdecken – inklusive einem extra Feature für Pokémon-Trainer.

Betrachtet man nicht einzelne Produkte oder Angebote, sondern das komplette Geschäft als eigenen Kosmos, lassen sich auch dafür verkaufsfördernde AR-Applikationen ersinnen. So kann der Kunde zum Beispiel schon beim Betreten des Geschäftes auf Sonderangebote oder eine Sortimentserweiterung aufmerksam gemacht werden. Das Geschäft als Teil eines Einkaufszentrums oder einer Geschäftsstraße kann schließlich davon profitieren, dass dem Kunden der Standort, das Sortiment oder aktuelle Angebote auf seinem mobilen Endgerät angezeigt werden. Eine solche Anwendung ist um so erfolgversprechender, je mehr Geschäfte und Anbieter sich beteiligen.

Content wird benötigt

Für Contentlieferanten wie Fotografen und Videofilmer versprechen AR und VR ebenfalls gute Umsatzmöglichkeiten, denn in der Regel bestehen digitale Zusatzinhalte nicht nur aus Text, sondern auch aus stehenden oder sich bewegenden Bildern. Will man sein komplettes Geschäft in einer VR-App abbilden, müssen gegebenenfalls viele tausend Produkte fotografiert werden, will man seinen Kunden einen virtuellen Rundgang durch sein Geschäft anbieten, muss auch hier ein Profi für die entsprechenden Aufnahmen sorgen. Dabei muss der Auftraggeber kein Großunternehmen sein. Auch die orthopädische Gemeinschaftspraxis oder das kleine Café an der Ecke haben die neuen digitalen Möglichkeiten unter Umständen als Marketinginstrument für sich entdeckt und benötigen dafür das Bildmaterial.

Hilfreich für die Produktion entsprechender Inhalte sind die zahlreichen (neuen) 360-Grad-Kameras. Sie können trotz ihres zweifellos hohen Spaßfaktors schnell zu einem einträglichen Produktionsmittel werden. Auch hier hat der Nutzer, egal ob Profifotograf oder interessierter Kunde im Fotogeschäft, die Qual der Wahl. Das Sortiment wächst stetig, und auch hier sind das Leistungs- und Preisspektrum breit gefächert. Zu den derzeit populärsten 3D-Kameramodellen gehören die Thetas von Ricoh Imaging, die Nikon Keymission, die 360fly HD, Die Samsung Gear 360 oder die Insta 360 Nano, die als aufsteckbares Zubehör für iPhones mit Lightning-Schnittstelle entwickelt wurde. Als Spitzenprodukt für besondere Anwendungen hat GoPro hier seine VR Odyssey platziert: In einem speziellen Rigg werden 16 Hero-4-Black-Kameras verbaut, mit denen sich stereoskopische 360-Grad-Aufnahmen in 8K produzieren lassen. Das Set kostet rund 15.000 US-Dollar und steht aufgrund beschränkter Produktionskapazitäten nur für qualifizierte Käufer bereit – eine Investition, die sich aber schnell rechnen kann.

 


 

Onlineangebote für Fotografen und Bilddienstleister bieten Vor und Nachteile

Die Bewältigung der Bilddatenmengen

Big Data und Cloud sind Begriffe, mit denen sich alle, die professionell mit Fotos umgehen, auseinandersetzen müssen. Selbst Skeptiker der digitalen Welt, die die Digitalisierung ihres Unternehmens und ihrer Arbeit noch nicht mit Ernsthaftigkeit betreiben, werden sich langfristig mit diesen Themen auseinandersetzen müssen, um den Anschluss im Wettbewerb nicht zu verlieren. Die virtuelle Welt hat viel Positives, vor allem mit Blick auf Speicherung, Marketing- und Vertriebsmöglichkeiten. Sie birgt aber auch Gefahren.

Mit steigender Dateigröße pro Aufnahme kommen bei Fotografen schon bei einzelnen Shootings schnell viele Gigabyte, manchmal gar Terabyte zusammen. 4K ist inzwischen Alltag. 6K und 8K stehen in den Startlöchern. Panorama- und 360°-Fotografen überschreiten oft mit einem einzigen Motiv bereits die Gigabyte-Schwelle. Diese immer größeren Datenmengen sollen – oder müssen – gespeichert werden, sei es für einen vorübergehenden Vertragszeitraum, sei es für die Ewigkeit. Speichermöglichkeiten gibt es viele, aber bei der Verwendung von „realen“ Speichermedien stellt sich die Frage, wie lange sind diese benutzbar, wie lange existieren die erforderlichen Schnittstellen noch, was geschieht im Falle mechanischer Beschädigung oder des Verlustes, zum Beispiel durch Hochwasser oder einen Brand? Die Industrie hat zudem in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass für sie das langfristige Beibehalten von Standards, vor allem bei Schnittstellen, uninteressant ist. Wer arbeitet heute beispielsweise noch mit SCSI- oder Firewire-Anschlüssen, wer hat in seinem Rechner heute noch einen Steckplatz für 3,5”-Disketten? Selbst auf DVD-Inhalte lässt sich mit vielen aktuellen Tabletop-Computern oder Notebooks nicht mehr ohne externes Zusatzlaufwerk zugreifen. Bei digitalen Inhousespeichern wie Homeservern oder NAS-Systemen besteht zudem die Gefahr, Opfer eines Angriffs von außen zu werden, sobald das entsprechende Gerät mit dem World Wide Web verbunden ist.

Wohin mit den Daten?

Wer sich als Fotograf oder Bilddienstleister gegen Datenverlust absichern will, muss also viel Zeit und Geld investieren, um Daten immer wieder auf die aktuellsten Speichermedien zu überspielen oder Sicherheitssysteme up to date zu halten, um Hackerangriffen vorzubeugen. Stattdessen kann er sich auch eines Dienstleisters wie dem in Kyllburg in der Eifel ansässigen Bildservice Wehmeyer bedienen. Der bietet einen sogenannten „No Cloud Service“, bei dem Daten vom Kunden absolut sicher verschlüsselt auf besondere Archiv-Festplatten überspielt und anschließend in Tresoren bei Wehmeyer gelagert werden. Dem Vorteil des Höchstmaßes an Datensicherheit steht hier der Nachteil gegenüber, dass der Kunde nicht zu jeder beliebigen Zeit auf seine Daten zugreifen kann, da keinerlei Netzverbindung zu den Speicherplatten besteht. Sinnvoll ist dieses Angebot aber zum Beispiel für Backups oder für besonders wichtige Datensätze.

Als Alternative zur Speicherung auf eigenen physischen Datenträgern und deren Lagerung im Betrieb oder den eigenen vier Wänden bieten sich sogenannte Clouddienste an. Dort werden die Daten zwar auch auf Servern gelagert, diese befinden sich aber in Rechenzentren von Großunternehmen, bei denen die Sicherung der Daten Teil ihres Geschäftsmodells ist. Oder sein sollte. Der Hackerangriff auf den Internetkonzern Yahoo im September, bei dem die Daten von mindestens einer halben Million Nutzer gestohlen wurden, ist nur der jüngste einer ganzen Reihe derartiger Vorfälle, bei denen sich sicher geglaubte Daten als unsicher entpuppten. Es gibt vermutlich eine ganze Reihe von Menschen, die solche Ereignisse mit einem Schulterzucken abtun, weil sie der Meinung sind: „Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch nichts zu befürchten“. Das ist naiv, denn letztlich weiß niemand, wer was mit den Daten macht. Man stelle sich nur vor, böse Buben lesen die Exif-Daten der Fotos von einem gehackten Account aus, um festzustellen, bei wem ein nächtlicher „Besuch“ wegen des besonders hochwertigen Equipments lohnt.

Selbst dann, wenn die Daten vor Angriffen geschützt sind, gibt es berechtigte Bedenken gegen Clouddienste zum Speichern der Daten. Was geschieht beispielsweise, wenn der Serverpark Ziel eines terroristischen Angriffs wird, wenn der Cloudanbieter in die Insolvenz geht oder an einen anderen Konzern verkauft wird oder – ganz simpel – man seinen Vertrag gekündigt hat und dann den lange aufgeschobenen Umzug der Daten nicht mehr rechtzeitig durchführen kann, weil man sich im Skiurlaub beide Beine gebrochen hat und mit den Gedanken woanders ist?

Zugriff immer und von überall

All diesen Nachteilen der Cloud als Datenspeicher stehen aber auch eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber. Wichtigster Punkt: Der Nutzer – und jeder andere, dem dieser den Zugang zu seinem Archiv oder zu einzelnen Bilddaten erlaubt – kann dank der globalen Vernetzung jederzeit und von nahezu jedem Punkt der Erde aus auf die Daten zugreifen. So kann die Oma in Australien an den bildgewordenen Erinnerungen der Hochzeit ihrer Enkelin in Deutschland teilhaben und diese gegebenenfalls bei einem Labor in ihrer Heimat printen lassen, ohne lange auf den Brief mit gedruckten Fotos warten zu müssen, und Menschen, die an verschiedenen Orten an einem gemeinsamen Projekt arbeiten, können schneller miteinander kommunizieren und effektiver auf Bilder und gegebenenfalls durchgeführte Änderungen zurückgreifen – beispielsweise eine Agentur, die vom Fotografen ein noch einmal bearbeitetes Foto für einen Prospekt benötigt. Darüber hinaus sorgen die Anbieter dafür, dass die von ihnen angebotene und genutzte Hard- und Software stets auf dem neuesten Stand ist. Datenverluste aufgrund der oben beschriebenen Geräte- und Schnittstelleninkompatibilität sind bei Cloudspeichern daher nicht zu befürchten.

Onlinevermarktung von Fotos

Über die Datenspeicherung hinaus gibt es für Fotografen und Bilddienstleister aber noch weitere Gründe, Cloudangebote zu nutzen. Hier lauten das Stichworte Onlinegalerie und Onlineshop. Vor allem die damit verbundene Möglichkeit, seine eigenen Bilder einem weltweiten Publikum anzubieten und Kunden eine Plattform zum Nachbestellen ihrer Fotos und anderer Bildprodukte zu schaffen, können sich positiv auf den eigenen Umsatz auswirken. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Angebote für Fotografen und Bilddienstleister geschaffen worden. Einfachste Möglichkeit ist es, dank Content Management Systemen wie WordPress, Joomla oder Typo3 mit den dazugehörenden, unzähligen Plug-ins ein kostengünstiges Galerie- und Shopangebot zu entwickeln. Ob allerdings die einfachste auch die erfolgversprechendste Methode ist, ist fraglich. Denn für ein wirklich professionelles Ergebnis hinsichtlich Optik, Bedienung und Sicherheit dürfte neben den dringend zu empfehlenden Grundkenntnissen in Webdesign und PHP- /HTML-Programmierung vor allem die regelmäßige und oft zeitaufwendige Pflege des Auftritts viele Willige vor unlösbare Problem stellen.

Die empfehlenswerte Alternative zum selbsterstellten Webauftritt ist die Zusammenarbeit mit professionellen Galerie- und Shopanbietern. Das World Wide Web hält dazu inzwischen eine große Zahl von Angeboten bereit. Viele stammen von etablierten Fotounternehmen, andere von IT-Lösungsanbietern, Internetkonzernen und Softwareschmieden. Um den für die eigenen Wünsche und Bedürfnisse am besten geeigneten zu finden, sollte sich der Interessent zunächst klar machen, was er mit seinem Onlineangebot erreichen will. Die Angebote und Möglichkeiten, die die verschiedenen Portale und Galerien bieten, unterscheiden sich drastisch. Geht es in erster Linie darum, seine Fotos anderen zu präsentieren und von anderen bewerten und kommentieren zu lassen, und ist die Möglichkeit, diese Fotos als Print zu bestellen oder zu Fotobüchern verarbeiten zu lassen, ein willkommenes, aber nicht unbedingt erforderliches Gimmick, dann reichen möglicherweise Portale wie Irista von Canon, die Leica oder europafoto Galerie, das myPhotos Angebot von Cewe oder bekannte Fotoportale wie Flickr, Fotocommunity oder Instagramm. Sie alle bieten schon in der kostenlosen Grundversion reichlich Speicherplatz, und Nutzer können in der Regel entscheiden, welche Fotos sie welchen Betrachtern zugänglich machen und welche sie in geschützten Bereichen lassen wollen. Fotografen können ihre Aufnahmen zudem in Kategorien und Untergalerien einteilen und mit Schlagworten versehen. Die meisten dieser Portale bieten Dritten auch die Möglichkeit, Fotos oder Fotoprodukte zu bestellen und sich nach Hause oder zu einer Fototheke ihrer Wahl liefern zu lassen.

Portale für Bilder-Profis

Für Fotografen und Bilddienstleister, die über einfache Präsentations- und Verkaufsmöglichkeiten hinaus noch Marketing- und Verkaufsunterstützung erwarten oder Partner für die Workflowoptimierung beim Umgang mit Fotos suchen, stehen im Internet ebenfalls Anbieter bereit. Hier drei willkürlich ausgewählte, aber empfehlenswerte Beispiele: Einer der „Platzhirsche“ ist fotograf.de, ein Portal, das sich insbesondere an People- und Eventfotografen wendet. 2012 in Zusammenarbeit mit über 100 Fotografen gegründet, hat sich fotograf.de inzwischen zu einem verkaufsstarken Online-System entwickelt, das professionell arbeitenden Fotografen bei dem Verkauf von Fotos an ihre Kunden optimal unterstützt. fotograf.de kombiniert eng vernetzte Fotografen-Webseiten, ein funktionales Galeriemodul und einen einfach zu verwaltenden Foto-Onlineshop. Partner wie der Centralverband der Berufsfotografen (CV), die dpa Picture Alliance GmbH und renommierte Laborbetriebe stellen einen hohen Qualitätsstandard sicher. Über die Verkaufsoptionen hinaus bietet fotograf.de aber auch noch umfassende Unterstützung in Sachen Marketing, Wissensvermittlung, Workflowmanagement und Vertrieb. Hervorzuheben ist hier, dass in einem Wissensbereich zahlreiche Leitfäden und Vorlagen, Materialien und Broschüren bereit stehen und immer wieder kostenlose Webinare angeboten werden. fotograf.de übernimmt darüber hinaus auch die Zahlungsabwicklung, bei Bedarf die Produktion und Auslieferung der Fotoprodukte und das Reklamationsmanagement.

Das 2015 gegründete und im oberbayrischen Mühldorf am Inn ansässige Software-Unternehmen pixx.io entwickelt Softwarelösungen zur professionellen Foto- und Medienverwaltung. Zielgruppe sind hier alle ambitionierten Fotografen mit semi- oder vollprofessionellen Ansprüchen ebenso wie Kreativagenturen, mittelständische Unternehmen und Behörden. Die selbst entwickelte DAM-Lösung (= Digital Asset Management) zeichnet sich bei der täglichen Arbeit mit Bilddateien durch ihre intuitive Oberfläche und die einfache Nutzung mit mehreren Anwendern aus. Vielfältige Strukturierungs- und Administrationsoptionen samt Freigabemanagement, schnelle Such- und Filterfunktionen, umfassende Schnittstellenangebote und ein visuell ansprechendes Präsentieren und Verteilen von Bildern sind weitere Kennzeichen. Neu ist seit einigen Wochen die Erweiterung um das Feature Fotostory. Dieses ermöglicht das schnelle, aber niveauvolle Teilen und Präsentieren von Bildern. Möchte ein Fotograf Kunden eines Shootings, einer Hochzeit oder eines Events per Link online vorstellen, muss dies jetzt nicht mehr in Form simpler Bild- und Ordnerstrukturen erfolgen. Mit Hilfe der pixx.io Fotostory lassen sich die Aufnahmen wie in einem Online-Fotobuch thematisch, chronologisch oder nach anderen Kriterien aufbereiten. Inklusive Kom-mentierung, Feedback-Möglichkeit und eigenen Designelementen. Zudem kann der Nutzer festlegen, ob die Fotostory und die darin befindlichen Bilder downloadbar sein sollen oder nicht. Wasserzeichen, passwortgeschützter Zugang und viele weitere administrative Optionen stehen ebenfalls zur Verfügung.

Zenfolio, eine Foto-Hosting und E-Commerce Plattform des US-Unternehmens art.com richtet sich an Profifotografen und Videofilmer, die ihre Arbeiten präsentieren und verkaufen wollen. Zenfolio wurde in den vergangenen Jahren mehrfach wegen seiner innovativen Funktionen, des hervorragenden Kundenservices und seiner einfach zu handhabenden Benutzeroberfläche ausgezeichnet. So wählte zum Beispiel die britische Fotografenorganisation The Societies Zenfolio zum Best Professional Product und zum Best Professional Service. Jedes Zenfolio-Konto bietet umfangreiche Verwaltungsfunktionen, einen leicht zu bedienenden Shop und eine anpassbare Webseite, auf der Fotos, Fotobücher und Videos präsentiert und online verkauft werden können. Neben der Möglichkeit zur Präsentation des eigenen Portfolios stehen verschiedene Blog-, Kommentar- und Social Media-Funktionen bereit. Zudem finden sich vielfältige Hilfs- und Unterstützungsangebote auf der Seite. Dazu gehören zum Beispiel Webinare und Tutorials für Bildanbieter, aber auch Tools wie Suchmaschinenoptimierung, E-Mail-Newsletter und Geschenkgutscheine.

Resumee

Das Geschriebene zeigt, das eine Empfehlung für einen bestimmten Anbieter nicht gegeben werden kann. Wer sich mit der Frage beschäftigt, welches Onlinegalerie- und -shopangebot das für ihn richtige ist, sollte sich die Mühe machen, möglichst viele Angebote zu testen. Bei fast allen Portalen ist eine kurze „Schnuppermitgliedschaft“ kostenlos, so dass man ausführlich die Möglichkeiten und Funktionen, die Zusatzangebote und die Handhabung erkunden kann. Diese Zeit sollte man sich nehmen, denn der ausschließliche Blick auf den Preis eines Angebotes wird der Vielfalt der unterschiedlichen Möglichkeiten nicht gerecht.

 


 

Langnese-Iglo optimiert mit EDI/edifact das interne und externe Kommunikationskonzept

In Zeiten rasanten technologischen Wandels ist wirtschaftliches Handeln für Unternehmen langfristig nur noch möglich, wenn sie flexibel und schnell auf Forderungen von innen und außen reagieren können. Innovationsfreude und in die Zukunft gerichtetes Denken sind zum Wohle des Unternehmens ebenso gefragt wie intelligente Lösungen und kreative, neuartige Ideen. Das gilt nicht zuletzt für die interne und externe Kommunikations-Infrastruktur, also den Datenaustausch zwischen einzelnen Unternehmensbereichen, verschiedenen Produktionsstätten oder mit Zulieferern und Abnehmern, und dies auf nationaler und internationaler Ebene.

Electronic Data Interchange (EDI), die elektronische Abwicklung von geschäftlichen Transaktionen und Geschäftsprozessen, ist die Zauberformel, mit der eine zunehmende Anzahl von fortschrittlich denkenden Unternehmen seit geraumer Zeit ihre Wettbewerbsfähigkeit sichert. Dabei hat sich die ursprünglich auf Insellösungen beschränkte EDI-Basistechnlogie mit der Entwicklung von UN/edifact (United Nations/electronic data interchange for administration commerce and transport) in den vergangenen Jahren zu einem weltweit anerkannten Standard gemausert, der in der ISO-Norm 9735 definiert wurde: UN/edifact sichert heute interne Kommunikation ebenso wie Kommunikation mit externen Geschäftspartnern, branchenübergreifend, international und in einer gemeinsamen Sprache.

Kein Wunder also, daß für zahlreiche Firmen das Thema EDI/edifact immer interessanter wurde. Zum Beispiel für den Hamburger Lebensmittelproduzenten Langnese-Iglo. Dort galt es, ein zukunftsweisendes Kommunikationskonzept zu finden, das im Rahmen des Gemeinsamen Marktes unter anderem dazu beitragen sollte, die internationalen Verflechtungen mit Schwestergesellschaften zu intensivieren. Auch sollten die Bemühungen des Konzerns zur internationalen Harmonisierung von Produktcodes ebenso unterstützt werden wie der Aufbau eines grenzübergreifenden Kommunikationsnetzes für den Mutterkonzern Unilever und die Einbindung externer Partner. Entscheidend für die Einführung von EDI/edifact war schließlich aber die Neustrukturierung der gesamten Speiseeis- und Tiefkühlfertigwaren-Distributions- und Lagerlogistik. Wichtiger Partner bei der Einführung: Die Firma LION EDInet, Gesellschaft für Kommunikation mbH, mit Niederlassungen in Berlin, Bochum, Stuttgart, Frankfurt und New York. Die Gruppe ist öffentlicher X.400 ADMD Betreiber und bietet ein umfangreiches Servicespektrum, angefangen bei MEGANET Netzwerk, Workflow-Management-Technologie LEU, GLOBAL MESSAGING mit den Anwendungen LIONFAX, LIONMAIL und LIONDB (Datenbanken) bis hin zum EDI Server-System TIGER.

Zwei Mitarbeiter des Informationstechnologie (IT)-Bereiches von Langnese-Iglo und zwei LION EDInet-Mitarbeiter bildeten eine Projektgruppe, die das Ziel verfolgte, die lokalen Netzwerke der Hauptverwaltung in Hamburg, die drei Produktionsstätten in Heppenheim, Wunstorf und Reken sowie drei Tief-Zentrallager zu verbinden. Gleichzeitig sollten Anbindungen an Distributeure, Lieferanten, Spediteure und Abnehmerorganisationen, die Langnese-Iglo-Schwestergesellschaften sowie die internationalen Konzernzentralen in Rotterdam und London geschaffen werden. Für alle Anwender sollte in einer flexiblen Systemarchitektur per UN/edifact ein schneller, leichter, kostengünstiger und sicherer Nachrichtentransfer gewährleistet werden, und zwar so, daß alle bereits existierenden und alle zukünftig in Betracht kommenden Kommunikationspartner in das Gesamtkonzept integriert werden könnten. Die daraufhin offen entwickelte Architektur ermöglicht es, die Organisationseinheiten unabhängig voneienander zu gestalten. Hierfür wurde nach außen hin auf allen Ebenen bis hin zur Anwendung eine definierte Schnittstelle eingerichtet.

Die Unabhängigkeit der gesamten Struktur und die Standardisierung ergeben klare Kostenvorteile. Auch können durch die Entkopplung und Entzerrung der Systeme problemlos weitere Teilnehmer zugeschaltet oder ausgetauscht werden. Weitere Kostenvorteile für Langnese-Iglo ergeben sich dadurch, daß sämtliche Produktionsrechner nicht von der Lieferzentrale in Hamburg aus gesteuert werden, sondern von der LION-Zentrale in Köln. So ist ein Rund-um-die-Uhr-Betrieb der Rechner an sieben Tagen pro Woche gewährleistet, der von Langnese-Iglo selbst nicht rentabel zu realisieren wäre. Außerdem sind die Arbeitszeiten in den Produktionsbetrieben von denen der Verwaltung losgelöst und bieten eine flexible Gestaltung.

 


 

Transportgeräte Kowalski ist jetzt neuer Hyster Partner


Die Kowalski Transportgeräte GmbH in Mönchengladbach ist jetzt neuer Vertragshändler des Flurförderzeugherstellers Hyster. Mit der langfristig angelegten Zusammenarbeit haben die Mönchengladbacher einen wichtigen Schritt zu weiterem Wachstum vollzogen.

Dass es jetzt zum Abschluss des exklusiven Händlervertrages gekommen ist, ist kein Zufall: Das niederrheinische Unternehmen hat sich innerhalb seiner 23jährigen Geschichte stetig weiterentwickelt und ist inzwischen zu einem der größten Stapler- und Kehrmaschinenanbieter der Region geworden. „Für uns bietet die Zusammenarbeit mit Hyster vollkommen neue Perspektiven“, sagt Dietmar Kowalski, der das Familienunternehmen, in dem heute auch seine beiden Söhne Michael und Tobias arbeiten, 1992 gegründet hat. „Hyster bietet mit 140 unterschiedlichen Staplermodellen als Vollsortimenter ein sehr breites Angebot, mit dem alle Bedürfnisse der Kunden befriedigt werden können. Man findet dort alles, vom kleinen Handgabelhubwagen bis zum 55-Tonnen-Stapler für die Schwerindustrie oder Reachstacker für die Containerlogistik.“


Big Trucks

Insbesondere die weltweit starke Stellung von Hyster im Bereich der Big Trucks, also der Stapler über acht Tonnen, eröffnet Kowalski den Einstieg in ein Kundensegment, das mit dem bisherigen Markenpartner nicht erreicht werden konnte. „Wir werden uns zukünftig als Alles-aus-einer-Hand-Anbieter positionieren“, so Dietmar Kowalski. „Ich bin mir sicher, dass unsere bestehenden Kunden dies auch weiterhin schätzen werden und dass wir damit viele neue Kunden akquirieren können.“ Zwar war es im Bereich bis zu acht Tonnen auch bisher schon möglich, nahezu allen Kundenwünschen gerecht zu werden, „aber dafür“, so Michael Kowalski, „mussten wir oft auf verschiedene Marken ausweichen, so dass der Gerätepark bei dem ein oder anderem Kunde nicht homogen war. Das wird sich jetzt ändern, denn mit Hyster können wir unseren Kunden ab sofort ein durchgängig Sortiment zur Verfügung stellen.“
„Mit den genannten 140 Modellen ist das Ende der Fahnenstange aber noch nicht erreicht“, stellt Lucien Robroek, Vice President Big Trucks Products bei Hyster, im Rahmen eines Besuchs im Hyster Werk im holländischen Nijmegen fest. „Insbesondere bei den Big Trucks kann man davon ausgehen, dass fast jedes zweite ausgelieferte Fahrzeug vom Standardmodell abweicht und exakt an die individuellen Wünsche und Erfordernisse des Kunden angepasst wurde.“ Diese Individualisierung ist Teil der Unternehmensphilosophie, der zufolge Hyster bedarfsgerechte und branchenorientierte Lösungen direkt ab Werk bietet. „Unser Ziel ist es, dem Kunden eine Lösung zu zeigen, mit welchem Gerät er am günstigsten seine logistische Leistung im Betrieb erbringen kann“, betont Robroek. Es ist durchaus möglich, dass am Ende dieses Beratungsprozesses als Ergebnis herauskommt, dass der Kunde derzeit keinen neuen Gabelstapler braucht. Robroek: „Das ist wirtschaftlich natürlich unangenehm, erhöht aber die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und der Marke und kommt uns damit früher oder später wieder zugute.“


Branchenkenntnisse

Um kompetent beraten zu können, analysiert Hyster die relevanten Branchen bis ins Detail. „Wir haben damit in der Stahlbranche begonnen“, berichtet Robroek. „Dort haben unsere Experten weltweit in Dutzenden von Werken untersucht, wie die Arbeit vor Ort abläuft und wie spezifische, werksinterne Logistikprobleme gelöst werden, denn um den optimalen Stapler anbieten und bei Bedarf kundenindividuell konfigurieren zu können, müssen wir die spezifischen Anforderungen verstehen.“ Im Laufe der Jahre habe man so eine unvergleichliche Expertise erworben, die heute allen Kunden zu Gute kommt. „Manchmal sind unsere Kunden überrascht, wie einfach sich Probleme lösen lassen, wenn unsere Mitarbeiter ihnen zeigen, wie wir an eine komplizierte Aufgabe herangehen“, führt der Vice President Big Trucks aus. Inzwischen wurden vergleichbare Wissensdatenbanken auch in der Holz-, Papier-, Chemie- und Baumaterialienbranche geschaffen. „Unser Wissen beschränkt sich hier aber nicht nur auf die Geräte über acht Tonnen, sondern auf alle Arten von Gabelstaplern“, sagt Robroek. Intensive Kommunikation zwischen den verschiedenen Abteilungen bei Hyster sorgt dafür, dass die Erfahrungen aus der Praxis in Bereiche wie Forschung und Entwicklung oder Vertrieb einfließen, um das Angebot stetig zu verbessern.

Da sich Hyster Produkte weltweit vieltausendfach bewährt haben (2014 hat die Muttergesellschaft NACCO Materials Handling Group weltweit 87.581 Flurförderzeuge der Marken Hyster und Yale ausgeliefert), war es für den Hersteller gar nicht schwer, einen neuen Händler für das Verkaufsgebiet zu finden. „Für uns ist nicht nur wichtig, dass unser neuer Handelspartner ausreichend Erfahrung im Geschäft hat. Wir suchen Partner, die bereit sind, in die Zusammenarbeit mit Hyster zu investieren, und zwar nicht in erster Linie Geld, sondern vor allem Zeit“, meint Rainer Marian, Head of Big Trucks Sales EMEA bei Hyster (EMEA = Europa, Naher Osten, Afrika; bei Hyster gehört auch Indien dazu). Stapler über acht Tonnen gehörten nicht zu den Schnelldrehern der Branche. Deshalb müsste ein neuer Handelspartner langfristig denken und unter Umständen in Kauf nehmen, dass die Anbahnung der ersten Geschäfte einen längeren Zeitraum in Anspruch nehme als gewünscht. „Andererseits profitieren neue Partner natürlich davon, dass Hyster auch im Großkundengeschäft tätig ist. So können die Händler gleich umsatzstarke Accounts bearbeiten“, stellt Marian fest.


Unterstützung

Um die Zusammenarbeit auf eine solide und für beide Seiten profitable Basis zu stellen, unterstützt Hyster Kowalski durch vielfältige Maßnahmen. So hilft Hyster dem Händler bei der Organisation und der Integration der Hyster Produktpalette ins eigene Portfolio. Intensive Schulungen der Verkäufer und Techniker sorgen für das erforderliche Wissen beim Beratungs- oder Verkaufsgespräch und bei technischen Problemen. Dabei stehen Techniker von Hyster auf Abruf bereit, wenn Kowalski selbst einmal einen Fehler nicht findet. Marian: „Wir versuchen dann zunächst, aus der Ferne zu helfen, sind aber auch schnell beim Kunden, wenn es erforderlich ist.“ Gerade die Nähe zum Werk in Nijmegen kann sich für Kowalski zu einem wichtigen Pluspunkt entwickeln, denn Hyster baut dort nicht nur die Big Trucks, sondern versorgt die Kunden als zentraler Standort im Wirtschaftsraum EMEA mit Ersatzteilen für alle Modelle. Marian: „Die Zuverlässigkeit unserer Maschinen ist für die meisten Anwender die wichtigste Anforderung, und gerade wenn es sich bei dem defekten Gerät um eine Maschine handelt, die ständig im Einsatz ist, wird der Anwender die hohe Verfügbarkeit der Teile zu schätzen wissen.“ Schließlich ist Hyster durch langjährige Kooperation mit Banken auch in der Lage, seine Handelspartner in Sachen Finanzierung für den Kauf oder das Leasing von Geräten zu unterstützen. Dazu gibt es beim Hersteller verschiedene Teams, die die länderspezifischen Eigenheiten des Geldmarktes kennen und Vorschläge erarbeiten, die – ebenso wie bei der Produktion der Stapler – individuelle auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Kunden zugeschnitten werden.


Problemlöser

Unabhängig vom neuen Partner Hyster läuft das übrige Geschäft bei Kowalski selbstverständlich wie gewohnt weiter. Dazu gehört zum Beispiel die Erledigung von Reparaturaufträgen in der hauseigenen Werkstatt in Mönchengladbach, an die ein üppiges Ersatzteillager angeschlossen ist, oder vor Ort beim Kunden. „Für dringende Einsätze steht immer ein Notfallfahrzeug vor der Tür. Das ist komplett mit entsprechenden Werkzeugen und Ersatzteilen ausgestattet, so dass wir in sehr kurzer Zeit beim Kunden sein können“, sagt Tobias Kowalski. „Und da wir uns als Problemlöser verstehen und unsere Interessen hinter die des Kunden zurückstellen, kann es auch vorkommen, dass vorübergehend in der eigenen Werkstatt niemand mehr arbeitet, weil das gesamte Team zu Notfällen gerufen wurde.“ Aktiv bleiben wird die Kowalski GmbH auch in Sachen Batteriewartung. In diesem Bereich wurde zuletzt in neueste Technik investiert.
Eine besonders wichtige Ergänzung der Unternehmensaktivitäten stellt seit geraumer Zeit die Schulung und Unterweisung dar. So bietet Kowalski nicht nur in Zusammenarbeit mit einer örtlichen Fahrschule Kappertz Schulungen zum Erwerb des Gabelstaplerscheins an, sondern hat auch ein modulares Online-Unterweisungsangebot geschaffen. Mit diesem eUnterweisung genannten Service können Unternehmen ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Fürsorgepflicht nachkommen und ihre Mitarbeiter über Gefahren und Gefährdungen am Arbeitsplatz unterweisen. Insgesamt stehen momentan 220 Unterweisungen bereit, die per PC, Mac oder Tablet online abgerufen werden können. Sämtliche Unterweisungen sind redaktionell aufbereitet, unabhängig zertifiziert, aktuell und bieten die Möglichkeit einer rechtssicheren Dokumentation.

 


 

Wie sich der Lafis LEHF 70 im Flughafeneinsatz bewährt

Ein Musterbeispiel für die fruchtbare Zusammenarbeit zweier Unternehmen ist die Entwicklung und Einführung des Elektro-Fahrersitz-Hubwagens LEHF 70 der Firma Lafis im Cargo-Zentrum des Frankfurter Rhein-Main-Flughafens. Dort, wo über die Abteilung Luftfrachtabfertigung der Flughafen AG (FAG) jährlich rund 300.000 Tonnen Güter umgeschlagen werden, tragen drei Exemplare des LEHF 70 seit geraumer Zeit zur Optimierung der Arbeit bei, ein viertes wird in diesen Tagen gebaut.


„Ich lasse nichts auf die Lafis Produkte kommen. Wir haben von Beginn an überaus positive Erfahrungen mit den Geräten gemacht“, erklärte Bernd Lanziner, verantwortlicher Mitarbeiter der FAG-Abteilung Luftfrachtabfertigung. „Die anfängliche Skepsis, mit der viele meiner Kollegen und ich der Einführungen der Hubwagen entgegenstanden, hat sich schnell als unbegründet erwiesen.“ Heute wissen Lanziner und seine Mitarbeiter Egon Müller, Johann Maier und Rainer Schmidt, die als Abfertigungsleiter in Diensten der FAG stehen, einige der Vorteile des LEHF 70 besonders zu schätzen. „Was mich vor allem begeistert, ist die ungeheure Flexibiliät, mit der man das Gerät auch auf engstem Raum einsetzen kann“, meinte Schmidt. Von Donnerstag bis Sonntag herrsche im Frachtzentrum Hochbetrieb. Dann reihe sich eine Palette an die andere, Kisten, Kästen, Fässer und Kartons versperren die Wege, Dutzende von Gabelstablern und Elektrohubwagen suchen sich ihren Weg zwischen Hochregalen und Flugzeugpaletten.



Beweglichkeit


Bis zur Einführung der Lafis-Geräte sei es üblich gewesen, diese weltweit genormten Paletten, die in den Flugzeugen transportiert werden, per „Dolly“ durch die Hallenbereiche zu transportieren. Dollys, das sind flache Anhänger, zirka 50 Zentimeter hoch und mit Tragrollen ausgestattet. „Naturgemäß haben diese Dollys einen hohen Wenderadius“, erläuterte Lanziner. „Man braucht zum Rangieren also relativ viel freien Raum. Zumal die Anhänger nur auf konventionelle Art angekuppelt werden können.“ Mit den LEHF 70 habe sich die Arbeitsweise radikal geändert, ergänzte Maier: „Wir können die mit Flugzeugpaletten bestückten Slave-Paletten, das sind zirka 20 Zentimeter hohe, mit Tragrollen versehene Transportrahmen, jetzt von allen vier Seiten anfahren, um sie zu bewegen. Außerdem ist es durch die Wendigkeit der Hubwagen möglich, diese Slave-Paletten fast auf der Stelle umzudrehen.“ Damit sei eine zuvor schwer vorstellbare Flexibilität erreicht worden, eine Beweglichkeit, die es erlaube, die Dollys grundsätzlich für diese Aufgabenstellung aus den Hallenbereichen zu verbannen.



Die Flexibilität beschränkt sich allerdings nur vordergründig auf die Arbeitsproduktivität. Dahinter steckt mehr. „Wir sind eine Abteilung der Flughafen AG, die im freien Wettbewerb zu anderen Unternehmen steht“, beschrieb Lanziner die Situation. Derzeit sei in Frankfurt unter anderem die Lufthansa als Selbstabfertiger und als Serviceanbieter für Dritte aktiv. „Mit den sich immer weiter öffnenden Grenzen wird es eine Frage der Zeit sein, wann weitere Luftfracht-Abfertiger ins Rennen gehen“, vermutete Lanziner. 



Wer diese Situation erkannt habe, der wisse auch, dass die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Abteilung insbesondere durch Flexibilität beim Handling der Waren gesichert werde. In einem Geschäft, in dem Flugpläne die Termine vorgeben, in dem oftmals wenige Minuten darüber entscheiden, ob die Palette morgen oder erst in einer Woche am Zielflughafen in Japan, Neuseeland oder Korea ankomme, sei Beweglichkeit ein unbedingtes Muss. „Dabei darf man Beweglichkeit durchaus auf zweierlei Arten sehen“, so Müller. „Einerseits als tatsächliche Beweglichkeit der Geräte vor Ort, andererseits im übertragenen Sinne bei der Auftragsabwicklung für die Kunden.“



Sicherheit



Aber die Lafis LEHF 70 haben noch mehr zu bieten. So hat sich beispielsweise als erwünschter Effekt die Sicherheit erheblich erhöht. Lanziner: „Die Dollys haben eine Arbeitshöhe von 50 Zentimetern. Ein neuralgischer Punkt im Rahmen des Unfallschutzes, denn bei einem Fehltritt konnte es ziemliche üble Verletzungen geben.“ Besonders dann, wenn die Mitarbeiter sich einen Standplatz auf dem Dolly suchen mussten, um die Palette in zwei oder drei Metern Höhe ordnungsgemäß zu bauen, sei es immer wieder zu unglücklichen Unfällen gekommen. Das habe sich nun geändert. „Die Slave-Paletten, die wir jetzt einsetzen, sind nur noch zwanzig Zentimeter hoch“, sagte Lanziner. „Das ist eine normale Treppenstufe oder genau die Höhe, um die jeder Mensch automatisch seinen Fuß hebt, sobald er etwas wahrnimmt, das wie eine Stufe aussieht.“



Positiv beeinflusst wird das Arbeitsklima auch dadurch, dass die Lafis-Geräte mit Batterie betrieben werden. So konnte die Geräuschentwicklung auf ein Minimum reduziert werden, während störende Abgase, wie sie von Verbrennungsmotoren verursacht werden, erst gar nicht entstehen.

Geschwindigkeit

Zufrieden zeigten sich die FAG-Mitarbeiter auch mit der Konstruktion des Elektro-Gabelhubwagens als Sitzversion. „Als das Gerät noch in der Entwicklungsphase war, haben wir zunächst mit mehreren Möglichkeiten experimentiert“, erinnerte sich Lanziner. „Dazu gehörte auch eine Standversion, wie sie bei anderen Modellen durchaus üblich ist.“ Diese habe man aber verworfen, weil die Höchstgeschwindigkeit von Standfahrzeugen zu gering sei. Bei hohem Tempo könne ein stehender Fahrer gerade in Kurven durch die Fliehkräfte in erhebliche Schwierigkeiten geraten. Schmidt: „Für die großen Wegstrecken, die wir zurückzulegen haben, brauchen wir schnelle Geräte.“ Die LEHF 70 erfüllen diese Forderung mit Spitzengeschwindigkeiten über zehn Stundenkilometern problemlos.



Zusammenarbeit



Zufrieden zeigte man sich auf Seiten der FAG bei der Geräteentwicklung von der hervorragenden Zusammenarbeit mit Lafis. „Es sind gerade die mittelständischen Unternehmen, mit denen man solche Projekte angehen kann“, sagte Müller. „Die sind viel flexibler und eher bereit, ein Risiko einzugehen.“ Dabei war die fehlende Risikobereitschaft zunächst bei den Flughafenmitarbeitern zu finden. „Unser jetziger Abteilungsleiter, Frank Dieter Fischer, hatte die Idee von einer Auslandsreise mitgebracht, die schließlich in konkrete Produkte umgesetzt wurde“, erinnerte sich Lanziner. „Wir schauten uns nach etwas Vergleichbarem um und wurden in Kelsterbach fündig, dort, wo sehr viele Speditionen beheimatet sind.“ Doch das US-amerikanische Modell, das man sich für Tests ausgeliehen hatte, konnte die Erwartungen nicht erfüllen.



Trotz der wachsenden Skepsis wurde das Projekt weiterverfolgt. Zunächst auf der Betriebsschiene, dann in Zusammenarbeit mit Flurförderzeugherstellern. Es folgten Probephasen mit verschiedenen Geräten, die immer wieder modifiziert wurden. Aber alle Modelle blieben hinter den Erwartungen zurück, fanden vor allem wegen ihrer unausgereiften Handhabung nicht die Akzeptanz der Mitarbeiter. 



In einem letzten Versuch erarbeitete das verantwortliche Team der Abteilung Fahrzeugtechnik gemeinsam mit der Abteilung Luftfrachtabfertigung eine Ausschreibung, in die alle Erfahrungen und die hinter dem Projekt stehende Philosophie einflossen. Lediglich zwei Firmen fanden sich schließlich bereit, die Spezifikationen der Flughafengesellschaft zu akzeptieren. Maier: „Von den beiden haben wir uns im Rahmen des Preis-/Leistungsverhältnisses für Lafis entschieden. Und wir haben diese Entscheidung bis heute nicht bereut.“ Vor allem die kooperative Zusammenarbeit auf dem Weg zum gemeinsamen Endprodukt spreche für Lafis. Das Oberhausener Unternehmen habe nicht nur eigene Ideen und eigenes Wissen mit in das Produkt gesteckt, sondern es sei auch bereit gewesen, aktuelle Wünsche und Änderungsvorschläge zu berücksichtigen.



Lafis wiederum profitierte vom Engagement der Flughafen-Abteilungen bei der Entwicklung der Slave-Paletten. Diese wurden zunächst nach entsprechenden Vorgaben von einer Spezialfirma hergestellt. Sie besitzen Einfahrtaschen an allen vier Seiten, Rollen zum Abrollen der Flugzeugpaletten, Sicherungsmechanismen („Locks“) und bieten eine Tragkraft von maximal 6,8 Tonnen, dem Höchstgewicht einer Flugzeugpalette. Da sie sich in Kombination mit dem LEHF 70 schnell bewährten, entschloß sich Lafis inzwischen, die Slave-Paletten als Teil einer logistischen Kette selbst anzubieten.



Mit der Lieferung der Elektro-Gabelhubwagen war die Zusammenarbeit zwischen der Flughafen AG und dem Hersteller aber noch nicht beendet. „Auch heute können wir uns nicht beklagen“, betonte Lanziner. „Der Lafis Service funktioniert zufriedenstellend. Die Mitarbeiter dort agieren und reagieren so, wie wir es uns erhofft haben.“ So ist man in Frankfurt zuversichtlich, in absehbarer Zeit ein weiteres Problem in den Griff zu bekommen: Beim Abgeben der Flugzeugpaletten auf die Rollendecks im Rahmen der Flughafen-Transportkette müssen die Flughafenmitarbeiter per Körperkraft aktiv werden. Maier: „Das ist unergonomisch und hat immer wieder krankheitsbedingte Ausfälle zur Folge.“ Deshalb arbeite man jetzt an einer Schubeinrichtung, die die Flugzeugpaletten vom Rahmen herunter schiebt und damit die Hallenarbeiter entlastet.



Schwierigkeiten



Also alles eitel Sonnenschein mit dem Lafis Elektro-Fahrersitz-Hubwagen LEHF 70? Nicht ganz. Natürlich gibt es auch Probleme. Zum Beispiel, wenn die Mitarbeiter nicht auf die Ladeanzeige achten und die Batterie gerade dann aufgeladen werden muss, wenn eigentlich gar keine Zeit dazu ist. „Aber dafür können wir schlecht den Hersteller veranwortlich machen“, waren sich die FAG-Mitarbeiter einig.

Doch ganz ohne Wermutstropfen geht es allerdings auch in diesem Fall nicht. „Unser Sorgenkind sind die kleinen Stützrollen in den Gabeln“, führte Lanziner aus. „Das sind die Verschleißteile Nummer eins.“ Aber auch hier könne dem Oberhausener Unternehmen kein Vorwurf gemacht werden, meinte sein Kollege: „Das ist der Preis, den man bezahlen muss, wenn man kleine Baugrößen haben und gleichzeitig unterfahren will. Ich bin mir sicher, dass auch bei diesem Thema unter den vorgegeben Anforderungen das Maximale herausgeholt wurde.“ Immerhin konnte durch eigene Aktivitäten das Problem bereits verringert werden. „Wir haben die Dehnungsfugen im Boden korrigiert, um die Schläge zu verringern, und bemühen uns um peinliche Sauberkeit“, meinte Lanziner. „Denn jedes Kleinteil, das auf dem Boden liegt, birgt die Gefahr in sich, die Räder zu blockieren“?



Ausblick


Bei den durchweg positiven Erfahrungen mit den Lafis-Geräten verwundert es nicht, dass sie auch weiterhin zum Standard gehören werden. Lanziner: „Wir planen derzeit unseren Umzug in den südlichen Flughafenbereich. Cargo City Süd wird mit einer Hallenkapazität von über 50.000 Quadratmetern in Betrieb gehen. Wenn wir dort unser neues Domizil haben, werden wir unseren Lafis-Fuhrpark weiter ausbauen.“

 


 

Neue Kodak Produkte für Radiologie, Workflow und Netzwerklösungen

Neue Produkte für die digitale Radiologie, Workflow- und Netzwerklösungen sowie ein Dienstleistungspaket rund um Installation und Pflege radiologischer Systeme stehen im Mittelpunkt des Kodak Messeauftritts. Hintergrund aller Neuerungen ist die Überlegung, dass nur ein Geräte- und Dienstleistungsportfolio aus einer Hand Arbeitsabläufe in radiologischen Einrichtungen optimieren kann.

So lassen sich Verbesserungen mit den Produkten und Services, die der Kodak Geschäftsbereich Medizin vorstellt, bereits bei der Installation erzielen, aber auch bei der Arbeit mit Patienten, bei der Archivierung und Bereitstellung sowie bei der Auswertung der digitalen Röntgenbilder.

Zu den Produktneuheiten von Kodak zählt die Directview DR Gerätefamilie für die Direktradiographie. Darin stellt das Kodak Directview DR 9000 System das Topmodell dar. Als universell positionierbares Röntgensystem lässt es sich in allen Bereichen der radiologischen Diagnostik für Aufnahmen in verschiedenen Positionen und Projektionen einsetzen. Speziell für Thoraxaufnahmen wurde das Kodak Directview DR 5000 System entwickelt. Und als wirtschaftlich interessante Lösung für die Umrüstung bestehender Röntgenräume bietet Kodak das Directview DR 7000 an.

Die Directview DR Systeme sind mit einer ergonomisch gestalteten Bedienkonsole ausgestattet. Diese übernimmt alle Funktionen, von der Patienten-Dateneingabe über die Aufnahmesteuerung und -kontrolle bis zum Versand der Daten zu Befundungsstationen, Laser Imagern oder digitalen Archiven. Die Directview Systeme basieren auf der Amorphem-Selen-Technologie, die sich unter anderem durch einen außergewöhnlich scharfen Signalverlauf und dementsprechend hervorragende Bildqualität auszeichnet.

Neu sind auch die beiden Speicherleuchtstoffsysteme Kodak Directview CR 800 und Kodak Directview CR 900. Dabei handelt es sich um DICOM-kompatible Systeme, die durch kompakte Bauweise und bedienerfreundliche Handhabung gekennzeichnet werden. Sie benötigen eine äußerst geringe Standfläche und integrieren alle Funktionen eines kompletten Arbeitsablaufes: Vom Auslesen der Speicherphosphor-Kassette über Bildbearbeitung und Bildbetrachtung am Kontrollmonitor bis zur Datenübertragung an Laserdrucker oder Archive.

Herausragendes Kennzeichen des Kodak Directview CR 800 Systems ist die vollkommen neu gestaltete Benutzeroberfläche. Sie ermöglicht mit farbkodierten Symbolen und selbsterklärenden Tasten eine intuitive Bedienung. Für das System gibt es außerdem das Kodak Remote Operations Panel, eine Fernbedienung, mit der sämtliche Gerätefunktionen mobil werden.

Das Kodak Directview CR 800 System kann in jedem Röntgenraum installiert werden, es bietet sich aufgrund der Mobilität aber auch als ideale Lösung für dezentrale Anwendungen wie Intensivstationen oder Unfallräume an. Das größere Schwestermodell, Kodak Directview CR 900 System, bietet dieselben Funktionen, ist aber mit seiner höheren Produktivität für den Einsatz in einer zentralen Röntgenabteilung vorgesehen.

Zur Optimierung des Workflows hat der Kodak Geschäftsbereich Medizin ein modulares, integriertes System entwickelt: Das Radiologie-Informations-System (RIS)/Picture-Archiving-System (PACS) kann in Teilen oder als Ganzes zur Schaffung effektiver Arbeitsabläufe eingesetzt werden. Es soll in einer filmlosen, digitalen Umgebung einen vollständig integrierten Arbeitsplatz unter Verwendung der RIS/PACS-Funktionalität in einer einzigen Anwendung gewährleisten, auf die von mehreren Standorten aus zugegriffen werden kann. Diese komplette Synchronisation zwischen RIS-Clients und PACS-Workstations, von Kodak PARIS-Konzept genannt, bringt unter anderem erhebliche Vorteile bei der Kommunikation und beim Zugriff auf Patientenarchive mit sich und sorgt für eine deutliche Verringerung der administrativen Tätigkeiten.

Um radiologische Einrichtungen bei der Umstellung auf die digitale Technologie zu unterstützen, bietet Kodak neue Serviceleistungen an: Kodak Imaging Network Services (KINS) ist ein Dienstleistungspaket, das den Kunden hilft, die Leistung und die Betriebszeit ihres aktuellen Netzwerksystems zu verbessern. Der Service beginnt im Vorfeld der Installation mit der Bedarfsanalyse und der Entwicklung einer individuellen Gerätekonfiguration zur Übertragung hochwertiger Bilder. Er umfasst darüber hinaus das Management für Gerätebeschaffung, Installation und Implementierung ebenso wie die spätere Überwachung, Wartung und Diagnose.

 


 

 

Mähroboter werden zum Trendprodukt bei Gartenbesitzern

Seit Jahrzehnten träumen Menschen davon, sich eintönige Arbeiten in Haus und Garten von Robotern abnehmen zu lassen. Ist dieser Wunsch in den meisten Lebensbereichen immer noch nichts weiter als ein Stück Science-Fiction, so können sich Gartenfreunde und Rasenbesitzer schon seit Mitte der 90er Jahre über die Unterstützung durch vollautomatische Mähroboter freuen. Und in den vergangenen Monaten beobachtet die Branche einen regelrechten Boom bei diesen Produkten.

Das ist kein Wunder, denn im Laufe der Jahre wurden die Geräte immer weiter perfektioniert. Heute vereinen sie alle positiven Eigenschaften in sich, von denen Rasenbesitzer schon immer geträumt haben. Wichtigster Pluspunkt: Die Rasenfläche erscheint schon nach wenigen Einsätzen schöner und gepflegter als sie es mit einem „normalen“ Benzin- oder Elektrorasenmäher werden könnte. Die Erklärung dafür ist einfach: Roboter arbeiten in dem ausgewählten Bereich nach dem Zufallsprinzip, bis die gesamte Rasenfläche gleichmäßig und sauber gemäht ist. Durch dieses unregelmäßige Mähen wird das Gras aus verschiedenen Richtungen geschnitten, und der Rasen erhält eine teppichähnliche und dichte Oberfläche. Ein solches Ergebnis lässt sich mit von Menschen gesteuerten Rasenmähern nur mit großem Aufwand erreichen.

Rasenmähroboter arbeiten mit einem oder mehreren akkubetriebenen Messern und gehören zu der Gruppe der Mulchmäher. Dadurch wird durch die Verwendung eines solchen Gerätes auch die Bildung von Moos und Verfilzung wirksam verhindert. Beim Mähen wird Schnittgut in sehr kleine Partikel zerschnitten, so dass keine Grasabfälle eingesammelt werden müssen. Wertvolle Nährstoffe werden so dem Rasen zurückgeführt, und das lästige Entsorgen des Schnittgutes entfällt. Der Rasen wird immer gleich kurz gehalten und trocknet schnell ab. Außerdem düngt das gemähte Grüngut den Rasen, beides mag das Moos nicht. Deshalb bildet sich kein neues Moos und das vorhandene Moos geht deutlich zurück. Und da der Mähroboter immer nur die geringe nachgewachsene Menge mäht, stellt auch das Verfilzen kein Problem dar. Denn die Gefahr des Verfilzens ist nur gegeben, wenn man mit einem normalen Mäher langes Grüngut mäht und liegen lässt.

Dass ein Mähroboter seine Arbeit so perfekt beherrscht, geschieht natürlich nicht von Geisterhand, sondern ist das Ergebnis hochentwickelter Ingenieurskunst. Um einen Mähroboter zu nutzen, wird um die gewünschte Fläche mit Hilfe eines Drahtes eine sogenannte Induktionsschleife gelegt. Auf diese Weise lassen sich auch Beete oder junge Bäume vor versehentlichem Mähen schützen. Sensoren und die entsprechende Programmierung des Mähroboters sorgen dafür, dass das Gerät den gewünschten Bereich nicht verlässt und dass beim Berühren eventueller Hindernisse gestoppt und ein Richtungswechsel vorgenommen wird. Hindernisse können dabei die Wäschespinne oder die Sonnenliege ebenso sein wie ein spielendes Kind oder der Haushund. Ausgefeilte Sicherheitssysteme sorgen außerdem dafür, dass sich die Schneidemesser sofort abstellen, sobald ein Mähroboter angehoben wird. Unfälle können auf diese Weise fast gänzlich ausgeschlossen werden.

Und wer den Mähroboter, um seine und die Nerven der Nachbarn zu schonen, zu Zeiten arbeiten lässt, in denen niemand zu Hause ist, braucht sich vor einem Diebstahl nicht zu fürchten: Die meisten Geräte sind heutzutage durch einen PIN-Code geschützt und so für einen Dritten, der die Zahlenkombination nicht kennt, vollkommen wertlos.

 


 

 

Ein offenes Steuerungskonzept lässt bei Mercedes-Benz die Bänder laufen

Viele Käufer eines Mercedes-Benz der C-Klasse haben die ersten Informationen über ihr neues Fahrzeug mit Hilfe einer interaktiven CD-ROM bekommen. Dabei sind die silbernen HighTech-Scheiben mehr als ein Marketinginstrument: Sie stehen gleichsam als Synonym für die Bedeutung der Computertechnologien im Hause Daimler-Benz. Denn ohne digitale Kommunikation wäre die Fertigung hoher Stückzahlen der C-Klasse-Modelle undenkbar.



Die Fahrzeuge werden im Fertigungsverbund in den Werken Bremen-Sebaldsbrück und Sindelfingen hergestellt. Um einen hohen Output zu gewährleisten und die eigenen Qualitätsansprüche zu erfüllen, sind die ständige Verfügbarkeit der Produktionsmittel und optimierte Produktionsabläufe für Mercedes-Benz unbedingt notwendig. Ein Automatisierungsgrad von über 90 Prozent beim Rohbau im Werk Bremen sowie ein bis ins Detail durchdachtes vertikales und horizontales Steuerungskonzept sorgen dafür, daß diese Forderungen erfüllt werden.



Die verschiedenen Steuerungen wurden als gemeinsames Projekt der Abteilung Planung, Werkstechnik, Elektroanlagen bei Mercedes-Benz und des Bonner Steuerungslieferanten Klöckner-Moeller verwirklicht. Grundlage der Realisation war ein Pflichtenheft, in dem das Bonner Unternehmen das Gesamtkonzept von den Softwarestrukturen bis zum Geräteaufbau und dem Layout der Bedien- und SPS-Schränke zusammenfasste. Hier wurde etwa festgeschrieben, daß ein offenes, modulares und integrationsfähiges Steuerungskonzept zu entwerfen sei, das auch hinsichtlich zukünftiger Erweiterungen ausreichende Reserven bereithält. Hohe Priorität sollten dabei die Bedienbarkeit und die damit verbundene Visualisierung der Anlagen genießen. Ebenso galt es, die Forderungen der Produktion zu berücksichtigen: Da ständig Daten mit der Fertigungsleitebene ausgetauscht werden, benötigt die Produktion ein System, das sowohl die Visualisierung der Anlagenprozesse als auch die zeitgleiche Netzwerk-Kommunikation im Hintergrund ermöglicht.



Die Erfüllung all dieser Voraussetzungen führte schließlich dazu, an jeder SPS ein auf PC-Basis arbeitendes Bediengerät zu installieren, wobei ein multitaskingfähiges PC-Betriebssystem notwendig war. Man entschied sich schließlich für IBM OS/2, weil damit zusätzliche Möglichkeiten geschaffen wurden. Etwa die gleichzeitige Durchführung von Programmieraufgaben oder Archivierung der Anwenderprogramme. Nach Klärung der Eckdaten baute Klöckner-Moeller einheitlich die Bedien- und Steuerschränke mit der entsprechenden PC- und SPS-Hardware auf, konfektionierte die Bediengeräte mit der dazugehörigen Standardsoftware und lieferte diese an die Anlagenhersteller. So rüsteten alle Maschinen- und Anlagenlieferanten ihren Anlagenumfang vom Basiskonzept her mit den gleichen Steuerschränken aus. Durch die so entstehenden identischen Programm- und Geräteumfänge an allen Maschinen und Anlagen wird eine durchgehende und einheitliche Bedienoberfläche mit gleicher Funktionalität erreicht. 


Ein zentraler Bereich der Pkw-Fertigung ist der Rohbau, der für das W202-Modell, so die unternehmensinterne Bezeichnung für die C-Klasse, in Halle 7 des Bremer Werkes untergebracht ist. In der Hansestadt an der Weser ist seit 1987, nach der Übernahme des früheren Borgward Automobilwerkes durch Mercedes-Benz, die zweite Pkw-Montagestätte und ein bedeutender Produktionsstandort des Unternehmens aufgebaut worden. Zunächst liefen in Bremen Daimler-Benz-Transporter vom Band, später kamen dann auch die T-Modelle, also die Kombi-Limousinen, hinzu. Die erste Pkw-Großserienfertigung begann mit dem 190er, werksintern W201, in den eigens hierfür konzipierten Hallen 7, 8 und 9. Anfang 1989 erweitete Mercedes-Benz die Produktion mit dem Roadster, und inzwischen werden in Bremen auch die Fahrzeuge der C-Klasse gebaut. Der Rohbau für diese Modelle geschieht in Halle 7. Dort werden die im Preßwerk gefertigten oder die von Sindelfingen zugelieferten Bauteile und Untergruppen in sogenannte Aufbaustrecken zusammengeführt und dort von Industrierobotern sowie Schweißmaschinen verschweißt. 


Zur Realisierung des vernetzten Betriebs in den Produktionsanlagen des W202-Rohbaus nutzte Klöckner-Moeller die Erfahrungen aus anderen Anlagen, die bereits früher bei Mercedes-Benz eingerichtet wurden. Um den vertikalen Datenaustausch über verschiedene Hierarchieebenen zu ermöglichen, wurde zunächst die Steuerungsebene aus Gründen der Übersichtlichkeit und der Datenhandhabung in einzelne Fertigungsbereiche geteilt. Alle Steuerungen einschließlich ihrer Bediengeräte sind innerhalb dieser Fertigungsbereiche mit einer Zentralen-Bedien-Station vernetzt. Diese ZBS kommen zwei Aufgaben zu: Sie vorverarbeiten zum Hallennetz hin die ankommenden und eingehenden Daten, während sie zum Anlagennetz hin die Funktion eines zentralen Visulisierungs- und Back-up-Mediums übernehmen. Unterhalb der ZBS sind in den Anlagennetzen die zugeordneten Steuerungen und Bediengeräte angeschlossen.

Neben den Produktionsmitteln, die direkt von den jeweiligen SPS-Systemen kontrolliert werden, gibt es noch weitere unterlagerte Systeme in den Anlagen. Diese sind über eine InterBus-S-Anschaltkarte im SPS-Baugruppenträger gekoppelt. Eine weitere Kommunikationsverbindung gibt es schließlich noch zwischen den SPS und dem Objekt-Identifikations-System OIS. Diese versorgt die verschiedenen SPS im Rohbau zunächst mit Informationen über die zu fertigende Karosse und überprüft dann am Ende der Fertigungsstrecke, ob das Endprodukt den eingangs übermittelten Daten entspricht. Eventuelle NIO-Meldungen („Nicht in Ordnung“) werden unmittelbar an die Handarbeitsstrecken zur Nachbesserung weitergegeben.



Die bis dato gemachten Erfahrungen mit der datentechnisch integrierten Produktionstechnik für den W202 haben die Verantwortlichen im Hause Mercedes-Benz trotz kleinerer Probleme in der Startphase zufriedengestellt. Insbesondere die kurze Zeitspanne, die benötigt wurde, um den Rohbau in Betrieb nehmen und hochfahren zu können, wurde positiv herausgestellt. Dabei ist das Ende der Installation noch nicht abzusehen, denn die stete Weiterentwicklung und Verbesserung der Prozesse wirkt sich auch auf Programme und Peripherie aus.

 


 

 

Neue Schürlochbrenner von Kromschröder für die keramische Industrie

In der keramischen Industrie werden Impulsbrenner mit hohen Flammenaustrittsgeschwindigkeiten und großem Regelbereich benötigt, die auch im unteren Leistungsbereich für ausreichende Umwälzung der Ofenatmosphäre sorgen und bei großem Luftüberschuss absolut stabil brennen. Dieser Forderung nach einem theoretischen Optimum steht die gängige Praxis gegenüber: In den Brennzonen der Tunnelöfen, in denen oftmals bis zu 90 Brenner engesetzt werden, sind häufig einfachste Installationen zu finden. Während hier die Gaszufuhr noch einigermaßen geregelt vonstatten geht, findet die Sauerstoffversorgung durch Schlitze in den Schürlochdeckeln mehr oder weniger unkontrolliert statt.

Diese Regelung ist zwar unter dem Aspekt der Handhabung günstig, hat allerdings durch die langsame Reaktion Temperaturprofile im Ofen zur Folge. Dadurch entsteht eine unterschiedliche Schwindung der Produkte (sie entspricht etwa vier Prozent bei 1.020 Grad Celsius), was wiederum Schwierigkeiten beim Entladen verursacht. Eine vollautomatische Ofenbeschickung ist daher mit dieser herkömmlichen Verfahrensweise nicht möglich.

Einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Vollautomatisierung der Produktion in der keramischen Industrie und zur Reduktion des Ausfalls auf ein Minimum, hat Kromschröder mit der Einführung seiner Schürlochbrenner vollzogen. Auf der Grundlage der bewährten BIC-Baureihe hat das Unternehmen Brenner entwickelt, mit denen systematisch Verbrennungsluft und Verbrennungsgas zugeführt werden können. Eine optimale Regelung sorgt dabei für gleichmäßige Temperatur und damit gleichmäßigen Besatz. Die Atmosphäre in den Brennzonen kann so ganz bewusst beeinflusst und den jeweiligen Anforderungen entsprechend gesteuert werden.

Für den Einsatz in Tunnelöfen wurden die BIC-Brenner mit einem Ofenflansch versehen. Durch die Kombination aus unterschiedlichen Brennerköpfen und Brennerrohren können für jeden Anwendungsfall die richtige Flammenform und Brennerrohrlänge gewählt werden. Die modulare Bauweise stellt darüber hinaus sicher, dass die Brenner an den jeweiligen Prozess angepasst oder in ein bestehendes System integriert werden können. Schließlich wird die äußere Aufnahme an die Kundenwünsche angepasst, um die Brennerhöhe anzugleichen.

Die Schürlochbrenner von Kromschröder bieten je einen Gas- und einen Luftanschluss. Außerdem sind sie mit einem Schauglas aus Quartzglas versehen. Dieses ermöglicht den Blick in den Ofen. So kann beispielsweise festgestellt werden, welche Färbung und Qualität die Steine haben, wie sich die Flamme ausbreitet, ob reduzierend oder oxidierend verbrannt wird und ob es mechanische Beschädigungen am Brennerrohr gibt. Das Brennerrohr besteht aus hochwarmfestem Stahl.

Wenn Quartzglas mit Fluor in Berührung kommt, das bei keramischen Produkten stets freigesetzt wird, wird es matt. Um diesen Vorgang zu minimieren und das Schauglas möglichst lange einsatzbereit zu halten, sind die Schürlochbrenner noch mit einem weiteren Luftanschluss ausgestattet. Durch diesen fließt Luft in den Brenner, um zu verhindern, dass die heiße Luft bis zum Schauglas vordringt. Sollte das Glas im Laufe der Zeit dennoch unbrauchbar werden, ist der Austausch kein Problem: Mit einem ½“-Gewinde versehen lässt es sich einfach rausschrauben und durch ein neues ersetzen.

Die Brenner sind ionisationsüberwacht und mit einer Zündelektronik ausgestattet. Diese ist zwar im Normalbetrieb nicht erforderlich, weil eine Zündung aufgrund der hohen Temperaturen automatisch erfolgt, dennoch sind Situationen denkbar, in denen sich die Zündelektronik bewährt. Zum Beispiel, wenn der Ofen nach einem Ausfall komplett neu hochgefahren werden muss. Außerdem lässt sich bei Bedarf über die Elektroden ein kontrollierter Ausbrand im Keramikrohr feststellen.

Während Kromschröder für die Standardversion der Schürlochbrenner auf Grauguss zurückgreift, stellt das Unternehmen unter der Bezeichnung BIA auch eine „abgespeckte“ Variante her, bei der Gehäuse-, Ofen- und Abschlussflansch aus Aluminiumguss (AlSi) bestehen. Zudem sind die BIA-Modelle mit Brennerrohren aus Keramik ausgestattet, und der Luftanschluss wird über Schlauch und Schelle statt über Gewinde vorgenommen. Diese Ausführung bietet gegenüber der GG 25-Version erhebliche Vorteile in Preis und Gewicht. Sie lässt sich allerdings nur bis zu einer Luftvorwärmung von 200 Grad Celsius einsetzen.

Mit den Schürlochbrennern BIC und BIA hat Kromschröder seine bekannte Philosophie des einfachen Nachrüstens und der einfachen Handhabung aufgegriffen und weiterentwickelt. Durch die modulare Bauweise einerseits ist sichergestellt, dass individuelle Kundenwünsche problemlos erfüllt werden können. Und die einfache Installation andererseits stellt sicher, dass die neuen Kromschröder-Brenner ohne großen Aufwand auch in bestehende Systeme integriert werden können.

Denjenigen, die den Schritt zur Vollautomatisierung ihre Produktion langsam vollziehen wollen, bietet das Osnabrücker Unternehmen an, zunächst einen kleinen Teil ihrer Brenner auszuwechseln, Erfahrungen zu sammeln und sich dann für oder gegen die Kromschröder-Produkte zu entscheiden.

 


 

 

Ray Sono AG verlässt sich bei MPLS auf Lösung von Access:Seven

Der Bedarf an Anwendungen, die in den unterschiedlichsten Bereichen in eine bestehende IT-Infrastruktur integriert werden sollen, steigt stetig. Eines der Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von E-Finance-Lösungen, Portalen, Content Management und Personalisierung sowie Virtual Reality und Simulation für digitale Lernmedien spezialisiert hat, ist die Ray Sony AG. Um erfolgreich arbeiten zu können, ist eine funktionierende Datenkommunikation eines der wichtigsten Standbeine für Ray Sono, die 1992 als MediaAktiv GmbH gegründet worden war.

Auf der Suche nach einem Partner, der die Datenkommunikation optimal sichern kann, wurde Ray Sono bei der Frankfurter access:Seven Communications GmbH und deren Produkt profi:VPN fündig. „Wir haben access:Seven unter verschiedenen Anbietern ausgewählt, weil das Unternehmen nicht nur in der Lage war, seine Angebote exakt Baustein für Baustein an unsere Bedürfnisse anzupassen, sondern auch, weil Servicevereinbarungen und das Preis-/Leistungsverhältnis deutlich besser waren als das von Mitbewerbern“, meinte Ray Sono Vorstand Franz Sistemich. „Außerdem“, ergänzte Michael Wenzl, der als IT-Leiter für die Realisierung des Netzwerk-Neuaufbaus verantwortlich zeichnete, „arbeitet access:Seven mit MPLS (Multi Protocol Label Switching), der meiner Meinung nach derzeit fortschrittlichsten Netztechnik.“

Dass die Wahl von access:Seven richtig war, steht für Sistemich nach gut einjähriger Zusammenarbeit außer Zweifel. „Die wenigen Probleme, die es in diesem Zeitraum gab, lagen nicht im Verantwortungsbereich von access:Seven“, betonte der Ray Sono Vorstand. Außerdem habe access:Seven in einer kritischen Phase deutlich mehr geleistet, als zuvor vereinbart worden sei. Sistemich: „Ich bin mir nicht sicher, ob andere Anbieter ebenso engagiert, flexibel und kooperativ reagiert hätten.“

Die Aufgabe

Ray Sono bedient seine Kunden, die renommierte Namen wie Allianz, BMW, Bundeswehr, Crédit Suisse, Merck Finck & Co., Osram Light Consulting, Siemens oder Up2gate tragen, mit drei Niederlassungen in München, Augsburg und Bremen. Nachdem das Unternehmen über Jahre hinweg ein eigenes Firmennetzwerk mit IP Sec und mehreren Service Providern gleichzeitig betrieben hatte, sollte ein neues Netzwerk in Partnerschaft mit einem einzigen Anbieter entstehen.

Dabei galt es für den neuen Netzwerkpartner, verschiedene Bedingungen zu erfüllen. So sollten zunächst einmal die drei existierenden Ray Sono Standorte per Virtual Private Network (VPN) über Mietleitungen miteinander verbunden werden. Zusätzlich sollte sich das Netzwerk zukünftig dauerhaft oder zeitlich begrenzt ohne großen Aufwand erweitern lassen. Erweiterung meint dabei zum einen die Anbindung neu zu gründender Ray Sono Standorte im In- und Ausland über weitere Standleitungen ebenso wie die Anbindung kleinerer Büros oder mobiler Consultants über Dial in-Verbindungen, zum anderen den zeitlich begrenzten Netzwerkausbau, um beispielsweise Schulungen im Hause Ray Sono oder an auswärtigen Standorten durchführen zu können.

Da Ray Sono das Unternehmens-Netzwerk nicht nur zum internen Datenaustausch nutzt, sondern auch öffentliche oder, etwa bei Testläufen neu geschaffener Internet-Portale, die von Ray Sono Kunden begutachtet werden müssen, teilweise öffentliche (Internet-) Dienstleistungen anbietet, musste weiterhin ein besonders hohes Sicherheitsniveau gewährleistet werden. So sollten Internet-User jederzeit Zugriff auf öffentliche IP-Adressen im Netzwerk haben, netzwerkinterne IP-Adressen durften jedoch nicht von außerhalb angreifbar sein.

Schließlich war das Problem zu lösen, dass die gesamte Netzwerktechnik, die zu Beginn des Projektes gleichermaßen an den Ray Sono Standorten Augsburg und München installiert war, in Augsburg zusammengeführt werden sollte.

Die Lösung

Um die anstehenden Aufgaben lösen zu können, wurde eine Realisierungszeit von etwa vier Monaten vereinbart. Dass diese Phase schließlich unbeabsichtigt deutlich verkürzt wurde, lag daran, dass einer der bis dahin mit Ray Sono zusammen arbeitenden Service Provider einen Insolvenzantrag stellte und die Leitungen innerhalb von sieben Tagen nach dem Insolvenzantrag abschaltete.

IT-Leiter Michael Wenzl: „Der Internet-Ausfall war für uns eine Katastrophe, aber dank des Einsatzes der access:Seven Mitarbeiter ist es uns gelungen, in wenigen Tagen ein Szenario zu schaffen, mit dem wir weiter machen konnten.“ Die aktuelle Netzwerkarchitektur bei Ray Sono zeigt sich nach der ungewöhnlich schnellen Einrichtungsphase heute so: Das Ray Sono Rechenzentrum in Augsburg ist mit einer 34 MBit/s Breitband-Mietleitung (Least Line) in Augsburg mit dem access:Seven Backbone verbunden, dem Unternehmens-Hauptsitz in München und der norddeutschen Niederlassung in Bremen stehen jeweils 2 MBit/s SDSL-Leitungen zu den access:Seven Knoten in München bzw. Hamburg zur Verfügung. Zugang zum firewall-geschützten öffentlichen Ray Sono Netz bieten 126 öffentliche IP-Adressen; auch die gesamten Internet-Zugriffe der derzeit knapp über 100 Ray Sono Mitarbeiter erfolgen über die Firewall im Rechenzentrum Augsburg.

Das Problem der Verbindung öffentlicher und nichtöffentlicher Datenkommunikation wurde durch die Einrichtung von zwei externen Ethernet-Schnittstellen gelöst, über die zum einen die nichtöffentlichen IP-Adressen des Ray Sono VPN und zum anderen die öffentlichen IP-Adressen des Internets zu erreichen sind.

MPLS-Technologie

Und auch die Realisierung kurzfristiger und zeitlich begrenzter Netzänderungen erweist sich durch den Einsatz von MPLS-Technologie als problemlos. MPLS fügt den Datenpaketen kundenspezifische Adressinformationen hinzu und bestimmt einmalig am Netzeingang (Provider Edge Router) den besten Weg zur Zieladresse. „Durch MPLS war es nicht nur von vornherein möglich, die bestehende Routerstruktur beizubehalten“, erläuterte Michael Wenzl, „sondern MPLS gibt uns auch die Möglichkeit, Netzänderungen schnell und unkompliziert zu realisieren, ohne dass diese sich negativ auf die gesamte Konfiguration auswirken, denn der Hauptrouter gibt die entsprechenden Änderungen automatisch an die anderen Router im Netz weiter.“

Hohe Servicequalität

Das funktionierende physikalische/logische Netzwerk ist jedoch nicht allein für die Zufriedenheit Ray Sonos mit dem Partner access:Seven verantwortlich. Einen ebenso bedeutenden Anteil hat der Service. „Verglichen mit den Erfahrungen, die ich mit anderen Service Providern gemacht habe, ist die Zusammenarbeit mit access:Seven auch hinsichtlich der Servicequalität vorbildlich“, sagte Michael Wenzl. Herausragend sei vor allem die schnelle und unkomplizierte Reaktion des Frankfurter Unternehmens. Wenzl: „Eine E-Mail oder ein Anruf reichen aus, um bei access-Seven etwas in Gang zu setzen und Probleme zu lösen.“

Diese Erfahrung unterstreicht die Philosophie von access:Seven, dem Kunden gegenüber offen zu sein und das eigene Handeln transparent zu machen, um dem Kunden so eine Basis für Vertrauen in die eigene Arbeit und die Leistungsfähigkeit zu bieten. „Die meisten Service Provider scheuen sich davor, Verantwortung für das zu übernehmen, was sie machen, und häufig werden bestimmte Vertragsdetails durch Allgemeine Geschäftsbedingungen und Kleingedrucktes wieder relativiert“, betonte Wenzl. „Ganz anders bei access:Seven: Dort werden die Service Level Agreements nicht nur vertraglich festgehalten, sondern es werden auch vertraglich fixierte Definitionen zu den einzelnen Abmachungen geliefert.“ Um Streitigkeiten von vornherein zu vermeiden, stehe bei access:Seven beispielsweise ganz genau im Vertrag, wie etwa die Netzverfügbarkeit zu messen sei.

Beachtenswert ist nach Wenzls Meinung auch die Offenheit, mit der access:Seven seinen Kunden gegenüber tritt. So verbergen sich die Mitarbeiter des Frankfurter Anbieters nicht hinter anonymen Servicerufnummern. Im Gegenteil: Die Verantwortlichen bei Ray Sono wissen genau, welcher Ansprechpartner bei access:Seven für welches Problem zuständig ist, gleichgültig, ob es sich etwa um technische Fragen oder Fragen des Vertriebs handelt.
Ebenfalls mit einem Lob versah der Ray Sono IT-Leiter die Abwicklung von Störungen. So öffnet die Abteilung Customer Relation bei access:Seven jeweils ein sogenanntes Trouble Ticket, das mit einer ID versehen wird. Alle Mitarbeiter von access:Seven, die von dem Trouble Ticket betroffen sind, müssen ihre Aktivitäten dort festhalten. Anhand der Identifikationsnummer kann der Kunde jederzeit nachvollziehen, wann die Störung aufgenommen wurde, wie der jeweilige Stand der Bearbeitung ist und wann die Störung beseitigt wurde. Und erst dann, wenn das Problem zur Zufriedenheit des Kunden gelöst ist, wird das Trouble Ticket wieder geschlossen – und zwar vom Kunden selbst.

Proaktives Vorgehen

Pluspunkte hat access:Seven bei Michael Wenzel schließlich auch noch durch das proaktive Vorgehen gesammelt. So kommt es immer wieder aus verschiedenen Gründen vor, dass access:Seven sich unaufgefordert bei Ray Sono meldet. Sei es zum Beispiel, um anzukündigen, dass man das vertraglich zugesicherte Wartungsfenster nutzen werde, oder sei es, um Störungen zu melden, die durch Monitoring in Frankfurt eher festgestellt wurden als bei Ray Sono selbst. Wenzl: „Ich erinnere mich daran, dass wir einmal auf ein Routerproblem aufmerksam gemacht wurden, das bei uns durch einen lockeren Stecker entstanden ist. Als der Anruf von access:Seven kam, hatten wir noch gar nicht gemerkt, dass es überhaupt eine Störung gab.“

 


 

 

Mit Pegasus PCA finden Schmerzpatienten in den normalen Alltag zurück

Klassische Schmerztherapien bringen für die Patienten viele Nachteile mit sich: Langfristige Aufenthalte im Krankenhaus reißen sie aus ihrem sozialen Umfeld, beschneiden bestehende Kontakte, isolieren sie. Abhilfe verspricht ein neues Gerät, das die LogoMed GmbH vorgestellt hat: Pegasus PCA ist eine tragbare Infusionspumpe, die den Patienten dank ihrer kompakten Abmessungen und ihrer absolut genauen Arbeitsweise ein weitgehend normales Leben im häuslichen Umfeld und am Arbeitsplatz ermöglicht.

Pegasus PCA wird überwiegend in der Desferal-, Antibiotika- und Hormontherapie eingesetzt und optimiert die ambulante Infusionstherapie. Herzstück des Gerätes ist eine miniaturcomputergesteuerte Mikro-Radialkolbenpumpe, die eine maximale Fördergenauigkeit garantiert. Kompakte Abmessungen und geringes Gewicht sorgen dafür, daß sich der Patient nicht beeinträchtigt fühlt und von Außenstehenden nicht als Patient erkannt wird. So wird eine Re-Integration in den „normalen“ Alltag, das häusliche Umfeld, die Familie oder sogar in den Beruf erleichtert.

Gleichzeitig wird Pegasus PCA durch eine äußerst problemlose Handhabung charakterisiert (PCA = Patient Controlled Analgesia; patientengesteuerte Schmerzbehandlung). Einmal vom Arzt programmiert, besitzt der Patient keinen Einfluß auf den eingestellten Medikamentenfluß. Er hat lediglich die Möglichkeit, sich bei plötzlich auftretenden Schmerzschüben in vorher festgelegten Mindestabständen zusätzlich Schmerzmittel zuzuführen. Die Menge dieser Bolusgabe und die anschließende Bolus-Sperrzeit werden zuvor ebenfalls durch den Arzt festgelegt. Eine Überdosierung ist auf diese Weise ausgeschlossen. Das bedeutet ein hohes Maß an Sicherheit, das bislang nur in de Klinik zu gewährleisten war.

Arzt, Patient und Pfegepersonal können sich jederzeit auf dem Display des Gerätes über alle wichtigen Einstellungen informieren. So können auf Knopfdruck die Fördergeschwindigkeit, mit der das Medikament verabreicht wird, und die restliche Menge im Infusionsbeutel abgerufen werden. Auch zeigt das Display die minimale (wenn er alle erlaubten Bolusgaben nutzt) und die maximale (wenn er keinen Bolus auslöst) Reichweite an. Darüber hinaus werden die Bolus-Abgabemenge und die anschließende Dauer der Bolus-Sperrung angezeigt. Ein grünes, blinkendes Kontrollämpchen signalisiert schließlich die einwandfreie Funktion. Auch eine kurzzeitige Unterbrechung der Medikamentenzufuhr ist bei Bedarf ohne Probleme möglich. Etwa, wenn der Patient das Gerät zum Duschen oder Baden abnehmen will.

Diese Eigenschaften geben dem Patienten nicht nur ein großes Maß an Flexibilität und Sicherheit. Sie vereinfachen auch die Arbeit des Pflegepersonals, und zwar gleichermaßen bei der täglichen Kontrolle als auch bei der Neubefüllung. Außerdem ersparen sie dem Patienten zusätzliche Injektionen.

Besonders nützlich für die Beurteilung des Therapieverlaufs ist zudem der eingebaute Ereignisrecorder, der alle Daten zirka einen Monat lang speichert. Unter anderem läßt sich so über die Informationen über alle abgerufenen und verweigerten Boli die im Tagesverlauf auftretende „Incident Pain“ nachvollziehen. Da diese Therapie-Datenbank über ein Interface mit einem PC verbunden werden kann, sind eventuelle Änderungen der Schmerztherapie und die Optimierung der Behandlung durch Anpassung an die individuellen Erfordernisse des Patienten einfach durchzuführen.

Im Sinne eines Rundum-Services begnügt sich LogoMed nicht mit der Produktion der Pegasus PCA am Firmensitz in Kiel. Das Unternehmen hat darüber hinaus ein umfangreiches Servicepakte für Patientzen, Krankenkassen und Ärzte geschnürt. In dessen Mittelpunkt steht eine brandaktuelle, interaktive CD-ROM. Punkt für Punkt, interaktiv per Menü für jeden PC-Benutzer steuerbar, listet die CD die unterschiedlichen Einsatzweisen der Pumpe auf. Ärzten, Pflegepersonal und den Patienten selbst bietet sie die Möglichkeit, sich in allen Einzelheiten mit der Funktion und der Handhabung des Gerätes vertraut zu machen. Auf diese Weise steht Ärzten und Pflegepersonal ein Medium zur Verfügung, mit dem sich im Patientengespräch offene Fragen, im wahrsten Sinne des Wortes, anschaulich beantworten lassen. Durch den einfachen Aufbau des Inhalts ist der Lernefekt garantiert.

Auch die Dienstleistungsangebote für die Betroffenen wurden ausgebaut.Herauszuheben ist, daß LogoMed auf Wunsch Ärzten und Patienten sämtliche administrativen Arbeiten abnimmt, die durch Pegasus PCA entstehen. Die Serviceleistungen reichen von der Unterstützung bei der Antragstellung über die Kostenabwicklung mit den Krankenkassen bis zur persönlichen Einweisung und Schulung von Ärzten, Pflegepersonal und Patienten. Um diesen Service in Anspruch zu nehmen, reicht es aus, wenn der Patient den ausgefüllten Antrag auf Kostenübernahme, die Verordnung und die Notwendigkeitsbescheinigung einreicht. Pumpe und Verbrauchsmaterialien stehen dem Patienten spätestens nach 48 Stunden zur Verfügung.

Der Servicegedanke wird durch das LogoMed-typische kostenbewußte Denken ergänzt. So sieht das Gerätepool-Konzept nicht nur eine Bereitstellung neuer Produkte vor, sondern auch eine Lagerung gebrauchter Pumpen, auf die die Krankenkassen jederzeit zurückgreifen können. Regelmäßige sicherheitstechnische Kontrollen und verantwortungsbewußte Wartung gewährleisten die optimale Funktion und die Sicherheit für den Patienten. Den Krankenkassen bringt diese Möglichkeit der Gerätebereitstellung erhebliche Ersparnisse, denn gebrauchte Pumpen kosten nur einen Bruchteil der Erstanschaffung.

Das LogoMed-PainSet schließlich präsentiert sich als Komplettlösung, bei dem Pumpe und das gesamte Zubehör als praxisgerechtes Paket bereitgestellt werden.

Bereits 1993 wurde die Infusionstechnologie, die als Grundlage für Pegasus PCD dient, mit dem Förderpreis des Bundesministeriums für Forschung und Technologie ausgezeichnet. Und die Auswertung klinischer Erfahrungen an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald stellte insbesondere die neuartige Möglichkeit zum Auslesen und Programmieren der Pumpe per PC sowie die einfache Handhabung des Gerätes positiv heraus.

 


 

 

Becker+Hach: Systemgedanke sichert Erfolg im In- und Ausland

Zeit ist ein relativer Begriff. Für die geologischen Formationen der Erde sind 50 Jahre nicht der Rede wert. Für ein hochentwickeltes Computersystem am Ende des zweiten Jahrtausends sind sie fast eine Ewigkeit. Im Wirtschaftsleben kommt es auf den Standpunkt an, von dem aus man Zeitspannen betrachtet. Hier geht es vor allem um den Erfolg, den ein Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erzielt. Und gemessen an diesem Kriterium gehört der Eschweger Rahmenhersteller Becker+Hach, der 1998 sein 50jähriges Bestehen feiert, sicherlich zu den ganz Großen der Wirtschaft.

Die Geschichte des Familienunternehmens vom kleinen Hersteller von Lederartikeln zu Europas Marktführer in Sachen Bildberatung und Rahmen liest sich wie das oft strapazierte Märchen vom Tellerwäscher, der durch Fleiß, Sparsamkeit und Ideenreichtum zum Millionär wird: 1948 gründen Rolf Becker und Günther Hach eine kleine Manufaktur, die verschiedene Alltagsprodukte aus Leder herstellt, an denen wenige Jahre nach Kriegsende erheblicher Mangel herrscht. Brieftaschen, Geldbörsen und Schlüsseletuis aus dem Hause Becker+Hach werden deshalb im In- und Ausland schnell zu Verkaufsschlagern. Auch die mit Leder bespannten Bilderrahmen, die später eingeführt werden, erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Marke Becker+Hach wird so schnell populär, dass eine Umbenennung wenig sinnvoll erscheint, als nach zwei Jahren mit Günther Hach einer der beiden Firmengründer aus dem Unternehmen ausscheidet.

Ein Umdenkungsprozess wird dann jedoch einige Jahre später notwendig: Mit der zunehmenden Bedeutung der Lederwarenindustrie an anderen Standorten haben die kleineren Hersteller im strukturschwachen „Zonenrandgebiet“ keine Chance mehr gegen ihre übermächtigen Konkurrenten, die vor allem im Offenbacher Raum angesiedelt sind. So konzentriert sich Becker+Hach ab Mitte der 50er Jahre vollkommen auf die Herstellung von Bilderrahmen.

Flexible Reaktion auf Zeitgeist und sich wandelnden Verbrauchergeschmack, die Entdeckung von Marktnischen sowie die Nutzung neuer Werkstoffe und innovativer Produktionsverfahren sorgen für eine stetige Sortimentserweiterung und eine zunehmende Bedeutung des Unternehmens auf dem deutschen und internationalen Parkett. Heute fertigt Becker+Hach, das nach dem Tod des Firmengründers Rolf Becker 1987 im Besitz der drei Söhne Dirk, Frank und Jürgen Becker ist, an den beiden Produktionsstandorten in Eschwege und Tschechien bis zu 100.000 Bilderrahmen pro Arbeitstag. Zirka 600 Mitarbeiter,von denen etliche bereits seit vielen Jahren zum Personal gehören, stellen im Zweischichtbetrieb auf rund 22.000 Quadratmetern überbauter Fläche Produkte aus fünf Segmenten her.

Die aktuelle Produktpalette umfasst die Marken „NATURE“, Holzrahmen mit veredelten Profil-Oberflächen, „COLOR“, Kunststoffrahmen mit Lackglanz-Veredelung der Oberflächen, „METAL DEKOR“, Kunststoffrahmen mit veredelten Metalleffekt-Oberflächen, „ALU art“, Aluminiumrahmen mit Oberflächen-Veredelung, sowie die rahmenlosen Bildhalter „CLIX/FLIX“, die im vergangenen Jahr um das Produkt „new CLIX“ mit patentierter Verschlusstechnik erweitert wurden. Galerie Passepartouts, säurefreie Marken-Schrägschnitt-Passepartouts in Museumsqualität, runden schließlich das aktuelle Becker+Hach-Produktangebot ab. Fast jeder dritte Rahmen mit dem Becker+Hach-Logo wird außerhalb Deutschlands verkauft.

Der Erfolg des Unternehmens stützt sich jedoch nicht ausschließlich auf das umfangreiche Produktsortiment. Schon Firmengründer Rolf Becker hatte erkannt, dass sich „Hardware“ erst in Verbindung mit ausgeklügelten Dienstleistungen erfolgreich absetzen lässt. So wurde Becker+Hach zu einem Systemanbieter, der auch unter den Geschäftsführern Dirk Becker und Günter Kuhlmann das Gesamtkonzept der Zusatzleistungen für seine Handelspartner um immer neue, verblüffende Bausteine erweitert: „Farbzination für Bild + Rahmen“ heißt die jüngste Idee der Becker+Hach-Kreativabteilung, die im Jubiläumsjahr insbesondere bei großflächigen Handelspartnern für Furore und neuartige Profilierungsmöglichkeiten im Kampf um die Gunst einer Kundschaft sorgen soll, die sich immer heterogener zeigt.

Unter dem Kunstbegriff Farbzination präsentiert Becker+Hach in diesen Tagen ein neues Erlebniskonzept für den Handel, das bereits heute Lösungen für die Herausforderungen von morgen verspricht. Farbzination zeigt Farb- und Wohnwelten, die traumhaft aufeinander abgestimmt werden und so das Ambiente für stilvolles Leben zaubern. In den Mittelpunkt jeder der zunächst fünf geplanten Farbzination-Welten stellt Becker+Hach jeweils eine Produktgruppe seiner Rahmen. So werden Holzrahmen in Pastelltönen mit einem harmonischen und ruhigen Umfeld kombiniert, während rustikalere Holzrahmen in eine wohnliche und warme Wohnwelt eingefügt werden. Farbige Kunststoffrahmen harmonieren mit frischem und modernem Ambiente, und Rahmen aus Aluminium zeigen ihre Stärken in einer leuchtenden und eleganten Welt. Die Welt der rahmenlosen Bildhalter gibt sich dagegen vor allem sachlich und jung.

Auch das neue Farbzination-Konzept verfolgt mit der emotionalen, erlebnisbetonten Ansprache des Verbrauchers dasselbe Ziel wie alle anderen Bausteine des ertragsorientierten Becker+Hach-Systems: den Handelspartnern hohe Flächen-Zusatz-Erträge zu sichern. Einen wichtigen weiteren Baustein innerhalb dieser Philosophie bildet die Marktinformation und die sich daraus ergebende Rückgewinnung des Verbraucherblicks. Die ständig aktualisierte Becker+Hach MARKTFORSCHUNG INTERNATIONAL bringt neue Erkenntnisse über das Verbraucherverhalten und trägt zur Beantwortung der Schlüsselfrage bei: „Denkt der Handel wie der Verbraucher?“. Beleuchtet werden hier vor allem Aspekte wie das Impuls-Kaufverhalten, das Preisbewusstsein des Käufers und Marktpotentiale. Außerdem werden auf der Grundlage der Becker+Hach Marktforschung immer wieder neue Preisempfehlungen für den Handel erarbeitet. Sie bieten, gleichgültig in welcher Branche, früher nie für mögliche gehaltene Erträge – vorausgesetzt, der Handel befolgt die Empfehlungen.

Zusätzlich werden die Erkenntnisse aus den Marktanalysen für maßgeschneiderte Shop-Planungen mit Becker+Hach Präsentationssystemen in Verbindung mit individuellen Empfehlungen für die Bestückung und Berechnungen des Ertragspotentials genutzt. Die Ladenplanung selbst erfolgt computerunterstützt mit dem 1996 eingeführten ShopCAD-Service. Er ermöglicht zum einen eine dreidimensionale, fotorealistische Bildschirmdarstellung jeder Rahmenabteilung oder jedes Bildergeschäftes. Zum anderen kann Becker+Hach auch für jeden Bestückungswunsch augenblicklich genaue Angaben zu Umsätzen und Erträgen machen, die der Händler mit dem gewählten Sortiment erwarten kann. Wer sich mit diesem neuartigen Angebot nicht vertraut machen will, findet natürlich auch in den Becker+Hach-Außendienstmitarbeitern erfahrene Ansprechpartner für die Lösung individueller Probleme.

Auf dem Weg zum Geschäftserfolg begleitet das Eschweger Unternehmen seine Kunden weiterhin mit seinen Trainingsprogrammen, in denen Produktverkäufer zu Bildberatern mit aktiver Bildberatung für alle Leistungen rundum das Bild ausgebildet werden. Unter aktiver Bildberatung ist dabei die unternehmerische Entscheidung zu verstehen, das klassische Geschäft mit dem Impulskauf Bilderrahmen zu verzahnen und dem Kunden durch Fachkompetenz die Freude am Bild zu sichern.

Abgerundet wird der Becker+Hach-Systembaukasten durch innovative Präsentationssysteme. Sie fungieren als Licht- und Kundenmagnet und haben einen erheblichen Anteil an der Steigerung der Mengenverkäufe. Im Mittelpunkt dieses Serviceangebots steht mit dem Picture-Service-Center ein komplettes Präsentationssystem mit Shop-in-Shop-Charakter. Auch seine Stärke liegt in der Flexibilität: Mit den unterschiedlichen Materialien und Modulgrößen, die zur Verfügung stehen, läßt sich das Picture-Service-Center ebensogut in bestehende Läden einpassen wie es freistehend eingesetzt werden kann. Fast keine Grenzen sind schließlich bei den Becker+Hach Präsentationssystemen in puncto Bestückung gesetzt, auch hier können alle individuellen Vorstellungen des Handels problemlos realisiert werden.

 


 

Bei Hecker Glas in Dortmund ist Glas nicht Glas

Vom Händler für Maxos-Schaugläser zum Spezialisten für Sicherheitsglas, hitzebeständige Spezialgläser und Glaskeramik – so liest sich in ganz kurzer Form die 95-Jährige Geschichte von Hecker Glas in Dortmund.

Was Hecker Glas heute auszeichnet, sind vor allem zwei Dinge: Auf der einen Seite eine große Kontinuität im Management, auf der anderen Seite kontinuierlich clevere Unternehmensentscheidungen zum Umbau des Unternehmens und zur wohldosierten Erweiterung des Produktsortiments. Die Geschicke des Unternehmens werden insbesondere durch zwei Personen geprägt: Werner Wirsing-Lüke, der bereits 1966 als kaufmännischer Mitarbeiter in das 1920 von Georg Hecker gegründete Handelsunternehmen eintrat, und Dr. Andreas Appel, der 1992 die Stelle des technischen Leiters übernahm. Beide sind Hecker Glas noch heute treu: Wirsing-Lüke als Chairman der Gesellschafter (zu denen neben ihm selbst und Appel auch noch Hildegard Lüke und Michael Muhr) gehören, und Appel seit 2000 als Geschäftsführender Gesellschafter.

Unter der Führung der beiden wuchs das zunächst in Dortmund-Körne, ab 1969 in Dortmund-Hombruch und seit 1995 auf einem rund 30.000 Quadratmeter großen Areal in Dortmund-Aplerbeck angesiedelte Traditionsunternehmen zu einem international agierenden Konzern mit weltweit 350 Mitarbeitern und einem weiteren Produktionsstandort in Tai’an in China. Rund 250 Menschen arbeiten in Dortmund für Hecker – was das Unternehmen zu einem der größten produzierenden Betriebe in Dortmund macht. Sie haben im vergangenen Jahr einen Umsatz von 35 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Exportanteil von durchschnittlich 65 Prozent errechnet sich durch einen rund 40prozentigen Anteil der Hecker Glastechnik und einen mehr als doppelt so hohen Exportanteil der Hecker Glaskeramik: Hier stammen vier von fünf Euros aus einem von insgesamt etwa 50 Ländern auf allen Kontinenten, in denen Hecker Produkte verkauft werden. Vor dem Hintergrund dieser internationalen Ausrichtung wundert es nicht, dass „Weltweit aktiv – zu Hause in Dortmund“ einer der Unternehmens-Slogans ist.

International wie die Kundschaft sind auch die Mitarbeiter des Unternehmens. Sie stammen aus 20 Nationen. Dabei finden sich Mitarbeiter mit ausländischem Pass oder ausländischen Wurzeln sowohl in der Produktion als auch in der Verwaltung, und dort vor allem im Verkauf. Gespräche mit Kunden zum Beispiel aus Finnland, Italien, China, der Schweiz oder der Slowakei können so in der Muttersprache geführt werden. Hecker Glas bildet auch aus, zum Beispiel Industriekaufleute, Flachglasmechaniker, Medientechnologen im Wachstumsfeld Siebdruck, als Fachkraft für Lagerlogistik und Wirtschaftsingenieure in Fachrichtung Glastechnik, die im Dortmunder Unternehmen den praktischen Teil ihres Dualen Studiums absolvieren.

Zu finden sind die 17 Glassorten der Hecker Glastechnik in der Leuchtenindustrie (zum Beispiel Flutlichtanlagen in Stadien, Shopbeleuchtung oder Dauerlicht für Filmaufnahmen), in der Medizintechnik (z. B. OP-Beleuchtung ebenso wie im Anlagenbau (z. B. Maschinenbeleuchtung), im Stadtmobiliar (z. B. Wartehäuschen für Bushaltestellen), in Haushaltsgeräten (z. B. Glas für Dunstabzugshauben oder Backöfen), im Wohnbereich (z. B. Infrarotglasheizung oder Toilettendrückerplatte), in der Automation (z. B. Displays für industrielle Anwendungen) sowie vielen weiteren Lebensbereichen (z. B. Schutzglas für Ladegeräte, Anmischplatten für Dentaltechnik oder Displays für Ergometer). Die Produkte der Hecker Glaskeramik werden dagegen nur im Kaminbau eingesetzt.
„Die Gründung der chinesischen Tochtergesellschaft in China wurde erforderlich, um im Markt für Massengläser bestehen zu können“, sagt Wirsing-Lüke, „denn Glas dieser Qualität lässt sich in Deutschland nicht wettbewerbsfähig produzieren.“ Kunden für die Produkte aus Fernost finden sich heute in preissensiblen Märkten, bei denen der Lieferzeitpunkt der Ware eine untergeordnete Rolle spielt. „Was bei der Expansion nach China beachtenswert ist, ist die Tatsache, dass sie den Standort Dortmund beflügelt hat“, betont Wirsing-Lüke. „Während die Verlagerung der Produktion nach Asien gemeinhin als Arbeitsplatzvernichter für die heimische Wirtschaft gilt, hat sich Hecker Glas in Dortmund seit der Einweihung der chinesischen Tochter im Jahr 2007 vervielfacht.“ Denn in Dortmund wird das chinesische Glas weiter bearbeitet.

Hecker China ist nur ein Beispiel für den erfolgreichen kontinuierlichen Aus- und Umbau des Unternehmens. So begannen 1966 mit dem Eintritt von Werner Wirsing die Bearbeitung von Plexiglas und der Handel mit Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG). 1978 begann mit der Gründing einer Produktionsstätte in Irland die ESG-Fertigung. Drei Jahre später wurde das Unternehmen Georg Hecker Nf. in die Hecker Glastechnik und die Hecker Kunststofftechnik aufgeteilt, die inzwischen nicht mehr zur Unternehmensgruppe gehört. 1995 erfolgte die Gründung der Hecker Verwaltungs- und Servicegesellschaft, die als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert wurde. 1999 wurde auch die Hecker Glaskeramik auf eigenständige Unternehmensbeine aufgestellt. Diese Maßnahmen und eine Reihe von Investitionen in die Zukunft bescherten Hecker Glas solides Wachstum.

Wachstum, das auf Seiten der Gesellschafter für Freude sorgt. „Als Unternehmer fühlen wir uns aber nicht nur dem Gewinn verpflichtet, sondern auch unseren Mitarbeitern“, stellt Wirsing-Lüke fest. So hat der Chef beispielsweise immer ein offenes Ohr für private Probleme seiner Mitarbeiter. „Wenn mich jemand vom Personal aus einem privaten Anlass sprechen will, dann kann er sich fast zu hundert Prozent darauf verlassen, innerhalb eines halben Tages einen Termin zu bekommen“, meint Wirsing-Lüke. „Die Manager des Unternehmens müssen für geschäftliche Belange oftmals länger warten.“ Dieses Verhalten hat Tradition. So erinnert sich Wirsing-Lüke daran, Ende der 80-Jahre, zu diesem Zeitpunkt war er Schatzmeister im Vorstand bei Borussia Dortmund, fünf Hooligans der als nationalistisch bekannten Dortmunder Borussen-Front eine berufliche Heimat gegeben und damit ein neues Leben fernab rechter Gewalt gegeben zu haben – drei von ihnen gehören noch heute zum Mitarbeiterstamm.

Ach der Neubau in Dortmund-Aplerbeck wurde von vornherein als „Wohlfühl-Objekt“ für die Mitarbeiter konzipiert. Hohe Räume, offene Treppen, viel Glas, noch mehr Kunst an den Wänden, ein Flügel im Foyer, überdimensionale BVB-Trikots mit Autogrammen der Spieler in der Produktion und ein seit 1995 bestehendes Internet-Café für die Mitarbeiter zeugen von den Details, auf die beim Entwurf und Bau des Gebäudes geachtet wurde. Das Bestreben, etwa Sympathisches zu schaffen, wurde vom Kommunalverband Ruhrgebiet 1997 mit dem Titel „Vorbildlicher Gewerbebau“ belohnt. Am wichtigsten ist Wirsing-Lüke aber die Lage im und der Blick ins Grüne. „Grün ist unglaublich wichtig für den Menschen. Ich verstehe Unternehmer nicht, die meinen, sie seien der Aufforderung zu mehr Grün schon dadurch nachgekommen, dass der Maschendrahtzaum um das Betriebsgelände herum diese Farbe hat“, erklärt Wirsing-Lüke.

 


 

Bernd Baumanns ist ein Brennstoffhändler mit langer Tradition

Mit drei Unternehmen in Duisburg und Meerbusch-Lank versorgt Bernd Baumanns Privatkunden und Gewerbetreibende im westlichen Ruhrgebiet und am Niederrhein mit Heizöl und Diesel – und den dazugehörigen Dienstleistungen.

Baumanns weiß, dass bei vielen Kunden, die keinen Überblick über ihren Heizölvorrat haben, die Wohnung kalt bleibt, weil der Tank leer ist. „Damit die Kunden in ihren eigenen vier Wänden oder im Büro nicht lange frieren müssen, versorgen wir sie bei Bedarf an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr mit Brennstoffen, wenn es nötig ist“, sagt Baumanns, der 1989 in das väterliche Unternehmen eingestiegen ist. Damit diese Zusage auch in der Nacht und am Wochenende eingehalten werden kann, wird regelmäßig ein Notdienst organisiert; für den nicht nur die Mitarbeiter eingespannt werden, sondern bei Engpässen auch der Chef selbst. Ein eigener Fuhrpark mit drei Fahrzeugen und die Kooperation mit Spediteuren, die vor allem Großaufträge abwickeln, sorgt dabei für ein hohes Maß an Flexibilität. Dank der Sonntagsfahrgenehmigung stellt auch die Belieferung der Kunden, zu denen auch Krankenhäuser mit Notstromgeneratoren gehören, an Sonn- und Feiertagen kein Problem dar.

RAL Gütesiegel

Eine Besonderheit des Unternehmens ist die Mitgliedschaft in der RAL Gütegemeinschaft Energiehandel. Sie stellt gegenüber dem Endkunden ein objektives Qualitätskriterium dar. Das RAL Gütesiegel wird Unternehmen erst nach einem aufwändigen Kontrollprozess durch das RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung verliehen. Im Rahmen der Überprüfung werden unter anderem die Buchführung des Antragstellers und dessen Fahrzeuge genau unter die Lupe genommen. Wenn es keine Beanstandungen gibt, erhält der Unternehmer das RAL Gütesiegel. Dieses weist den Kunden darauf hin, dass der Unternehmer über dem Mindeststandard der Branche arbeitet, seine Produkte von Topqualität sind und das Unternehmen für besondere Zuverlässigkeit und kompetente Beratung steht. „In der Praxis bedeutet das zum Beispiel, dass der Kunde sich darauf verlassen kann, tatsächlich hundert Prozent der auf der Rechnung aufgeführten Menge zu erhalten und dass die gelieferte Ware nicht gepanscht oder gestreckt wurde“, erläutert Baumanns. Darauf könne man sich nicht bei allen Anbietern verlassen. „Interessenten, die sich über Preissuchmaschinen oder andere Internetportale Informationen besorgen, sollten sich fragen, warum einige Betriebe für nahezu identische Dienstleistungen und Brennstofflieferungen deutlich niedrigere Preise verlangen als der Rest der Anbieter“, empfiehlt Baumanns. In der Regel habe das nichts mit besonders geschickter Einkaufspolitik zu tun.

Ein Pluspunkt im Verhältnis zu den Kunden ist das Team, auf das Baumanns bauen kann. Alle Fahrer sind schon seit mindestens zehn Jahren für das Unternehmen tätig. Das wirkt sich positiv auf die Kundenbindung aus. Da die Fahrer bei der Anlieferung von Heizöl im Keller befindliche Tanks kontrollieren müssen, fällt es den Kunden leichter, bekannte Fahrer ins Haus zu lassen, zu denen sich im Laufe der Jahre vor allem bei Stammkunden ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat.

Diesel-Lieferungen

Zweites Standbein neben dem Heizölverkauf ist die Belieferung von Gewerbekunden mit Diesel. Hier wird der Treibstoff sowohl an stationäre Tanksäulen und -stellen auf Firmengeländen als auch an mobile Fahrzeuge auf Baustellen geliefert. In der Regel wird bei der Baustellenbelieferung anfangs mit dem Bauleiter oder einem anderen Vertreter des Kunden ein Belieferungsplan ausgearbeitet, der dann strikt von Baumanns Brennstoffhandel eingehalten wird. So ist auf den Baustellen zumindest in Bezug auf den Treibstoff der reibungslose Fortschritt der Arbeiten gewährleistet.

Historie

Baumanns Brennstoffhandel wurde 1960 von Jakob Baumanns, dem Vater des jetzigen Inhabers, als Handel für feste Brennstoffe, Heizöl und Baustoffe gegründet. Nach dem Eintritt von Bernd Baumanns in das Unternehmen baute man ab 1989 zunächst den Bereich Baustoffhandel aus, verkaufte diesen Geschäftsbereich aber 2004, um sich anschließend auf den Brennstoffhandel konzentrieren zu können. Im selben Jahr kaufte Baumanns mit der Georg Weng Brennstoffhandel GmbH in Meerbusch-Lank einen Wettbewerber, der das Geschäft aus Altersgründen abgeben wollte und einen geeigneten Nachfolger suchte. Zuvor hatte das bis dahin im Familienbesitz befindliche Unternehmen seine Kunden fast 125 Jahre lang bedient. Ein Jahr später, 2005, wurde mit Heizöl Lefken ein weiteres Unternehmen erworben. Auch dieses in Duisburg ansässige Familienunternehmen kann mit dem Gründungsjahr 1879 auf eine lange Tradition zurückblicken und fand mit Bernd Baumanns einen geeigneten Nachfolger aus dem Mittelstand, der die Traditionsgeschichte im Sinne der Gründerfamilie weiterführt.

Dienstleistungen

Neben dem Handel mit Brennstoffen bietet Baumanns auch die branchenüblichen Dienstleistungen. Diese umfassen unter anderem den Tankschutz sowie die Tankreinigung und die Tanksanierung. Ist ein Tankaustausch fällig oder will ein Kunde wegen der derzeit sehr günstigen Preise von Gas oder Fernwärme auf Heizöl umsteigen, fungiert Baumanns gemeinsam mit einem Partner als Beratungsunternehmen. Auch hier hat sich nach inzwischen 15jähriger Zusammenarbeit ein Vertrauensverhältnis aufgebaut. Ein weiterer Service für die Kunden ist der „Preisalarm“, der über die Webseite des Unternehmens aktiviert werden kann. Dort gibt der Kunde einen Wunschpreis an, zu dem er beliefert werden will. Sobald Heizöl auf dem Markt zu diesem Preis angeboten werden kann, wird er anschließend per E-Mail informiert und kann seine Bestellung aufgeben. Auf den ausführlichen Unternehmens-Webseiten (www.baumanns.de, www.weng-brennstoffe.de, www.lefken.de und www.clever-heizen-mit-oel.de) finden sich zudem Hinweise auf bestimmte Aktionen, für die Kunden Fördermittel beantragen können. Kurzentschlossene haben beispielsweise jetzt noch die Möglichkeit, im Rahmen der „Deutschland macht Plus“-Kampagne bis zu 1.200 Euro Zuschüsse zu bekommen, wenn sie sich für eine neue Öl-Brennwertheizung entscheiden. Aber Achtung: Bei Interesse heißt es, schnell zu handeln, denn die bezuschusste Modernisierungsaktion endet am 31. Dezember 2015.

 


 

Ideen als Kapital für die Wirtschaft

Die Ideen in den Köpfen der Menschen sind nach wie vor das wichtigste Kapital für die Weiterentwicklung von Unternehmen und Verwaltungen. Mit Hilfe des Ideenmanagements können sie Millionenbeträge sparen. Aber nicht immer funktioniert alles reibungslos.

So musste beispielsweise die Stadt Dortmund auf eine Anfrage der SPD im Personalausschuss feststellen, dass aus den Reihen ihrer rund 8000 Mitarbeiter in den Jahren 2011 bis 2014 lediglich 18 Verbesserungsvorschläge kamen; von denen letztlich nur zwei umgesetzt wurden. Als Hauptgrund für diese beschämend kleine Zahl wurde der bürokratische Aufwand und die damit verbundene Frustration genannt. Immer wieder hätten Mitarbeiter erleben müssen, dass auf dem Dienstweg am Ende die Idee oder der Urheber verloren ging. Wie auch immer dieser Dienstweg ausgesehen haben mag, seit die Stadt Dortmund Anfang 2015 beschloss, diesen aufzuheben und ihr „betriebliches Vorschlagswesen“ neu zu organisieren, läuft die Sache rund. So sollen bis Anfang Oktober bereits 120 Vorschläge eingereicht worden sein. Einer davon, ein Energiesparvorschlag für die Schulen der Stadt, durch dessen Umsetzung Dortmund mehr als 60.000 Euro pro Jahr sparen kann, ragt dabei bislang aus allen Ideen heraus.

Einfache Ideen

Es erstaunt, dass zuvor niemand die Erkenntnis gewonnen und in eine Idee umgesetzt hatte, dass man durch das Ausschalten nicht benötigter Leuchten Geld sparen kann. In den Dortmunder Schulen geht es um die Notausgangshinweise, die nachts, wenn die Gebäude leer sind, nicht mehr leuchten sollen. Doch anscheinend sind es oftmals auch die naheliegenden, aber jahre- oder jahrzehntelang nicht berücksichtigten Dinge, die tatsächlich einen finanziellen Vorteil mit sich bringen. So wurde beispielsweise Anfang 2015 die Telekom AG beim DeutschenIdeenPreis 2015 des Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft für eine vereinfachte Kabelverpackung im Bereich Beste Umweltidee ausgezeichnet. Im Nachgang erscheint der Vorschlag, für die Verpackung einfach nur neue Pappstreifen mit Falzungen einzusetzen, die sich besser handhaben und den verschiedenen Kabelgrößen anpassen lassen, nicht allzu originell. War er aber offensichtlich doch.

Einfach zu denken war aber offensichtlich schon immer eine ideale Voraussetzung für gute Ideen. So wurde beispielsweise in den USA erstmals 1898 ein Verbesserungswesen beim Eastman Kodak Konzern eingerichtet. Einer der ersten Verbesserungsvorschläge, die eingereicht und umgesetzt wurden, war, die Fenster zu putzen, um so die Lichtverhältnisse an den Arbeitsplätzen zu verbessern. Unglaublich, aber laut Institut für angewandte Arbeitswissenschaft in Köln wahr.

Nicht immer sind es relativ einfache Vorschläge, die schließlich umgesetzt werden. Häufig tüfteln einzelne Menschen lange Zeit daran, um ihre Idee zu perfektionieren, und oftmals sind es ganze Teams, die in Workshops, Arbeitsgruppen oder eigenen Abteilungen an Verbesserungsvorschlägen arbeiten. Dabei wird immer mehr auf die Möglichkeiten der digitalen Welt zurückgegriffen. Hier lässt sich zum einen der Status quo besser recherchieren, zum anderen erweitern spezielle Programme für das Ideenmanagement, die sowohl innerbetrieblich als auch in der Cloud genutzt werden, die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit.

Einsparpotential

Vor allem Großunternehmen verstehen es, auf der bereitstehenden Klaviatur zu spielen, um die Ideen ihrer Mitarbeiter zu sammeln und gegebenenfalls in Wertschöpfung umzusetzen. So institutionalisierte beispielsweise die Commerzbank 1998 ihr betriebliches Vorschlagswesen, stellte es 2007 online und integrierte es 2011 unter dem Namen WikIdee in eine sogenannte Wiki-Plattform. Auch der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental, der bereits 1930 ein innerbetriebliches Vorschlagswesen einführte, fasst dieses inzwischen im Continental-Ideenmanagement zusammen. Erfolgreich, wie der Konzern meldet: 2013 wurden mehr als 500.000 Ideen eingereicht, die zu einer Ersparnis von mehr als 160 Millionen Euro führten. Und bei der Volkswagen AG wurden im vorigen Jahr durch über 66.000 Verbesserungsvorschläge fast 112 Millionen Euro eingespart. Nicht bekannt ist, ob die betrügerische Abgas-Software auch als Idee eingereicht worden war.

Probleme

Trotz aller Erfolgsmeldungen, die von vielen Unternehmen regelmäßig veröffentlicht werden, gibt es noch viel ungenutztes Potential. So ist die Gründer- und Ideenkultur hierzulande nach Meinung von Wilfried Kruse, Geschäftsführender Gesellschafter der Düsseldorfer IVM2, noch entwicklungsfähig. Kruse, Keynote-Sprecher einer Veranstaltung zum Thema Ideenmanagement im Juni 2015 im Essener Hochschulzentrum, nannte als Gründe für das brachliegende Potential, dass an Hierarchien und tradierten Denkmustern festgehalten werde, während Quer- und Vordenker als Harmoniestörer und Querulanten gelten. Auch seien die obersten Führungsebenen in vielen Unternehmen noch „viel zu analog“.

Andere Experten beschreiben andere Problemfelder im Ideenmanagement, die sich vor allem dort auftun, wo spezielle Abteilungen existieren. So sieht beispielsweise der Geschäftsführercoach Bernd Geropp aus Aachen die Gefahr, dass langfristig jede Banalität zu einer Idee stilisiert werde, um möglichst in den Genuss eines Bonus zu kommen. Gleichzeitig dürften die entsprechenden Abteilungen aber auch nicht allzu viele Ideen ablehnen, weil dies zu einer Demotivation der Mitarbeiter führe und ebenso die Existenzberechtigung der eigenen Abteilung in Frage stelle. Dr. Hans-Dieter Schat, Professor an der Essener FOM Hochschule und Mitglied im dortigen KompetenzCentrum für Public Management, weist in diesem Zusamenhang auf die Organisation des Ideenmanagements hin. Seinen Ausführungen zufolge liegt dort, wo dem Ideenmanagement keine Ziele gesetzt seien, die Beteiligungsquote bei nur 15 Prozent. Dort, wo ein Ziel – als isolierte Aktion – vorgegeben ist, betrage die Beteiligungsquote bereits bei 30 Prozent. Und dort, wo Ideenmanagement in den Zielvereinbarungsprozess eingebunden ist, liege die Beteiligungsquote bei 41 Prozent.

Weiterentwicklung

So bleibt zu hoffen, dass sich Ideenmanagement in der Zukunft im Sinne von Unternehmen und Verwaltungen, und damit auch im Sinne von Kunden und Bürgern weiterentwickelt. Dass Fortschritte in diesem Bereich erzielt werden, beweist schon allein das Vorhandensein des Begriffes Ideenmanagement. Denn dieser meint mehr als das 1872 von Alfred Krupp in Deutschland eingeführte Betriebliche Vorschlagswesen. Ideenmanagement bezieht heute auch den kontinuierlichen Verbesserungsprozess mit ein, also kleine und kleinste Schritte, angestoßen und realisiert auf der Ebene der operativen Mitarbeiter.

 


 

Innovationen in der Logistik

Logistik ist hierzulande nach dem Handel und der Automobilindustrie die drittgrößte Branche. Mit rund 2,9 Millionen Beschäftigten erwirtschaftete sie zuletzt einen Jahresumsatz von 230 Milliarden Euro.

Um diese starke Position nicht nur zu halten, sondern weiter auszubauen, sind ständige Innovationen nötig. Dabei hat sich das Verhältnis der Marktteilnehmer, der Politik und der Gesellschaft zum Thema Logistik in den vergangenen zwei Jahrzehnten drastisch geändert: Wurde Logistik vor der Jahrtausendwende überwiegend lediglich als reine Dienstleistung mit den drei Säulen Lagern, Umschlagen und Transportieren betrachtet, so wird sie inzwischen als gesellschaftlich und relevante Disziplin gesehen. Zunehmend beeinflussen globale Themen wie der demografische und der Klimawandel, Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz die Enzwicklung im Bereich Logistik

Nach einer Definition der Bundesvereinigung Logistik (BVL) meint Logistik heute die ganzheitliche Planung und Steuerung aller Informations- und Materialflüsse – mit maßgeblicher Wirkung auf Ergebnisse. Sie ist gleichbedeutend mit dem Begriff des Supply Chain Management und umfasst Arbeitsteilung, Infrastrukturen, Material-, Teile- und Systembedarfe in der Industrie, Ressourcenplanung, termingerechte Lieferung und gefüllte Regale im Handel. Zur Logistik gehören laut BVL auch die Materialflüsse mit Handhabung, Lagerung, Kommissionierung und Transport – innerbetrieblich und weltweit, zwischen Unternehmen und bis zu den Endkunden.

Gut investierte Zeit

Für die meisten Unternehmen sind Zeit- und Geldersparnis die wesentlichen positiven Effekte von Innovationen. Gleichzeitig stellen Zeitmangel und zu geringe Investitionen aber ihr größtes Hemmnis dar. „In Innovationsprojekte investierte Zeit der Mitarbeiter ist gut investierte Zeit“, so Prof. Dr. Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der BVL. „Das gelingt durch besseres Zeitmanagement, optimierte Personalplanung und vor allem durch mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung. Jedes Unternehmen im Bereich Logistik sollte ein Prozent des Umsatzes in Innovationen investieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Wie in anderen Wirtschaftsbereichen werden Innovationen auch in diesem Bereich vor allem durch IT erzielt. Es wundert daher nicht, dass derzeit in der Logistik über dieselben Megatrends diskutiert wird, die auch in anderen Wirtschaftbereichen eine Schlüsselrolle spielen: Internet der Dinge, Cloud Computing, Industrie 4.0 und Big Data. Experten sagen voraus, dass die Logistik durch die Verbindung zwischen diesen Technologiebereichen in naher Zukunft einen dramatischen Schritt vorwärts bewegen wird. Unterstützt wird diese Prognose durch eine weitere Vorhersage, die Mitte April im neuen Trendreport von DHL und Cisco zum Internet der Dinge veröffentlicht wurde: Danach sollen bis 2020 rund 50 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein.

Einer der wesentlichen Voraussetzungen für IT-Fortschritte in der Logistik ist die Miniaturisierung. Neue Ein-Chip-Systeme wie der Raspberry Pi oder der Intel Edison tragen dazu bei, dass bislang rein physische Objekte „intelligent“ werden. Sie bieten dann zum Beispiel enorme Speicherkapazitäten, hochentwickelte Sensorik und eine Reihe von Schnittstellen für Kommunikation, etwa über WLAN, Bluetooth oder RFID.

Neue Warenströme

Aber nicht nur die eingesetzten Arbeitsgeräte verändern sich, sondern auch die Warenströme selbst. Die Tatsache, dass Kunden heute online von überall und zu jeder Zeit auch kleinste Warenmenge an jeden beliebigen Ort bestellen können, erfordert die Entwicklung neuer, wettbewerbsfähiger Zustellmodelle. Diese müssen nicht nur wirtschaftlichen Aspekten genügen, sondern auch ökologisch und sozial vertretbar sein. Wie ein solches neues Modell aussehen kann, haben der Onlinehändler Amazon und der Internetgigant Google bereits präsentiert, als man begann, die Möglichkeiten zu testen, Paketzustellungen durch Roboter-Drohnen erledigen zu lassen.

Eng verbunden mit dem rasant steigenden Onlinehandel ist das Wachstum des E-Commerce, das ebenfalls Veränderungen in der Logistikbranche mit sich bringen wird. Experten erwarten hier einen zunehmenden Einfluss automatisierter Echtzeit-Transaktionen, die zum Beispiel von Echtzeit-Auktionen im Bereich der Online-Werbung („Real Time Bidding/RTB“) bekannt sind. Wie schnell der RTB-Markt wächst, zeigt eine Prognose des Marktforschungsinstituts IDC: Dieser zufolge soll der Umsatz von 168 Mio. US-Dollar im Jahr 2012 bis 2016 auf 692 Mio. US-Dollar ansteigen. Die Logistikbranche wird neue Konzepte entwickeln müssen, um in Sachen Zustellung eine adäquate Antwort auf die in Echtzeit gehandelten waren geben zu können.

Praxisbeispiele

Einer der Innovationstreiber der Branche ist die Hamburger Jungheinrich AG. Sie hat zum Beispiel im März das neu entwickelte Lagerverwaltungssystem Warehouse Management System (WMS) vorgestellt. Dieses verwaltet, steuert und optimiert alle Abläufe im Lager und sorgt somit für nachhaltig effiziente und einfache Prozesse. Das Jungheinrich WMS kommuniziert über Datenfunk und Standardschnittstellen mit den im Lager eingesetzten Flurförderzeugen. Neben der klassischen Anbindung von Flurförderzeugen an WMS (Industrie 4.0) können auch vertikale Liftsysteme mit der Lagerverwaltung vernetzt werden.

Die Ubimax GmbH aus Bremen, einer der führenden Hersteller von industriellen Wearable-Computing-Lösungen in Europa, erleichtert durch Datenbrillen die Kommissionierung im Lager. Das neueste Modell bietet eine spannende Interaktion mit unterschiedlichster integrierter und externer Sensorik,. Dadurch funktioniert der der Kommissionierprozess schneller und kostengünstiger. Zugleich wird er sicherer und flexibler. So kann der Werker mit der eingebauten Sprachsteuerung direkt mit der Datenbrille interagieren und zum Beispiel die eingebaute Kamera zum Scannen einzelner Teile steuern. Ebenso wie beim Barcode-Scan mit der integrierten Kamera hat der Kommissionierer dabei beide Hände frei für seine eigentliche Aufgabe.

Über diesen Preis in einer anderen Kategorie konnte sich die Kathrein Sachsen GmbH freuen. Sie wurde für das neue Produkt ARU-CSB-ELC Antenna-Reader Unit mit Zirkular Switch Beam ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um ein leistungsfähiges System für Waren-Richtungserkennung, das auf den herkömmlichen UHF RFID Reader und Transpondern basiert. Das System detektiert dynamisch die Bewegung der UHF RFID Transponder, die sich in Systemreichweite befinden und kann ihre Richtung erkennen. Auf diese Weise können Waren automatisch verfolgt werden. Die typischen Logistik-Applikationen wie Ein-/Ausbuchen von Waren in Lager, Be/-Entladen von Behältern an Dock-Doors in einen LKW oder Richtungserkennung von Paletten auf Gabelstapler sind durch dieses System zuverlässig und kostengünstig zu realisieren.

 


 

Für den Fotografen Christian Klar hat sich mit Yuneec Coptern eine neue Welt eröffnet

„Ich bin seit Jahrzehnten leidenschaftlicher Fotograf und arbeite schon lange im Bereich Luftbild/Aviation, als ich vor drei Jahren in das Fotografieren und Filmen mit Coptern eingestiegen bin, hat sich für mich allerdings eine vollkommen neue, faszinierende Welt eröffnet“, sagt Christian Klar. Seit geraumer Zeit schwört der Fotograf bei Fotodrohnen auf die Zusammenarbeit mit Yuneec, speziell auf die Modelle Typhoon H und Tornado H920 Plus.

Hauptberuflich ist Klar in der Qualitätssicherung in einem Unternehmen der Faserverbund-Technologie tätig. Fotografieren und Filmen haben sich bei ihm in den vergangenen Jahren aber von einem ernstzunehmenden Hobby zu einem einträglichen Nebengewerbe entwickelt. Aufträge und Umsätze steigen, die Kunden sind zufrieden, durch Produkte wie Kalender oder Werbefilme und Mund-zu-Mund-Propaganda ist Klar in seinem mittelfränkischen Heimatort Roth und der Umgebung zu einer bekannten Größe und einer der ersten Anlaufstellen in Sachen „Fotos von oben“ geworden. „Der Verdienst, den ich mit Bildern mache, reicht nicht zum Leben. Deshalb denke ich derzeit noch nicht daran, hauptberuflich als Bildermacher zu arbeiten“, erklärt der gebürtige Nürnberger. „Aber gerade die Tatsache, dass ich nicht um jeden Preis Aufträge annehmen muss, wirkt sich positiv auf meine Arbeit als Fotograf aus, denn so kann ich neben Auftragsarbeiten viele Projekte realisieren, die mir einfach nur Spaß machen.“

Fotograf seit der Jugend

An die – damals noch analoge – Fotografie herangeführt wurde Klar durch seinen Vater. Schon damals auf der Suche nach neuen, ungewöhnlichen Sichtweisen, wurde zunächst die Makrofotografie zu einer Leidenschaft. Neben den Optiken, die damals auf dem Markt waren, setzte Klar hier auch zahlreiche Eigenbauten zur Vergrößerung des Abbildungsfaktors ein, zum Beispiel umgedrehte Objektive an der Kamera. Zugute kam ihm dabei das handwerkliche Geschick, das er unter anderem durch eine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker erworben hatte. Im Laufe der Jahre kamen Wildlife- und Landschaftsfotografie als Tätigkeitsschwerpunkte hinzu. „Der eine Bereich forderte Ausdauer und Geduld bei den Aufnahmen, der andere das menschliche Auge, um genau den idealen Augenblick für das Motiv einzufangen“, sagt Klar. Insbesondere Landscape biete für ihn dabei sehr umfangreiche Herausforderungen in Bezug auf die verschiedenen Jahreszeiten, mit den für sie eigenen, typischen Stimmungen. Wie Millionen anderer Fotografen auf der Welt fand Klar zu diesem Zeitpunkt seine Motive nur vom Boden aus.

Kontakte zu Modellflugszene

Das sollte sich ändern: Vor genau zehn Jahren, 2007, besuchte Klar aus Interesse eine nahe gelegene Flugveranstaltung für Modell- und manntragenden Flug. Dort knüpfte er erste Kontakte zur Luftfahrtszene. „Seitdem steht mein Leben nicht mehr still. Von da an ging es immer öfter mit den unterschiedlichsten Fluggeräten in die Höhe“, so Klar. Die Welt von oben zu sehen und im Bild festhalten zu können, steigerte seine Begeisterung für die Fotografie noch einmal um ein Vielfaches. Nach und nach wurde Klar so zu einem Experten in Sachen Aufnahmen Air to Air, Ground to Air und Air to Ground. Gleichzeitig intensivierte er die Arbeit an seiner eigenen Marke CK-Photoart. Unter diesem Label sind zum Beispiel im Internet zahlreiche Bilddokumente zu sehen, die die Handschrift Klars dokumentieren. Dabei beschränkt sich die Onlinegalerie nicht nur auf Bilder mit und aus fliegenden Objekten. 
Gezeigt werden auch Fotos von Hochzeiten, Autos, Motorrädern und anderen Produkten, Tieren und Veranstaltungen. Abgerundet wird das fotografische Spektrum durch verschiedene Composings.

Begeisterung für Copter

Vor drei Jahren erfuhr Klars fotografische Arbeit einen weiteren Schub – das Fotografieren und Filmen mit Coptern. Zumal später der Copterhersteller Yuneec, der von Klars Aktivitäten in Sachen Luftbilder erfahren hatte, an den Fotografen herantrat. Klar war von Beginn an begeistert, „weil sich damit neue Möglichkeiten auftaten, die noch kurz vorher undenkbar gewesen sind“. Am Anfang der Zusammenarbeit stand eine ausführliche Schulung bei Yuneec in Kaltenkirchen. Darin ging es zum einen um das Erlernen und Üben des Fliegens mit einem Copter, zum anderen um theoretische, vor allem versicherungstechnische und gesetzliche Themen sowie Verhaltensregeln. Dank dieser Schulung und der inzwischen dreijährigen Flugerfahrung erfüllt Klar heute alle Anforderungen problemlos, die sich mit dem Inkrafttreten der Gesetzesänderung zum Drohnenflug vor einigen Wochen geändert haben.

Zahlreiche Vorteile

Die fotografische Arbeit für Bilder von oben erledigt Klar heute mit den beiden Yuneec Modellen Typhoon H und Tornado H920 Plus. „Fotografieren und Filmen mit Drohnen hat gegenüber der klassischen Luftbildfotografie mit Hubschraubern oder Kleinflugzeugen drei wesentliche Vorteile“, erläutert der Franke: „Erstens kommt man viel näher an die Motive ran, die in Szene gesetzt werden sollen. Zweitens ist es viel billiger. Und drittens kann ich viel spontaner agieren, da weniger organisiert werden muss und die beiden Copter dank ihrer kompakten Abmessungen bequem in meinem Pkw Platz finden.“ Insbesondere die beiden ersten Punkte sorgen für kommerziellen Erfolg, denn so lässt sich zum Beispiel für den regionalen Maschinenring, der Landmaschinen verleiht, ebenso ein preisgünstigen Werbefilm produzieren wie für das heimische Fitnessstudio, das seine Stand-up-Paddling-Aktivitäten präsentieren möchte. Die Spontanität wiederum kommt der Qualität der Bilder zugute. Wie oben erwähnt, hängt der Erfolg guter Landschaftsaufnahmen oft von der Stimmung in der Natur ab, die sich manchmal im Minu-tentakt ändert. Mit Hilfe der Yuneec Copter kann Klar heute viel schneller agieren.

In „Yuneec-Familie“ integriert

Neben diesen allgemeinen Vorzügen findet Klar auch spezielle positive Argumente für die Zusammenarbeit mit Yuneec. So schätzt er es, mit Hexacoptern zu fliegen, weil die eine hohe Sicherheit bieten, denn sie sind, im Gegensatz zu Quadrocoptern, auch dann noch flugfähig, wenn ein Motor ausfällt. Klar: „Für das Plus an Sicherheit nehme ich gern ein paar Minuten weniger Flugzeit in Kauf.“ Mit ihren integrierten Kameras mit 4K-Video-Auflösung sorgen sowohl das kleine als auch das große Modell für qualitativ hochwertige Ergebnisse, die sich laut Klar aus dem RAW-Modus problemlos bis zu A0 vergrößern lassen. Zudem schätzt der Fotograf es, dass Yuneec in Deutschland mit einer überschaubaren Mannschaft vertreten ist, für die Teamgeist ein wesentliches Mittel zum Erfolg ist und die nach Klars Empfinden eher wie eine Familie als ein Unternehmen arbeitet. Klar: „Ich hatte jedenfalls von Anfang an das Gefühl, mit Wohlwollen in diese ,Familie‘ aufgenommen worden zu sein.“

 


 

Luxus für die Ohren

Ein Jahresgehalt für eine HiFi-Anlage? Kein Problem. Eine Handvoll spezialisierter Anbieter, darunter erfreulicherweise einige deutsche Hersteller, erfüllen mit ihren Produkten die Bedürfnisse von Menschen, die von unverfälschtem Musikgenuss in den eigenen vier Wänden träumen.

Einer dieser Anbieter ist die Burmester Audiosystem GmbH in Berlin. Deren High-End-Anlagen, ausschließlich Eigenentwicklungen, die erst nach einer langen und aufwendigen Entwicklungs- und Prüfphase auf den Markt kommen, werden von einem Team hochqualifizierter Mitarbeiter in Handarbeit gefertigt. Kenner, die diese hohe Qualität „Made in Germany“ zu schätzen wissen, halten die Verkaufspreise, die schnell sechsstellig werden können, für absolut gerechtfertigt. Dabei nimmt sich das Ziel der Berliner bescheiden aus. „Wenn der Zuhörer die Augen schließt, der Musik lauscht und ihn nichts stört, dann haben wir einen guten Job gemacht“, meinte Unternehmensgründer und Inhaber Dieter Burmester einmal in einem Interview. Bei einer schlechten Anlage müsse das Gehirn ständig korrigieren und kleine Übersteuerungen, Verfälschungen oder die fehlende Dynamik weg- oder hinzudenken. Bei den High-End-Anlagen der Spitzenproduzenten würden die Emotionen, die durch die Musik geweckt werden sollen, dagegen ungehindert erreicht.

Trendthema Streaming

Noch vor einigen Jahren galten denjenigen, die bereit waren, viel Geld in ihre Musikanlage zu investieren, Schallplatten als das Nonplusultra für den absoluten Hörgenuss. Inzwischen haben neue Technologien dafür gesorgt, dass Highend-HiFi-Fans nicht mehr nur mit physikalischen Tonträgern wie Schallplatten oder CDs glücklich werden, sondern auch digitale Angebote nutzen können. Streaming heißt das augenblickliche Trendthema der Musikbranche, mit dem das Abspielen von Musik aus digitalen Speichermedien gemeint ist. Als Quelle kann das eigene Smartphone oder Tablet ebenso fungieren wie der Homeserver, die Cloud, also ein virtueller Datenspeicher im World Wide Web, oder kommerzielle Anbieter. Von denen gibt es inzwischen einige: Zu Pionieren wie Napster haben sich in den vergangenen Monaten Anbieter wie Deezer, Juke, Rdio, Rara, simfy, Spotify, Wimp sowie spezielle an Hardware gebundene Services wie Sony Music Unlimited und Samsungs Music Hub gesellt – bei einigen gibt es nicht nur MP3-Stücke, sondern auch Musik in Highend-Qualität.

Diese Dienste bescherten der Musikindustrie im vorigen Jahr beeindruckende Zuwachsraten: So konnten die Umsätze aus bezahlten Streaming-Abonnements und werbefinanzierten Streaming-Services laut Bundesverband Musikindustrie (BVMI) 2013 um insgesamt 91,2 Prozent auf 68 Mio. Euro gesteigert werden; dies entspricht, gemessen an den Gesamtumsätzen in Deutschland, nahezu einer Verdoppelung des Anteil des Streamings im Jahr 2013 (von 2,5 Prozent 2012 auf 4,7 Prozent). Zugegeben, das ist eine vergleichsweise kleine Basis, aber schon 2018 soll sich dieser Anteil nach einer Prognose des BVMI bereits auf 18 Prozent erhöhen.

Neue Verfahren

Dafür, dass auch die Liebhaber von HiFi auf höchstem Niveau von Streamingdiensten profitieren, sorgen neue Digitalisierungsformate wie Free Lossless Audio Codec (FLAC), Audio Interchange File Format (AIFF) und Windows Media Audio (WMV). Sie stehen für verlustfreie Komprimierung bzw. wandeln Musik sogar unkomprimiert in digitale Dateien um. Highend-Formate stehen damit in „Master-Qualität“ bereit, die der ursprünglichen Aufnahme im Tonstudio entspricht.

Zum Vergleich: Handelsübliche CDs haben als Datenformat 16 Bit Auflösung und 44,1 Kilohertz (hKz) Abtastfrequenz. Neue Formate bieten dagegen bis zu 24 Bit Auflösung und 192 kHz. Die kHz-Zahl gibt an, bis zu welcher Klanghöhe die Töne wiedergegeben werden können. Die Bit-Zahl steht für die Abstufungen, in denen Töne gespeichert sind. Es gilt: Je mehr Abstufungen, desto originalgetreuer und weniger verzerrt wird Musik wiedergegeben. Dies wirkt sich besonders positiv bei leisen und sehr zarten Tönen aus.

Neue Probleme

Werden Musikstücke mit wenig oder gar keinem Verlust digitalisiert, wächst naturgemäß die Größe der Datei. Dies ist beim Streaming innerhalb des Hauses nicht allzu problematisch. Wird der Platz knapp, kann zusätzlich notwendiger Speicher gegebenenfalls recht preiswert erworben werden. Selbst externe Festplatten oder NAS mit etlichen Terabyte Speicherkapazität sind heute für einen Preis zu bekommen, der im Vergleich zu den anderen Highend-Komponenten nicht ins Gewicht fällt.

Werden aber Onlinequellen angezapft, kann der Highend-Anwender schnell an eine Grenze stoßen. Nämlich die mangelnder Bandbreite. Aufgrund der großen Datenpakete, die im Highend-Bereich übertragen werden, bedarf es einer extrem guten Internetverbindung. Bei der Anbindung durch Glasfaserkabel besteht dieser Flaschenhals nicht, aber bei der meistgenutzten Variante DSL per Kupferkabel kann der Musikgenuss schnell durch physkalische Grenzen beeinträchtigt werden. Denn die Datenübertragungsrate hängt zum einen von der Entfernung des Nutzers zur Verteilerstelle ab, zum anderen von der Zahl der Nutzer, die gleichzeitig über das Kabel online sind.

Gänzlich ungeeignet dürften virtuelle Highend-Musikangebote für diejenigen sein, die auf einen Festnetzanschluss verzichten und ausschließlich über das Mobilfunknetz surfen. Auch dieses funktioniert nach dem „Shared-Service-Prinzip“. Das bedeutet wie bei DSL: Die maximal bereit stehende Übertragungsrate muss mit allen anderen Nutzern in der selben Funkzelle geteilt werden.

Neue Geräte

Unproblematisch zeigt sich dagegen die Geräteseite. Hier haben die wichtigsten HighEnd-Produzenten inzwischen Streaminggeräte entwickelt, die modernsten Anforderungen gerecht werden. So bieten neben Burmester, die mit dem 111 Musiccenter ein top-aktuelles Streamingprodukt mit einer Speicherkapazität von zwei Mal 3 Terabyte im Sortiment haben, zum Beispiel auch die in Bochum ansässige Idektron Unternehmens- und Technologie-Beratung GmbH & Co. mit dem Audionet DNP und die in Süddeutschland angesiedelte AVM GmbH mit dem AVM Streaming-CD-Receiver Geräte auf dem neuesten Stand der Technik an. Allen gemeinsam ist, dass sie selbst größte Datenmenge innerhalb kürzester Zeit in Topqualität zur Verfügung stellen. Dabei ist es gleichgültig, ob diese auf einem Computer, einem Server, einem Laufwerk, einem Stick, einem Pod oder Pad gespeichert sind, oder kabellos oder drahtgebunden aus dem Internet gestreamt werden.

 


 

Raman El Atiaoui ist der Gesamtsieger des neuen Fotowettbewerbs Masters of German Wedding Photography

Mit dem neuen Wettbewerb Masters of German Wedding Photography soll, so der Gründer, der Niederländer Christiaan de Groot, „die Hochzeitsfotografie in Deutschland auf ein höheres Niveau gehoben werden, indem man eine Gemeinschaft von Fotografen schafft, die sich mit ihren Bildern und ihrer Kreativität gegenseitig inspirieren.“ Der erste deutsche Gesamtsieger ist Raman El Atiaoui aus Eltville im Reingau.

Raman gehört zu Deutschlands besten Hochzeitsfotografen und ist eines der Talente, das die gesamte Klaviatur der aktuellen Hochzeitsfotografie perfekt beherrscht. Der 1972 als Kind marokkanischer Einwanderer in Frankfurt geborene Raman hat nach der Schule eine klassische Ausbildung als Fotograf und Fotolaborant in einem großen Frankfurter Fachlabor absolviert. Die kreativen Möglichkeiten, die sich ihm während der Arbeit in sämtlichen Abteilungen des Unternehmens ebenso wie im eigenen Schwarzweißlabor daheim öffneten, faszinierten ihn von Anfang an. Dass er sich später als Fotograf auf das Genre Hochzeiten konzentrieren würde, verdankt er zunächst einem Zufall. „Wie es so ist, wenn man als junger Mensch ganz gut fotografieren kann: Früher oder später wird man gefragt, ob man das Shooting bei der Hochzeit eines Freundes übernehmen kann. So war es auch bei mir“, erzählt Raman. Offensichtlich mit einer großen Begabung ausgestattet, wurde das Überreichen der fertigen Bilder zu einem emotionalen Erlebnis, das ihm noch heute Gänsehaut verursacht, wenn er sich an das Glück in den Augen des Brautpaares erinnert.

Wirtschaftliche Entscheidung

Da es als Newcomer nicht möglich war, von Beginn an von Hochzeitsfotografie zu leben, war es vor allem Fotografie für Modellagenturen, die ihm zunächst als zweites Standbein diente. „Außerdem hatte ich damals, wie vermutlich fast alle jungen Fotografen, den Traum, mit den Topmodells der Welt zu arbeiten und Shootings für internationale Werbekampagnen durchzuführen“, sagt Raman. Doch vom Warten auf die dicken Fische im Auftragsbecken konnte er ebenso wenig leben wie von den wirtschaftlich wenig lukrativen Shootings für Nachwuchsmodells. „Die Konzentration auf das Thema Hochzeit war mithin eine wirtschaftliche Entscheidung, denn geheiratet werden wird immer“, so Raman. Das Problem, bei den potentiellen Kunden bekannt zu werden, löste sich glücklicherweise sehr schnell von selbst. Die Tatsache, dass er das Handwerk von der Pieke auf gelernt hat, kombiniert mit einem hervorragend ausgeprägten Farbgefühl und kreativen Motivideen, sorgten für Ergebnisse, die die Kunden begeisterten. Vor allem Mund-Zu-Mund-Propaganda sorgte immer öfter für Anschlussaufträge.

Gut gefüllter Terminkalender

Heute braucht es einen gewissen zeitlichen Vorlauf, um Raman für eine Hochzeit zu buchen, denn sein Terminkalender ist gut gefüllt. Dabei sind es nicht nur die Brautpaare, die den Fotografen weiterempfehlen, auch zum Beispiel Veranstaltungslocations oder Wedding Planer, mit denen er bereits zusammengearbeitet hat, empfehlen ihn gern weiter. Neben den ausgezeichneten Ergebnissen, die er produziert, trägt dabei sicherlich seine respektvolle Art des Umgangs mit den Menschen bei. Raman: „Ich begegne allen Menschen, mit denen ich zu tun habe, in derselben Weise, egal, ob es das Brautpaar ist, das viel Geld an mich bezahlt, oder die Kellnerin, die die Gäste versorgt.” Leider beruhe der Respekt nicht immer auf Gegenseitigkeit. Schlechte Hotelzimmer oder die Nichtberücksichtigung bei der Essensplanung gehören leider auch zum Geschäft. Hin und wieder geschehe es, dass er sich zwingen müsse, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Glücklicherweise ist das aber eher selten der Fall.

Internet als Kundenmagnet

Neben den persönlichen Empfehlungen ist es vor allem das Internet, über das der Fotograf Kunden gewinnt. „Anfangs habe ich natürlich auch Anzeigen in Special Interest Zeitschriften geschaltet und an Hochzeitsmessen teilgenommen, aber inzwischen rechtfertigt der Aufwand das Ergebnis nicht mehr“, stellt Raman fest. Auf seiner Internetseite (www.raman-photos.de) können sich Interessenten einen umfassenden Überblick über seine Fotos, seine Angebote und seine Person verschaffen. Zudem informiert er in einem Blog über aktuelle Hochzeiten. Sein Einzugsgebiet ist Hessen, aber Raman arbeitet überall in Deutschland und ebenso gern im Ausland. Italien, Spanien, Österreich und die Schweiz gehören dabei zu den bevorzugten Ländern, für die deutsche Brautpaare ihn buchen – und gelegentlich fotografiert er seine Kunden auch in den USA. Raman hat es sich zur Aufgabe gemacht, kontinuierlich Spitzenergebnisse zu erzielen. „Ich versuche immer und überall, Awardfotos zu schießen und investiere zudem sehr viel Zeit in die Nachbearbeitung und Optimierung meiner Aufnahmen“, betont Raman.

Dieser hohe Anspruch wurde inzwischen vielfach von offizieller Seite honoriert. Denn neben dem Master of German Wedding Photography wurde der Fotograf von zahlreichen anderen Organisationen, etwa den Fearless Photographers, der International Society of Wedding Photographers (ISWPW), der russischen MyWed oder der Wedding Photojournalist Association (WPJA) mit Auszeichnungen geradezu überhäuft – über 80 Awards zeigt Raman auf seiner Homepage. Neben dem rein Fotografischen tragen auch andere Dinge zum Erfolg des Fotografen bei. So verschickt er beispielsweise kurz vor dem Shooting eine Checkliste an das Brautpaar, auf der auch scheinbar Nebensächliches zu finden ist, etwa der Hinweis, dass die Visagistin, die die Braut schminkt, möglichst neutrale Kleidung tragen soll. Raman: „Es ist wenig hilfreich, wenn die Visagistin mit einem bunten Motiv-T-Shirt die Aufmerksamkeit des Betrachters von der Braut ablenkt.“

Persönliches Kennenlernen

Positiv wirken sich die Auszeichnungen und die zufriedenen Kunden auf das Honorar aus. Er bietet verschiedene „Pakete“ an, zu denen in der Regel neben der Ganztagsbegleitung der Hochzeit auch eine Auswahl von mehreren hundert Fotos gehört; bei Bedarf können die Aufnahmen auch in einem gestalteten Fotobuch, sei es als aufwendiges Coffee-Table-Book oder als Bildband geordert werden. Vor der Hochzeit steht in der Regel ein persönliches Kennenlernen auf dem Programm, in seinem Atelier in Eltville oder, bei weit entfernt wohnenden Auftraggebern, auch per Skype oder Videotelefonat. Hier geht es darum, sich einen Eindruck von den zukünftigen Eheleuten zu verschaffen, um herauszufinden, was fotografisch zu ihnen passt. Nach dem Hochzeitstag (oder den Hochzeitstagen) folgen noch drei bis fünf Tage, die Raman mit der Bildbearbeitung am Rechner verbringt. „Ich lege großen Wert auf die Feststellung, dass ich keine Standardfilter für meine Fotos einsetze, sondern jedes Bild individuell bearbeite. Nur so kann ich gewährleisten, dass die Fotos nicht wie 0815-Aufnahmen aussehen und wirklich auf das Brautpaar zugeschnitten sind“, beschreibt der Fotograf seine Arbeit. 3.000 bis 5.000 Euro kostet das Engagement Ramans im Durchschnitt.

Ein Preis, der das Budget vieler Interessenten übersteigt. „Derzeit folgt auf etwa 20 bis 25 Anfragen, die über das Internet kommen, ein Auftrag“, sagt Raman. „Die meisten Anfrager melden sich leider nicht mehr, nachdem ich ihnen meine Preisliste geschickt habe, vermutlich weil ich ihnen zu teuer bin.“ Das sei verständlich und akzeptabel, „aber“, so Raman, „ich weiß, dass mit jeder Absage oder jeder Nichtantwort beim Brautpaar ein schlechtes Gefühl entsteht, wenn sie erkennen, dass sie für den Etat, den sie für ihren Fotografen eingeplant haben, keine perfekten Bilder bekommen werden.“

 


 

Olympus Botschafter Brendan de Clercq hat die Olympus OM-D E-M5 Mark II im Profieinsatz

Mit der Micro-Four-Thirds Kamera OM-D E-5M Mark II hat Olympus vor einigen Monaten ein Modell in den Markt eingeführt, das vor allem durch seine Profiausstattung besticht. Für viele Fotografen ist diese Kamera, ebenso wie ihre Vorgänger, inzwischen zu einer willkommenen Alternative zu einem DSLR-Modell geworden. Einer von ihnen ist der Olympus Botschafter Brendan de Clercq.

Seine erste Kamera bekam der in Irland geborene de Clercq, als er noch nicht einmal das Teenager-Alter erreicht hatte. Im Alter von zwölf Jahren schenkte sein Vater, ein Franzose, ihm eine Olympus OM. Seitdem ist der heute 50-Jährige der Marke treu geblieben. Und obwohl er als Fotoprofi mit jahrzehntelanger Erfahrung und als einer von weltweit 20 Seminarleitern im Auftrag des Blitzgeräteherstellers Profoto vielfach die Arbeit mit anderen Kamerasystemen und -marken kennengelernt hat, schwört de Clercq auf die digitalen Olympus Modelle. „Ich wähle das Kamerasystem stets nach den Anforderungen, und wenn der Auftragextrem hohe Auflösungen erfordert oder wenn 4K-Filme gedreht werden müssen, dann kommen auch Mittelformatrückteile oder Epic Kameras zum Einsatz“, erläutert de Clercq. „Für alle anderen Arbeiten greife ich zu einer Olympus Kamera, hier bevorzugt zur Olympus OM-D E-M5 Mark II.“ De Clerq arbeitet als Porträt-, People- und Fashionfotograf und als Mix Media Künstler. In dieser Funktion kombiniert er Fotografie und Malerei. Dass er die Fotografie zum Beruf gemacht hat, lag auf der Hand. Nicht nur wegen des Kamerageschenkes in früher Jugend, sondern auch weil sein Vater selbst gefeierter Fotograf und Dokumentarfilmer war. „Er hat seine starke visuelle Orientierung über seine Gene an mich weitergegeben“, sagt de Clercq. 

Das perfekte Porträt

Seine Arbeit wird durch eine starke Bildsprache mit einem klaren emotionalen Ausdruck gekennzeichnet. Mit seinen Bildern will er die Gefühlswelt der Betrachter erreichen und sie erkennen lassen, dass eine Aufnahme aus unterschiedlichen Ebenen besteht. De Clercq: „In meinen Werken spiegelt sich meine Persönlichkeit wieder.“ Die sich im Laufe der Jahre verändert hat. Waren seine Fotografien früher dunkel und kontrastreich, so sind sie heute lebendiger und voller Lichtelemente. Dank dieser stetigen Weiterentwicklung und der Perfektionierung seiner Arbeit ist de Clercq sich sicher, eines Tages das perfekteste Porträt der Welt zu schießen, „ein Porträt, das alle Emotionen voll erfasst.“

Klein und leicht

Ein wesentlicher Pluspunkt der Olympus OM-D E-M5 Mark II liegt nach de Clercqs Meinung in ihrer schlanken Bauweise und ihrem geringen Gewicht; Eigenschaften, die auch auf die Objektive zutreffen. „Das mag ein Argument sein, das auf den ersten Blick sehr banal scheint“, meint de Clercq, „aber wenn ich bei einer großen Fashionshow vier, fünf oder gar sechs Stunden am Catwalk und im Backstagebereich arbeiten muss, dann weiß ich es zu schätzen, dass ich nicht so müde und so ausgepowert bin wie die Kollegen, die ihre großen DSLR-Kameras mit den schweren Objektiven immer wieder ans Auge führen müssen.“ Die Kombination geringe Größe/niedriges Gewicht trägt darüber hinaus dazu bei, dass bei der Street Photography bessere Ergebnisse erzielt werden. De Clercq: „Die meisten Menschen nehmen es gar nicht wahr oder realisieren nicht, dass es sich um eine Profikamera handelt, wenn man mit der Olympus Kamera fotografiert. Ich bin jedenfalls noch nie darauf angesprochen worden, was ich mache, wenn ich mit einer Olympus Kamera unterwegs bin.“ Deshalb verhalten sie sich natürlicher, und das kommt der Aussagekraft der Aufnahmen zugute. Bei der Street Photography setzt de Clercq oftmals auch die Olympus OM-D E-M10 ein.

Schnelle Optiken

Zu schätzen gelernt hat de Clercq die hohe Lichtstärke der Profi- und Premiumobjektive von Olympus. „Gerade bei Modeschauen im Backstagebereich ist in der Regel nur die Arbeit mit dem vorhandenen Licht gestattet“, stellt er fest. Da sei es sehr gut, wenn man mit Lichtstärken von 1:1,8 (etwa bei den von ihm bevorzugten 45 mm und 75 mm Festbrennweiten) oder einer konstanten Lichtstärke von 1:2,8 über den gesamten Brennweitenbereich wie beim 12-40 mm Zoom arbeiten könne.

Bildstabilisierung

Als unglaublich bezeichnet de Clercq die Präzision, mit der der Fünf-Achsen-Bildstabilisator der Olympus OM-D E-M5 Mark II arbeitet. Damit seien auch gestochen scharfe Fotos in extremen Aufnahmesituationen möglich. Zudem vereinfache dieses Feature die Produktion von Videofilmen, die etwa von Modedesignern immer häufiger angefragt werden. „Ich bin glücklich, dass mir die Olympus Kameras die Rückkehr zum Filmen so einfach gemacht haben, denn schon früher war ich als Assistent meines Vaters vom Bewegtbild gleichermaßen begeistert wie fasziniert“, so de Clercq. Dank des ausgefeilten Stabilisierungssystems können mit der Olympus Kamera auch Filme aus der Bewegung heraus ohne den Einsatz eines zusätzlichen Riggs realisiert werden. Schwarz-Weiß-Modus Zurück zu den Wurzeln geht es für den Fotografen mit seiner Olympus OM-D E-M5 Mark II auch beim Einsatz des Schwarz- Weiß-Modus. De Clercq: „Ich bin mit Schwarzweiß-Bildern aufgewachsen und halte sie auch heute noch für besonders ausdrucksstark. Mit der Olympus fotografie ich oftmals Jpgs in Schwarzweiß und Raw in Farbe. Damit habe ich alle Daten, die ich später für perfekte Bilder brauche.“

 


 

Die Ennepetaler Schubert Gruppe beliefert Maschinenbau-Kunden auf vier Kontinenten

Als sich der gelernte Maschinenbaumeister Reinhard Schubert im Jahr 1990 selbständig gemacht hat, konnte er nicht ahnen, welcher Erfolg ihn erwartete: Aus dem ursprünglichen Ein-Mann-Betrieb hat sich ein Firmenverbund entwickelt, der stetig wächst und inzwischen einen achtstelligen Jahresumsatz erreicht.

Aus Ennepetal heraus werden Kunden in vielen Ländern der Erde beliefert. Etwa jeder vierte Euro des Umsatzes kommt derzeit durch den Export herein – Tendenz steigend. Waren es zunächst vor allem klassische Maschinenbauarbeiten wie Überholung und Reparatur, beschäftigte sich der Firmengründer schon sehr schnell mit der Konzeption einer eigenen Maschine. 1998 war es dann soweit: Die erste Stabstahlschere für den Schmiedebereich unter dem Markennamen Schubert kam auf den Markt – und kam in der Industrie so gut an, dass weitere Modelle folgten, die weltweit in zahlreichen Schmieden eingesetzt werden. Um den wachsenden Kundenanforderungen gerecht werden zu können, wurde das Ein-Mann-Unternehmen ausgebaut. Heute gehören neben der ursprünglichen Schubert Maschinen- und Anlagenbau GmbH zwei weitere Unternehmen zur Schubert Gruppe: die Exner Pressentechnologie GmbH und die Alberts Handels GmbH.

Schubert Maschinen- und Anlagenbau ist Hersteller von Schermaschinen zum Kalt- und Warmtrennen von Stabstahl für die Schmiedeindustrie. Weitere Produkte sind Handlings- und Zuführsysteme, Profilstahls, Werkzeuge und Produkte des allgemeinen Maschinenbaus. Außerdem überholt und repariert das Unternehmen Großmaschinen und liefert Zeichnungsteile. Als Hersteller hydraulischer und mechanischer Pressen für die spanlose Metallverarbeitung ist die Exner Pressentechnologie, die im Jahr 2009 in die Gruppe integriert wurde, seit über 50 Jahren mit ihrer Erfahrung im Maschinenbau national und international anerkannt. Namhafte Firmen aus der Automobilzulieferung, Elektroindustrie, Medizintechnik, Haushaltsgeräteindustrie, Medaillenprägung, Schmuck-, Brillen- und Uhrenindustrie zählen zu den Exner-Kunden. Abgerundet werden die unternehmerischen Tätigkeiten durch die Alberts Handels GmbH. Sie vermittelt den Kunden regelmäßig Gebrauchtmaschinen für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Schwerpunkt sind hydraulische und mechanische Pressen, die gebraucht aber auch überholt und als modernisierte Maschine mit Garantie angeboten werden.

Internationale Kunden

Maschinen der Marken Schubert oder Exner arbeiten außer bei zahlreichen deutschen Unternehmen auch bei Kunden in Brasilien und Kanada ebenso wie in Holland, Kasachstan oder Norwegen, Algerien, China und Indien – um nur ein paar Länder herauszugreifen. Um der internationalen Nachfrage gerecht zu werden, unterhält Schubert europa- und weltweit eigene Vertriebsbüros oder arbeitet mit Vertriebsorganisationen zusammen, die vor Ort ansässig sind und deren Mitarbeiter die lokalen Märkte gut kennen. Acht europäische Auslandsvertretungen gibt es derzeit, die durch sechs weitere in Afrika, Nord- und Südamerika sowie Asien ergänzt werden. „Durch dieses grenzübergreifende Netzwerk können wir garantieren, schnell und überall bei unseren Kunden zu sein“, stellt Schubert fest. Der deutsche Maschinenbau genießt aufgrund seiner hohen Produktqualität im Ausland seit jeher hohes Ansehen. Durch die Fertigung auf modernen CNC-Maschinen und eine permanente Kontrolle sowie durch ein Qualitätssicherungssystem nach DIN EN ISO 9001:2000 trägt auch die Schubert-Gruppe ihren Teil zu diesem Renommee bei. Alle Kunden schätzen darüber hinaus die flexible und kundenorientierte Produktion. Im Ausland wird zudem großer Wert auf das Siegel „Made in Germany“ gelegt. „Natürlich kaufen wir auch Teile dazu, aber rund 80 Prozent der Wertschöpfungskette werden in unserem Werk in Ennepetal erzielt“, sagt André Baumann, der dem Firmenchef Reinhard Schubert als kaufmännischer Leiter und Prokurist ebenso zur Seite steht wie Tochter Christine Bödeker-Schubert, die als stellvertretende kaufmännische Leitung verantwortlich für die Export-Abteilung ist.

Mitarbeiterwachstum

Ebenso wie der Umsatz zeigt auch der Pfeil für die Zahl der Mitarbeiter seit der Unternehmensgründung 1990 kontinuierlich nach oben: Nach acht Mitarbeitern 1995 und 50 Mitarbeitern im Jahr 2008 stehen momentan 90 Mitarbeiter bei der Schubert Gruppe in Lohn und Brot. Einen guten Namen in der Region hat sich das Familienunternehmen dabei auch als Ausbildungsbetrieb gemacht. Zu den Berufsbildern, in denen ausgebildet wird, gehören Zerspanungs- und Industriemechaniker, Industriekaufleute, technische Produktdesigner und Mechatroniker. „Wir legen großen Wert auf die Einhaltung der Ausbildungspläne und zielgenaue Maßnahmen für jeden einzelnen Auszubildenden“, betont Schubert. „Durch die enge Zusammenarbeit mit der SIHK sowie den jeweiligen Schulen und der Einsatzbereitscahft unserer Azubis können wir sicher sein, die Ausbildungsziele zu erreichen.“

Produkt-Highlights

In der langjährigen Firmengeschichte finden sich zahlreiche Produkt-Highlights, die stets durch weitere Innovationen ergänzt werden. So ist Schubert Maschinen- und Anlagenbau beispielsweise derzeit mit der STS 1250 der Hersteller der bisher leistungsstärksten Hochleistungsschere für die volumengenaue Bearbeitung von Stabstahl. Auftraggeber und Abnehmer ist ein namhafter Automobilhersteller. Weiterhin wurde eine Coilrichtanlage entwickelt, die einen Drahtdurchmesser von bis zu (rund) 32 mm richten kann. Diese Anlage soll zukünftig vor den Schersystemen eingesetzt werden. Auch bei Exner Pressentechnologie finden sich herausragende Produkte. Eines davon ist die erste mechanische Presse aus dem Jahr 2013. Damit hat Exner als Komplettanbieter im Pressenbereich einen weiteren Meilenstein gesetzt und die Position im Markt weiter ausgebaut. Darüber hinaus wurde die erste servo-hydraulische Exner Presse vorgestellt. Sie stellt sich dem zunehmend wichtiger werdenden Thema Energieeffizienz. „Exner kann und wird den Kunden damit ein vielseitiges Lieferprogramm rund um das Thema der Pressentechnologie anbieten“, stellt Schubert fest. „Ich bin sehr sicher, dass beide Neuheiten von unseren Kunden bestens angenommen werden.“

 


 

Drucken wird zentral und mobil

Redet man von Bürotechnik, so meint man eine Vielzahl von Geräten. Angefangen bei klassischen Tischrechnern, Sprechgarnituren und Diktiergeräten über Schredder, Scanner, Kopierer, Drucker und Digitalprojektoren bis zu komplexen Telekommunikationsanlagen und IT-Systemen. Alles in allem handelt es sich um einen Milliardenmarkt, der erstaunlicherweise von den Marktbeobachtungs- und -forschungsunternehmen lediglich in Teilsegmenten erfasst wird.

Immerhin nennt die GfK in ihrem vierteljährlich publizierten TEMAX (= Index für technische Gebrauchsgüter) einen aktuellen Quartalsumsatz von knapp 1,3 Milliarden Euro für Bürogeräte und Verbrauchsmaterial in Deutschland. Dieser Wert entspricht einem Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum den ersten drei Monaten des Vorjahres. Dabei lässt das Nürnberger Unternehmen offen, welche Geräte genau für diese Erhebung erfasst wurden und welche von Privat- oder Businesskunden gekauft wurden. Spannend scheint allerdings der Druckerbereich zu sein. Der wird im GfK TEMAX für das erste Quartal 2014 explizit herausgestellt: „Im Druckgerätesegment gingen besonders starke Umsatzimpulse von Tintenstrahldruckern aus, speziell Business-Ink-Modelle waren gefragt. Die Laserdrucker lagen insgesamt gesehen ebenfalls im Plus, die Nachfrage nach Monodruckern war hier jedoch rückläufig.“

Eine positive Umsatzentwicklung im ersten Quartal 2014 zeigt auch der CEMIX (= Consumer Electronics Marktindex Deutschland), an dessen Erstellung neben der GfK auch der Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) und die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) mitwirken. Hier findet sich bei Druckern ein Umsatz von 23 Millionen Euro (plus 7,2 Prozent gegenüber Q1 2013). Bei Multifunktionsgeräten ist der Zuwachs mit 6,9 Prozent leicht geringer, jedoch ist der Umsatz mit 99 Millionen Euro mehr als vier Mal so hoch wie bei Druckern. Als Verlierer zeigt der CEMIX im Bereich IT-Peripherie Scanner, die im ersten Quartal einen Rückgang von 12,2 Prozent (Stück) bzw. 5,1 Prozent (Wert) verbuchen mussten.

Auch das US-Marktforschungsunternehmen IDC hat Wachstum bei Druckern und Multifunktionsgeräten festgestellt. So wurden dem aktuellen Hardcopy Peripherals Tracker des IDC zufolge im ersten Quartal 2014 insgesamt rund 5,36 Millionen Systeme in Westeuropa verkauft. Das sind 350.000 mehr als im Vergleichszeitraum 2013 (+7,1 Prozent). Gewinner sind laut dieser Untersuchung Farb-Laser-, Farb-Inkjet- und High-Speed-Inkjet-Geräte. Auffällig auch hier das Wachstum der Multifunktionssysteme, die nach ICD-Untersuchungen inzwischen 78 Prozent Anteil an allen Verkäufen haben.

Kein papierloses Büro

Diese Zahlen zeigen, dass Drucken nach wie vor zum Arbeitsalltag gehört und der Traum vom papierlosen Büro bis auf Weiteres ein Traum bleiben wird. Allerdings wird heiß diskutiert, welche Rolle das Bedrucken von Papier zukünftig spielen wird. In der Studie Bürowelten der Zukunft, die vor geraumer Zeit nach einer Befragung von Experten und „normalen“ Anwendern gemeinsam vom japanischen Hersteller Kyocera Mita und dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation vorgelegt worden ist, stimmen ebenso viele der Befragten der These zu, dass Papier wichtiger werden wird, wie der These, dass die Bedeutung des Papiers in Zukunft abnimmt.

Beachtenswert ist allerdings, dass verschiedene Experten die Entwicklung eines vollkommen neuartigen Papieres prognostizieren. Dieses „Superpapier“ soll zum Beispiel nicht mehr auf der Basis von Holz- oder Stofffasern produziert werden, es soll wieder verwendbar und durch Feuerfestigkeit nahezu unzerstörbar sein.

Mehr Multifunktionsgeräte

Die Marktzahlen bestätigen außerdem den Trend zu Multifunktionsgeräten. Die Zeiten, in denen Kopierer, Scanner, Faxgerät und Drucker in den Büros Platz wegnehmen und für Kabelsalat sorgen, scheinen sich dem Ende zu nähern. Heute und in Zukunft werden mehrere Funktionen in einem einzigen Gehäuse untergebracht. Doch Funktionalität wird bei der Entwicklung von Multifunktionsgeräten (abgekürzt MFP = multifunction printer oder MFD = multifunction device) nicht das ausschlaggebende Kriterium sein, um von den Anwendern akzeptiert zu werden. Auch hier findet sich wieder eine deutliche Aussage in der oben erwähnten Studie Bürowelten der Zukunft. Derzufolge stimmt jeder zweite Experte und 60 Prozent der „normalen“ Anwender der These zu, dass MFPs genau so designorientiert sein müssen wie es heute bereits Smartphones, Notebooks, TabletPCs und PCs sind. Damit wird die seit einiger Zeit zu beobachtende Entwicklung hin zu vollkommen anderen Arbeitswelten, in denen Design und das Wohlfühlerlebnis der Mitarbeiter zu zentralen Punkten werden, auch auf einzelne Geräte herunter gebrochen. Gleichzeitig werden sich diese Geräte mehr an den demographischen Wandel anpassen und sich in Sachen Ausstattung und Bedienbarkeit an den Bedürfnissen älterer Mitarbeiter orientieren.

Zentrale Druckeinheiten

Dem Ende nähern sich auch die Zeiten, in denen jeder oder fast jeder Mitarbeiter einen eigenen Arbeitsplatzdrucker zur Verfügung hatte. Zukünftig werden stattdessen in den Betrieben zentrale Druckeinheiten zu finden sein, die von der ganzen Abteilung oder gar allen Mitarbeitern des Unternehmens genutzt werden. Bis diese Version allerdings realisiert sein wird, gilt es noch eine Reihe von Hürden zu nehmen. So stellt beispielsweise die Verarbeitung der zu erwartenden riesigen und in der Regel unstrukturierten Datenmengen ebenso eine Herausforderung dar wie die Datensicherheit. Unternehmensdokumente und die darauf gespeicherten Informationen sind oftmals geschäftskritisch. Deshalb müssen sie nicht nur immer zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle und im richtigen Format bereit stehen, es muss auch gewährleistet sein, dass stets nur diejenigen Mitarbeiter Zugriff auf diese Dokumente haben, die dazu berechtigt sind. Möglich wird dies beispielsweise durch die Eingabe eines PIN-Codes am Gerät, durch den die jeweils richtigen Dokumente zum Druck freigegeben werden, oder durch Karten, die mit Near Field Communication Funktechnologie ausgestattet sind und den Mitarbeiter bereits bei der Annäherung an den Drucker automatisch als legitimierten Nutzer erkennen.

Das Stichwort zu dieser neuen Druckwelt lautet Print Management oder Managed Print Services (MPS). In seiner Anfang des Jahres vorgelegten Studie Print & Document Management in Deutschland 2014 geht das Marktforschungsunternehmen IDC davon aus, dass MPS in etwa 37 Prozent der Befragten Unternehmen bereits etabliert seien; allerdings vor allem in Großunternehmen. Zuletzt habe sich jedoch auch bei mittelständischen Betrieben die Bereitschaft gezeigt, sich in naher Zukunft mit dem Thema auseinandersetzen zu wollen. Hier ist vor allem die Möglichkeit, langfristig Druckkosten zu sparen, das ausschlaggebende Argument.

Mobiles Arbeiten

Vor einer weiteren Herausforderungen stehen Unternehmen beim Thema Drucken durch den Trend zum mobilen Arbeiten. Mobilität – private ebenso wie berufliche – gehört nach Auffassung des Frankfurter Zukunftsinstituts zu den aktuellen Megatrends. Für Unternehmen hängt von ihr laut Zukunftsinstitut ab, „ob wir in Zukunft konkurrenzfähig bleiben“. Immer mehr Menschen arbeiten nicht mehr an einem festen Arbeitsplatz im Betrieb, sondern im Home-Office oder unterwegs. Laut der aktuellen Studie Worldwide Mobile Worker Population 2011-2015 Forecast des Marktforschungsunternehmens IDC wird der Anteil der mobilen Mitarbeiter weltweit bis 2015 auf 1,3 Milliarden ansteigen – das würde etwa 37 Prozent der gesamten Belegschaft entsprechen.

Auch für sie müssen Drucklösungen gefunden werden, denn natürlich ist es für die Betroffenen wünschenswert, ihre Daten von „überall“ bedarfsgerecht drucken zu können. Naheliegend sind hier Angebote für das Drucken „aus der Cloud“, also von einem virtuellen Server, auf den man über das Internet von jedem beliebigen Ort aus zugreifen kann. So ließe sich theoretisch jeder mit dem World Wide Web verbundene Drucker ansteuern und zum Drucken eigener Dokumente nutzen. Dazu gibt es derzeit zwei unterschiedliche Ansätze: Bei Ansatz eins bekommt der Drucker eine eigene, individuelle Mailadresse. An diese können die zu druckenden Daten geschickt werden. Bei Ansatz zwei vermittelt eine Internetplattform die vom Nutzer hochgeladenen Dokumente an den oder die Drucker, die für den Nutzer registriert und in der Nähe verfügbar sind. Der Nutzer kann diese Standorte dann beispielsweise mit Hilfe einer speziellen App auf seinem mobilen Endgerät sehen.

Technisch ist also heute schon vieles mach- und denkbar. In der Praxis sind entsprechende Anwendungsszenarien aber nur schwer vorstellbar, solange eine Vielzahl von Fragen nicht beantwortet werden und Probleme nicht gelöst sind. So macht beispielsweise Helge Dolgener, Leiter Produktmanagement Office Products bei Konica Minolta Business Solutions Deutschland, darauf aufmerksam, dass es für eine hohe Benutzerfreundlichkeit wichtig sei, dass die Gerate untereinander kompatibel sind. „Leider ist dies heute oftmals noch nicht der Fall“, stellt Dolgener fest. „Bestimmte Anwendungen laufen nur auf bestimmten Geraten. Diese Einschrankung macht die Anwender unflexibel und schreckt sie ab.“

Weitere Gründe listet die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung in ihrem Trendbericht 2013 auf: So kann die Erreichbarkeit des Druckers für den Nutzers ebenso ein Problem darstellen wie notwendige Servicearbeiten (z. B. das Nachfüllen von Papier) und Reparaturen. Auch Sicherheitsbedenken, vor allem bei sensiblen Geschäftsinformationen, und die Frage, wer welche Kosten zu tragen hat, werden von der HZD in diesem Zusammenhang genannt.

„Wie auch immer sich der Markt für Unternehmenslösungen oder für Cloudangebote entwickelt, das Thema hat auf jeden Fall einen positiven Nebeneffekt“, meint die HZD. „Beim mobilen Drucken werden Computer und Anwendungen einerseits und Druckerinfrastruktur andererseits entkoppelt. Das setzt voraus, dass Druckdienste stärker standardisiert und flexibler einsetzbar gemacht werden. … Von dieser Flexibilität könnte jeder Nutzer profitieren – selbst, wenn er in der Regel nur ,lokal‘ druckt.“ Man darf gespannt sein, wie sich das mobile Drucken entwickeln wird.

 


 

Grüne Umwelt als Kulturgut

Immer mehr Menschen betrachten Grün als Kulturgut. Erster Ansprechpartner zur Schaffung einer grüneren Umwelt im privaten und öffentlichen Umfeld oder am Arbeitsplatz sind Garten- und Landschaftsbauer.

In allen Bereichen der Gesellschaft wird lebendiges Grün zunehmend wahrgenommen und nachgefragt; es wird somit zum essentiellen Bestandteil menschlicher Lebenswelten. Insbesondere in den Städten wächst seit einigen Jahren das Interesse von Privatleuten sowie städtischen und kommunalen Vertretern am Grün und das Erkennen des vielfältigen Nutzens von Pflanzen. Die Bedeutung des schon 1964 von Erich Fromm geprägten Begriffes der Biophilie als Liebe zum Lebendigen steigt. Der urbane Bürger wünscht sich eine auch unter ökologischen Aspekten nachhaltige Stadtplanung, um das Stadtklima zu verbessern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Über 16.600 Betriebe

Über 16.600 Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus (Galabau) stehen bundesweit bereit, um die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen. Fast 60 Prozent der Aufträge an Galabau-Unternehmen stammen von privaten Auftraggebern – ein Wert, der in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist. Hier kommt den Galabau-Unternehmen der Trend zugute, dass die Besitzer von Privatimmobilien ihren Garten zunehmend als Erweiterung des Wohnbereichs sehen. So steigt in jüngster Zeit beispielsweise die Zahl der Gartenküchen und der Außen-Fitnesseinrichtungen, inklusive Freiluft-Whirlpools. Dank bezahlbarer LED-Technologie greift auch die Einrichtung aufwändiger Lichtinstallationen immer weiter um sich. Unternehmen haben erkannt, dass sich ein grünes Umfeld positiv auf die Mitarbeiter auswirkt.

Auf Vermieterseite setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass gepflegte Außenanlagen sich positiv auf das Image, die Vermietbarkeit und den Werterhalt von Wohn- und Geschäftsräumen auswirken. „Mangelnde Pflege signalisiert, dass auch sonst nichts in Ordnung ist“, stellte Prof. Dr. Volker Eichener, seinerzeit Rektor der Bochumer EBZ Business School, bereits 2012 in einem Vortrag fest. Gleichzeitig konstatierte Eichener, dass der Wunsch nach einem Balkon, einer (Dach-)Terrasse oder einem Garten zu den acht am häufigsten genannten Wünschen derjenigen gehören, die eine neue Wohnung suchen. Insbesondere Wohnungsgesellschaften, von denen ungefähr jeder zehnte Auftrag stammt, reagieren auf diese Bedürfnisse und beauftragen Galabau-Unternehmen mit der Verbesserung des Wohnumfeldes.

Vielfältige Funktionen

Bei diesen Aufträgen geht es jedoch nicht nur um die Aufwertung des Gebäudebestands und den damit verbundenen Imagegewinn. Galabau-Aktivitäten erfüllen eine Reihe zusätzlicher Funktionen. Sie schirmen Parkplätze und Bereiche mit Müllcontainern optisch ab, sie verbessern das Mikroklima, schützen vor Wind und sorgen bei sommerlichen Höchsttemperaturen für Kühlung. Durch die Entsiegelung von Flächen und den Bau von Rigolen und Regenrückhaltebecken leisten sie zudem vielerorts einen wichtigen Beitrag gegen Überschwemmungen; ein Problem, das durch die steigende Zahl von Starkregenfällen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat.

Städte und Kommunen haben erkannt, dass sie ihre Attraktivität für ihre Bürger durch städtische grüne Oasen steigern können, um zum Beispiel einer Abwanderung und der Verödung bestimmter Stadtbezirke vorzubeugen. Galabau-Dienstleistungen sorgen auch hier für ein Plus an städtischer Wohnqualität durch Klimaverbesserungen (Feinstaubbindung und Feuchtigkeitserhöhung), erhöhte Wirtschaftlichkeit (innovatives Wassermanagement senkt Abwassergebühren), Erholungszentren (Parks, Grünanlagen) und Freiflächen zum individuellen Gärtnern (Stadtteilgärten) bei.

Gleichzeitig macht die Änderung der demoskopischen Bevölkerungsdaten ein Umdenken im Galabau im privaten wie im öffentlichen Umfeld erforderlich. Eine älter werdende Gesellschaft wünscht die Schaffung von Grünanlagen und -flächen, in denen sich auch die Bedürfnisse von Senioren widerspiegeln. Dazu gehören Parks mit Bänken und gegebenenfalls Erwachsenenspielplätzen ebenso wie das Thema Barrierefreiheit. Darüber hinaus werden immer mehr Arbeiten mit zielgruppenorientierter Funktionalität vergeben. Hier stehen vor allem die Schaffung von Sportstätten und Spielplätzen im öffentlichen Raum und die Einrichtung von kommunikationsfördernden Räumen wie Sitzgruppen, Grillplätzen oder Bocciabahnen im Bereich der Wohnungsbaugesellschaften derzeit hoch im Kurs.

Positive Entwicklung

Dass sich das Bewusstsein der Menschen ganz allgemein in Richtung Grün und ökologischem Lebensstil entwickelt, wirkt sich positiv auf die Branche aus. Sieht man von einer kleinen Delle in den Jahren 2001 bis 2007 ab, so hat sich der Umsatz der Galabau-Branche seit 30 Jahren stetig erhöht. Waren es 1984 1,59 Milliarden Euro (umgerechnet), so verbuchte die Branche im vorigen Jahr bereits 6,84 Milliarden Euro – von denen rund 1,6 Milliarden aus Nordrhein-Westfalen stammten. Dieser Zuwachs hat auch einen positiven Effekt auf die Beschäftigung. Allein in den vergangenen fünf Jahren wuchs bundesweit die Zahl der Mitarbeiter in den Galabau-Betrieben um rund 17.000 auf über 109.000. Eine Ende dieser Entwicklung ist derzeit nicht zu erkennen. „Unsere kürzlich turnusgemäß durchgeführte Konjunkturumfrage zeigt, dass die Mehrheit unserer Mitgliedsunternehmen über ein zufrieden stellendes Auftragsvolumen verfügt und in vielen Betrieben daher Fachkräfte gesucht werden“, erklärte Dr. Karl Schürmann, Geschäftsführer des Verbandes GaLaBau NRW, Anfang Juni in Oberhausen.

Nicht ganz so erfreulich für die Galabau-Branche ist allerdings, dass in den vergangenen Jahren die Budgets für Grün in der öffentlichen Hand zurückgefahren wurden. Weitere Budgetkürzungen sind zu erwarten und werden die Ausweitung von öffentlichem Grün und damit auf die Auftragsvergabe der Öffentlichen Hand an Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus hemmen. Bei der Lösung drängender innerstädtischer Probleme wird die Anlage und Pflege von öffentlichem Grün derzeit vor allem in den dicht besiedelten Städten des Ruhrgebietes als „unnötiger Luxus“ empfunden und somit vernachlässigt. Dieser Entwicklung könnte durch Projekte im Private-Public-Partnership-Modell entgegen gewirkt werden.

Dachbegrünung

Hoffnung, die derzeit zurückhaltende Vergabe öffentlicher Gelder an den Garten- und Landschaftsbau zu ändern, setzt die Branche auf ihre Anfang des Jahres gestartete Initiative Förderung der Dachbegrünung, auf die Galabau NRW Präsident H. Christian Leonhards die Teilnehmer an einem parlamentarischen Abend erst vor wenigen Wochen erneut aufmerksam machte. Er wies auf den erheblichen Nachholbedarf vor allem im Ruhrgebiet hin und lenkte die Aufmerksamkeit der Politiker auf ein aktuelles Modell in Hamburg. Dort unterstützt die Stadt derzeit Arbeiten für die Dachbegrünung mit sechs Euro je Quadratmeter, plus zusätzlicher Gelder, die von der Intensität der Dachbegrünung abhängen. Leonhards: „Wir halten dies im Sinne des Klimaschutzes, der Regenwasserrückhaltung und auch der Werthaltigkeit von Gebäuden für eine hervorragende Maßnahme.“